Donnerstag, 2. Januar 2020

Rezension: "Ich bin hier und alles ist jetzt" von Dr. Edith Eva Eger

Handlung:


Die erfolgreiche Psychologin und weltweit gefragte Rednerin Dr. Edith Eger ist eine der letzten Überlebenden des Holocaust. Ihre erschütternde Geschichte ist ein zutiefst bewegendes Zeugnis des Sieges der Menschlichkeit über den Hass und zeigt uns, dass wir im Leben immer die Freiheit haben, uns zu entscheiden.

Im Alter von 16 Jahren wurde Edith Eger 1944 aus ihrem Heimatland Ungarn nach Auschwitz verschleppt. Dort musste sie Unvorstellbares erleiden: Sie sah ihre Mutter in die Gaskammer gehen und musste danach vor Josef Mengele tanzen. Es grenzt an ein Wunder, dass Edith die Grauen der nationalsozialistischen Lager überlebte. In den USA baute sie sich an der Seite ihres Mannes ein neues Leben auf und wurde Psychologin und Therapeutin. Ihr warmherziges und lebensbejahendes Buch ist mehr als die außerordentliche Geschichte einer Holocaust-Überlebenden. Wie Victor Frankl in „…trotzdem Ja zum Leben sagen“ weist uns Edith Eger durch ihr persönliches Schicksal und anhand von Fallbeispielen aus ihrer therapeutischen Praxis den Weg, wie wir uns aus dem Gefängnis unserer eigenen Psyche befreien können, indem wir uns bewusst machen: Wir haben immer eine Wahl im Leben.

 

Mein Eindruck:

 

Es passiert selten, dass ich ein Buch in einem Rutsch durchlese. Noch seltener kommt es vor, dass ich eine beendete Lektüre schließe und minutenlang verharre, bis ich aufstehen und etwas anderes machen kann. Dieses Buch zog mich derart in seinen Bann, dass mir ein bisschen die Worte dafür fehlen, was für eine Rezension natürlich fatal ist!

Zunächst fällt an dem wunderbar dicken Buch sofort auf, dass es handwerklich und stilistisch auf einem ganz hohen Niveau mitspielt! Die Handlungsstruktur ist sinnvoll, logisch und sehr aufgeräumt, die Wortwahl ist treffend, der Spannungsbogen ist perfekt! Umso erstaunlicher, da es sich ja um einen Tatsachenbericht handelt, der nicht nach Gutdünken sortiert und aufgebaut werden kann, sondern sich an die Realität halten muss. Und die ist natürlich harter Tobak! Dr. Eger beschreibt ihre Erfahrungen in der Kindheit und im KZ Auschwitz so detailliert und sachlich, dass das abstrakte Grauen plötzlich ein Gesicht bekommt, das man nur schwer wieder loswird. Natürlich weiß man, was damals los war... Man kennt es aus dem Geschichtsunterricht und anderen Zeugnissen. Aber diesen Weg mit Dr. Eger noch einmal mitzugehen, ist faszinierend und abstoßend zugleich, gewaltig und eindringlich, berührend und grausam. Zum Glück endet Dr. Eger nicht an dieser Stelle, denn ihre eigene Geschichte ist ja zum Glück noch nicht zu Ende erzählt!

Sie bettet ihre Kriegserfahrungen in ein weiches Bett aus einem Davor und einem sehr ausführlichen Danach: Wir erfahren von ihrem Leben, das sie nach Kriegsende führte, von dem beschwerlichen und langen Weg ihrer körperlichen und psychischen Heilung, von ihrer Familie und ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung, ihren Fallstricken und Hindernissen und ihren Hoffnungen. Schließlich erklärt Dr. Eger anhand ihrer Patienten in ebenso interessanten Fallbeispielen, wie nicht nur sie, sondern auch andere Menschen unter ihrer sanften und akzeptierenden Leitung ihren Frieden finden, wie gequält sie sich auch fühlen.

