Donnerstag, 1. April 2021

Neuveröffentlichung: "Gezeiten des Todes" von Katharina Lindner

Worum geht's?

In einem kleinen Küstenort an der Nordsee wird eine Frauenleiche gefunden, deren Mund mit Schlamm aus dem Watt gefüllt ist. Ist sie eines natürlichen Todes gestorben? 

Der gegenwärtig beurlaubte Kriminalpolizist Michael Tiefenbach glaubt nicht daran, ganz im Gegensatz zu seinen zuständigen Kollegen. Gemeinsam mit der selbst unter einer Zwangsstörung leidenden Psychotherapeutin Anna Erdmann will er den Fall auf eigene Faust untersuchen. 

Derweil meint die kaufsüchtige Lydia, sie habe in ihrem Urlaubsflirt Tim den mutmaßlichen Mörder gefunden, über den alle im Ort reden. Sie will ihn dazu bringen, auch ihre Tante zu töten, um an deren Erbe zu kommen. 

Gibt es in dem beschaulichen Ort tatsächlich einen Mörder? Und wird er wieder zuschlagen?

Auftakt zu einer Serie!

Michael Tiefenbach, der ständig in Konflikte geratende Polizist, und Anna Erdmann, die Psychologin mit heimlicher Zangsstörung, werden nicht nur künftig noch andere gemeinsame Fälle auf ihre ganz eigene Art lösen! Sie haben auch mit eigenen Schatten und Dämonen zu kämpfen, die zu weiteren interessanten Verwicklungen führen.

Leseprobe:

Wo kriege ich das Buch?

Du kannst es überall im Handel oder im Internet kaufen.

Zum Beispiel hier: 

>>> Thalia Shop 

>>> Amazon

Was kostet es?

Das Buch kostet 14,99 Euro und erfreut dich dafür mit 420 spannenden Seiten.

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Lektüre!

 

 


Montag, 8. März 2021

Rezension des dritten Nordseehof-Bandes "Als wir den Himmel erobern konnten" von Regine Kölpin

Handlung:

»Wir müssen nach vorn sehen. Da liegt die Zukunft.«
In diesem dritten Band ihrer Saga um den ostfriesischen Nordseehof erzählt Regine Kölpin – spannend, bewegend und voller norddeutscher Atmosphäre – den Abschluss einer dramatischen Emanzipationsgeschichte um drei Frauen aus drei Generationen.  

1993: Eigentlich stehen Feemke alle Wege offen, jeder Beruf könnte ihrer, jedes Land ihre Heimat sein. Doch nur in der rauen Landschaft des Nordens fühlt sie sich zu Hause. Erst langsam wird ihr klar, dass bleiben manchmal genauso viel Mut kostet wie wegzugehen.  

Der Nordseehof: Vor der stimmungsvollen Kulisse der norddeutschen Landschaft entfaltet sich eine opulente Familiensaga über die Macht der Träume und den Wunsch nach Freiheit, über verbotene Liebe und wahre Heimat.  

Band 1: Der Nordseehof – Als wir träumen durften
Band 2: Der Nordseehof – Als wir der Freiheit nahe waren
Band 3: Der Nordseehof – Als wir den Himmel erobern konnten

Mein Eindruck:

Auch mit ihrem dritten und letzten Band der Nordseehof-Saga bleibt Regine Kölpin sich selbst treu und beglückt ihre LeserInnen wieder mit einer gelungenen Mischung aus Lokalkolorit, historischen Fakten sowie familiären und persönlichen Irrungen und Wirrungen der Frauen vom Nordseehof, die nunmehr drei Generationen umfasst.

Mit Feemke, Addas Tochter und Johannas Enkelin, holt die Autorin auch die Neunziger Jahre ins Boot und stellt erneut Fragen wie jene nach der eigenen Freiheit, den Zwängen und Möglichkeiten im Leben, Wurzeln und Heimat. Ganz nach dem Vorbild ihrer Mutter und Großmutter muss auch die junge Feemke erkennen, dass Entscheidungen nicht leichtfertig zu treffen sind, weil manchmal mehrere Herzen in der eigenen Brust schlagen. Wie die Frauen, aus deren Familie sie entstammt, wirken auch auf Feemke soziale, politische und gesellschaftliche Gegebenheiten ein, die ihr Leben prägen. Sie erfährt, was wirkliche Freiheit bedeutet und welcher Preis manchmal dafür zu zahlen ist. Auch Johanna und Adda dürfen wir ein weiteres Stück auf ihren Lebenswegen begleiten, was weitere Handlungsfäden zusammenführt, die bislang offen geblieben sind.

