Montag, 23. November 2020

Rezension der Erzählung "Life - Magical bird" von Tina Hope

Handlung:
Life - Magical bird - Cover

Helfen, ohne einen Dank zu erwarten. Hoffen, obwohl es hoffnungslos ist. Glaube an das Schicksal. Viola hat jede Hoffnung verloren. Bald wird sie das Häuschen, das sie von ihrer Großmutter geerbt hat, an die Bank verlieren. Da rettet sie einen kleinen Vogel vor einem Adler. Life, ... kehrt mit ihm das Glück zurück?

Mein Eindruck:

Tinas Büchlein ist schnell gelesen, denn es ist eine kleine Erzählung, die nur wenige Seiten hat. Die zauberhafte Geschichte ähnelt einem Märchen - sie ist nur ein bisschen moderner, enthält aber mindestens ebenso viele Wahrheiten! 

Wahrheiten, die wir heutzutage in unserer schnelllebigen und manchmal sehr egoistischen Welt häufig vergessen! Dabei ist es doch recht einfach und fast schon so etwas wie ein Naturgesetz: Hilfst du anderen Wesen, wird dir auch geholfen! 

In der Realität geht diese Theorie leider nicht immer auf, aber die Botschaft dahinter bleibt universal: Menschen, die das Leben anderer Geschöpfe bereichern, sind ein Geschenk für die Welt. Unsere Welt - wir alle - brauchen Hingabe, Mitgefühl und urteilsfreie Zuneigung mehr denn je!

Die Hauptfigur Viola steckt selbst bis über beide Ohren in Schwierigkeiten, was sie aber nicht davon abhält, dem verletzten Vogel zu helfen. Wie es im Märchen üblich ist, wird sie dafür belohnt - aber macht Helfen nicht dann auch Sinn, wenn man eben nicht unmittelbar etwas dafür zurückbekommt? Klar, würde Viola selbst sagen, und genau DAS ist auch ihre Botschaft an uns: Mach die Welt ein bisschen heiler und schöner! Bring dich ein, gib etwas, das jemand Anderes braucht, kümmere dich um deine Mitgeschöpfe! Die Wahrheit ist ja: Wenn ALLE sich um die Anderen kümmern würden, dann würden auch ALLE jemanden haben, der sich um sie kümmert. Eine Utopie, freilich - aber schön und herzerwärmend und ein kleines Vorbild.

Das heißt nun nicht, dass man sich selbst immer aufopfern und sich Bösartigkeiten, sollten sie auftreten, gefallen lassen soll! Ebenso wichtig wie Mitgefühl und Nächstenliebe sind Selbstliebe und die Wahrung der eigenen Grenzen. Aber mit offenen Augen und beseeltem Herzen durchs Leben zu gehen ist auf jeden Fall ein guter Weg, um mit sich selbst und seinen Mitgeschöpfen in Frieden und Erfüllung zu leben und gern in den Spiegel zu schauen! Und dieses Mitgefühl bezieht sich nicht nur auf die Menschen um uns herum, sondern auf alle Wesen, die in der Natur leben, einschließlich der Tiere und Pflanzen. Insofern steckt auch ein kleiner erhobener Zeigefinger in der Geschichte - aber keine Sorge, er ist so liebevoll und geschickt verpackt, dass er sich gar nicht wie einer anfühlt!

Fazit:

Ich finde, dieses wunderbare kleine Büchlein eignet sich sehr gut für ein Geschenk mal zwischendurch. Es regt dazu an, sich selbst zu überlegen, wie oft und gern man anderen Geschöpfen seine Hilfe zur Verfügung stellt und auch, wie dankbar man eigentlich für das ist, was man hat. Berührend!

Quelle: Cover und Handlung