Und sie zeigt uns, wie das geht: Frieden finden! Die Therapeutin Eger hat in ihre eigenen und die fremden Erfahrungen ihre ganze Theorie um das menschliche Sein hineingewebt und beschreibt Wege, wie ein Mensch dem Grauen begegnen kann, ohne daran zugrunde zu gehen. Dabei ist sie niemals belehrend oder von oben herab: Aus jeder Zeile klingt eine große Liebe zum Leben und zu den Menschen an. Keine platten Floskeln, keine besserwisserischen Tipps: Dr. Eger nimmt ihren Leser an die Hand, wie sie es bei ihren Patienten tut und vermittelt ihnen, dass auch sie eine Wahl haben, wie sie mit den Ereignissen in ihrem Dasein umgehen wollen. Sie hat auch keinerlei Hemmungen, ihr eigenes Verhalten mutig zu reflektieren, Fehler zu erkennen, Schuld und Scham anzuerkennen. Allerdings war es bis dahin ein weiter Weg und auf diesen Weg nimmt Dr. Eger ihre Leser mit. 

Es wundert überhaupt nicht, dass Dr. Eger offenbar eine sehr erfolgreiche Psychologin ist, denn sie ist unglaublich warmherzig und dem Leben zugewandt, dabei so klug und mitfühlend! Sie teilt mit uns nicht nur ihre Geschichte - und die Geschichte aller Menschen - sondern auch eine Möglichkeit, die uns bleibt, wenn wir das Gefühl haben, mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Für Menschen mit PTBS, Depressionen und anderen Störungen ist sie ein Segen! Für jeden von uns kann sie ein Vorbild sein, ein Leitstern, nach dem man sich in dunklen Zeiten ausrichten kann.

 

Fazit:


In diesem Buch steckt ein großes menschliches Geschenk zwischen den Seiten, denn es wurde mit gütiger Liebe verfasst, die durch jede Zeile schimmert. Handwerklich ist es herausragend gut gemacht: Es liest sich so weg, transportiert dabei zahlreiche Informationen und behält sprachlich immer souverän die Oberhand. Diese Lektüre gehört auf jeden Nachttisch und - nicht zuletzt - auf jeden Schultisch!


Quelle Bild und Handlung: www.amazon.de




Montag, 30. Dezember 2019

Gute Vorsätze? Bloß nicht! (Und eine bessere Alternative für dich)

"Ich brauche keine guten Vorsätze in diesem Jahr. Ich hab noch welche aus dem letzten Jahr übrig."

So oder so ähnlich lautet ein Witz, der uns mit einem Augenzwinkern eine pikante Wahrheit vor Augen führt: Alle Jahre wieder überlegen wir uns kurz vor, an oder nach Silvester Dinge, die wir in unserem Leben ändern wollen. Der Eine will vielleicht drei, vier Kilo abnehmen, der Nächste mehr Sport machen, der Dritte weniger arbeiten. Meistens sind unsere Ziele im Hinblick auf Gesundheit und Wohlbefinden lobenswert. Oft sind sie aber unerreichbar, denn - und das ist die pikante Wahrheit - die meisten von uns setzen sie nicht um oder wenigstens nicht sehr lang!

Egal, wie sorgfältig und achtsam wir unsere so genannten guten Vorsätze ausarbeiten, notieren und praktisch planen: Es dauert nicht lang und wir stecken wieder in unseren alten Gewohnheiten fest. Der innere Schweinehund wird zweimal besiegt, indem man sich den Joggingschuh anzieht und losläuft, doch beim dritten oder beim dreizehnten Mal ist das Wetter schlecht, die Beine sind müde, die Laune ist mies, die Schuhe sind kaputt. Wir finden tausend Ausreden. Und irgendwann ist der ehrbare Vorsatz vergessen und alles, was übrigbleibt, ist die leise Mahnung eines schlechten Gewissens.

Und im nächsten Jahr läuft es, kaum überraschend, genauso.

Gute Vorsätze sind, obwohl sie in den besten Absichten gefasst werden, häufig zum Scheitern verurteilt. Manchmal passen sie einfach nicht in unseren Alltag, häufig entsprechen sie einem Bild von uns selbst, wie wir gern wären, aber nicht sind. Sie erzeugen Druck und Schuldgefühle, solange wir ihnen nicht gerecht werden. Aus einem Gedanken, der eigentlich das Wohlbefinden in den Vordergrund stellen sollte, wird ein lästige Pflicht. Und nicht zuletzt entsprechen sie oft sogar den Erwartungen unserer Mitmenschen und wir merken das viel zu spät oder gar nicht.
 

Wohl dem, dessen gute Vorsätze mit Leichtigkeit umgesetzt werden! Alle anderen könnten sich von guten Vorsätzen verabschieden und sich stattdessen vornehmen, bei allem was sie im nächsten Jahr tun (oder lassen), die folgenden Fragen stellen:


1. Was könnte ich jetzt in diesem Moment tun, um mich besser zu fühlen? Was brauche ich gerade? Fehlt mir etwas? Ist mir etwas zu viel? Wie kann ich mein Bedürfnis zeitnah erfüllen?