Uns begegnen altbekannte liebgewonnene - und weniger sympathische Figuren - die das Geschehen in Kölpins gewohntem Sprach- und Gestaltungsstil vorantreiben. Der Wechsel zwischen äußeren Ereignissen und inneren Entwicklungen sorgt für Spannung und die Möglichkeit, mit den Figuren mitzufühlen. Wieder gibt es mehrere Erzähler, die die Ereignisse aus mehreren Perspektiven schildern. Neben emanzipatorischen Anklängen findet sich auch der Zeitgeist dreier "Epochen" versammelt, der die jeweils persönlichen Schicksale mit einem größeren Ganzen verbindet.

Johanna und Adda selbst sind milder, auch reifer geworden, weshalb die Frage nach Vergebung eine ganz neue Rolle einnimmt. Alte Strukturen können (in gewisser Weise) gesprengt werden, alte Wunden ein Stück weit heilen. Das Spiel mit den Möglichkeiten ist, da es durch die Augen dreier sehr verschiedener Frauen beobachtet wird, umso interessanter und führt schließlich zu einem tieferen Verständnis von gegenseitiger Toleranz und Liebe.

Ich habe auch diesen abschließenden Band sehr genossen und bin etwas traurig, weil ich nun Abschied nehmen muss. Weil die Bücher neben den gefühlsbezogenen Handlungspassagen auch historische Fakten in den Blick nehmen und sogar für die Emanzipationsgeschichte einen Beitrag leisten, bieten sie mehr als nur romantische oder dramatische Unterhaltung - das mochte ich sehr.

Was ich mir in diesem letzten Band gewünscht hätte, wäre eine noch ausführlichere Schilderung der örtlichen Gegebenheiten gewesen: Der Südstrand in Wilhelmshaven beispielsweise wird erwähnt und auch kurz beschrieben, aber weitere Details hätten den Spaziergang für mich noch lebendiger gemacht, da ich den Ort wie meine Westentasche kenne. Das tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch.

Ich finde, die Bücher eignen sich auch als Set wunderbar zum Verschenken, vor allem für Frauen, die selbst ihren persönlichen und beruflichen Weg im Leben suchen und dafür ein bisschen Inspiration und die Vielfalt möglicher Perspektiven gut gebrauchen könnten.

Fazit:

Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt, wofür ich mich von ganzem Herzen bedanken möchte. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

Meine Rezensionen der anderen Bände finden sich hier:

>>> Band 2

>>> Band 1

Quelle: Cover und Handlung

Freitag, 26. Februar 2021

Buchvorstellung: "Kapital-Macht wirksam bändigen: Gedanken zu einem Sozialismus mit Durchsetzungschancen" von Hans-Henning Adler

Im Rahmen meiner Arbeit als Wahlkreisbüroleiterin für die damalige Landtagsfraktionsvorsitzende Kreszentia Flauger und in vielen Jahren ehrenamtlicher Parteiarbeit hatte ich das große Vergnügen, mit Hans-Henning Adler - von 2010 bis 2013 Fraktionsvorsitzender im Niedersächsischen Landtag und bei DIE LINKE.Oldenburg und in der Kommunalpolitik immer noch aktiv - ausgiebig zusammenarbeiten zu dürfen. (Überhaupt war das eine wundervolle Zeit, liebe ehemalige MitstreiterInnen! Eine Umarmung an euch alle, wohin es euch auch verschlagen hat!)

Ich lernte Hans-Henning als einen besonnenen und klugen Menschen kennen, der genau überlegt, bevor er spricht und der mit sehr viel Mitgefühl und Warmherzigkeit versucht, die Welt ein kleines bisschen zu einem besseren Ort zu machen. Hans-Henning ist auch als Rechtsanwalt tätig und stellt der Welt damit auf eine zusätzliche Weise sein Wissen und Können zur Verfügung.

Nun hat dieser tolle Politiker und Mensch ein Buch zu einem Thema vorgelegt, das (nicht nur während Corona, aber auch!) eine große Rolle in unser aller Leben spielt, obwohl uns das im Alltag gar nicht immer bewusst ist. Dem theoretischen Unterbau linker Strukturen und Systeme dürfte damit ein weiterer Baustein hinzugefügt worden sein, um die Materie leichter verständlich zu machen. Für alle politisch Interessierten eine bereichernde Lektüre, für politisch Tätige ein Muss!

Heute möchte ich dieses Buch hier vorstellen. 

Viele Freude und interessante Erkenntnisse beim Lesen!

Handlung:

Machtfragen stellen sich notwendigerweise, wenn politische Veränderungen durchgesetzt werden sollen und insbesondere dann, wenn Benachteiligte bessergestellt und Privilegierten etwas genommen werden soll. Letztere werden in der Regel ihre Positionen nicht freiwillig räumen. Überzeugungsarbeit ist wichtig, reicht aber häufig nicht, wenn persönliche Interessen dem entgegenstehen. Da Machtgebrauch nach langjährigen geschichtlichen Erfahrungen, vor allem mit dem »realen Sozialismus«, aber auch Machtmissbrauch bedeuten kann, lohnt es sich, die damit zusammenhängenden Fragen näher zu untersuchen. Der Autor setzt sich mit den Auffassungen vom »demokratischen Sozia­lismus« auseinander, die in der Programmatik der Partei DIE LINKE bzw. ihrer Vorgängerpartei PDS, aber z.B. auch im Godesberger Programm der SPD zu finden sind. Seine These lautet: Für eine marxistische Herangehensweise an die Frage, wie die Emanzipation von Unterdrückung und Ausbeutung gelingt, ist im Gegensatz zu moralischen Postulaten entscheidend, welche gesellschaftlichen Verhältnisse herzustellen sind, um ein verträglicheres Zusammenleben der Menschheit zu ermöglichen. Adlers Anliegen ist es deshalb nicht, einen Katalog von positiven Werten einer humanen Lebensweise aufzustellen oder zu erweitern. Vielmehr behandelt er systematisch die in der Linken lange verpönten Machtfragen, das Thema der Macht-Teilung und die damit zusammenhängende Bündnispolitik.

Quelle: Cover und Handlung / Bestellmöglichkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 9. Februar 2021

Buchvorstellung: "Rosalia - Medium wider Willen" von Daniela Mattes

Dieses wunderbare kleine Buch durfte ich sozusagen vorablesen - ich hatte nämlich das Vergnügen, es lektorieren zu dürfen! Zudem habe ich das hübsch bunte Bild für das Cover beigesteuert, damit meine liebe Freundin und Autorenkollegin Daniela Mattes ihre unterhaltsame und zauberhafte kleine Geschichte auch in ein angemessenes Mäntelchen hüllen konnte!

Nun ist es erhältlich und die Lektüre lohnt sich natürlich!

Cover "Rosalia"
Die Geschichte umfasst für ein Jugendbuch erstaunlich viele Themen (Internatsleben, Mobbing, Gewalt, Verluste, sogar Thriller-Elemente) und spart auch nicht an Spannung, aber vor allem ist sie deswegen für Kids (und auch Erwachsene!) so reizvoll, weil sie auf eine ganz eigene Art die Themen "Außenseiter sein" und "in Gruppen den eigenen Platz finden" in den Fokus nimmt. Und sind das nicht Probleme, mit denen jeder sich irgendwann einmal herumgeschlagen hat? 

Besonders interessant: Der Einbezug eines leicht esoterisch angehauchten Plots, der aber bodenständig und solide daherkommt und alles andere als auf lebensfremden Wolken schwebt! Ist schnell gelesen, nicht teuer und eignet sich für private oder (gemeinsame?) Schullektüre. Werft doch gern einmal einen Blick hinein und beschenkt eure Kids oder euch selbst, um die Lockdown-Zeit ein bisschen zu füllen!

Handlung:

Die 14-jährige Halbwaise Rosalia fällt mit ihrem ungewöhnlichen Namen und ihrem eigenwilligen Kleidungsstil ohnehin schon genug auf, doch sie hat auch eine seltene Gabe geerbt. Genau wie ihre geliebte Oma ist sie ein Medium und kann die Zukunft vorhersagen. Noch kann sie diese Gabe nicht kontrollieren, aber sie hat ab und zu Visionen von Dingen, die bald geschehen werden. Ihre Mitschülerinnen finden das seltsam und manche haben Angst vor ihr. Einige behaupten sogar, sie sei ein Hexe! Nach dem Tod der Großmutter ist sie gezwungen, ein Schuljahr in einem Nobelinternat verbringen, da ihr Vater beruflich ins Ausland gehen muss. Hier hebt sie sich noch stärker von den anderen Mädchen ab und diese zeigen ihr offen, dass sie sie nicht mögen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, passieren schreckliche Dinge, die sie trotz ihrer Vorahnung nicht verhindern kann - denn niemand glaubt ihr, was sie gesehen hat! Kann sie am Ende die Dinge dennoch zum Guten wenden?

Quelle: Cover und Handlung / Bestellmöglichkeit