2. Was hilft mir jetzt dabei, mein Leben heute genau so zu führen, wie ich es mir vorstelle? Fülle ich meine Lebenszeit mit Dingen und Menschen, die mir guttun oder solchen, die mir schaden?

3. Was hilft mir jetzt dabei, heute der Mensch zu sein, der ich sein will? Bin ich authentisch? Entspreche ich mir und werde ich mir gerecht?

Diese Fragen haben ein paar Vorteile: Sie nehmen die aktuelle Situation in den Blick ohne Druck aufzubauen. Wir nehmen unsere Bedürfnisse und Befindlichkeiten ernst und suchen, wenn wir unzufrieden sind, nach simplen und leicht umsetzbaren Lösungen. Statt dir also vorzunehmen, künftig dreimal die Woche joggen zu gehen, kannst du dir die oben genannten Fragen stellen und bekommst dann vielleicht Lust, ein paar Runden zu laufen. Vielleicht ist dir aber auch mehr nach Entspannung und Ruhe? Je nachdem, was du in dem Moment gerade brauchst, werden dir Geist, Seele und Körper ein Signal ist. Das ist nicht immer das, was du in dem Moment vielleicht gerade willst, aber auch das wirst du deutlich erkennen, je weniger Druck im Spiel ist. Und dann kannst du dich frei entscheiden, ob du diesen Weg gehst oder eben auch nicht.

Ideal ist es, wenn du genau das tust, was in jenem Moment gerade genau zu dir passt und dir gut tut! Das kasteiende Sportprogramm wird dann vielleicht durch einen achtsamen Spaziergang ersetzt. Die Diät weicht zugunsten einer bewussten Ernährung, die nichts verbietet und doch Maß hält. Der Verzicht auf Überstunden geschieht dann nicht, weil du dich an deine Vorsätze hältst, sondern weil die Sehnsucht nach deiner Familie dich pünktlich nach Hause treibst, damit ihr gemeinsam essen könnt. Du entscheidest jeden Tag, jeden Moment, wie du dich fühlen und wer du sein möchtest! Auch ohne feste Punkte auf einer Liste zum Abhaken. Und du brauchst dich nicht in ein paar Wochen wie ein Versager fühlen, weil deine ganzen tollen Vorhaben sich selbst auf unerklärliche Weise im Keim erstickt haben.

Unberührt bleiben von der Idee, Vorsätze aufzugeben, alle Pläne, Ziele und Wünsche! Die sollst und darfst du natürlich trotzdem haben! Aber das ist eine andere Geschichte, von der ein anderes Mal erzählt wird.

Ich wünsche euch von ganzem Herzen einen guten Start in ein gesundes, erfülltes und glückliches Jahr 2020!

(Bildquelle)

Freitag, 27. Dezember 2019

Mit Freebie für dich: Rückblick auf dein Jahr 2019

Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester kann wunderbar dazu genutzt werden, um einmal auf das Jahr zurückzublicken. Was hast du erlebt, errreicht, mitgenommen? Was ist an guten Dingen passiert, die du in angenehmer Erinnerung behalten willst?

Natürlich kannst du deine Erlebnisse auch in einem Kalender, Tagebuch oder auf einer Nullachtfünfzehn-Liste notieren. Aber diese Vorlage braucht nicht lang, um ausgefüllt zu werden. Sie fasst das Wichtigste zusammen und enthält eine sinnvolle Struktur. Und sie ist mit Liebe und Herz gestaltet, weshalb dir das Eintragen doppelt Spaß machen wird!

Was gehört in die einzelnen Bereiche?



LEKTIONEN:

Was hast du im letzten Jahr gelernt? Welche Erkenntnisse hast du gewonnen? Was nimmst du aus deinen Erfahrungen mit? Was ist die Quintessenz der letzten 365 Tage?

HERZMENSCHEN:

Mit wem hast du deine Zeit verbracht und warum hat dir das gutgetan? Gab es Menschen, die neu in dein Leben getreten sind und es schöner gemacht haben? Gab es alte Mitstreiter, die sich einmal wieder bewährt haben? Wer aus deiner Familie oder welcher Freund hat dich getragen, gehalten und unterstützt?

GESCHAFFT:

Welche Ziele hast du erreicht? Welche Projekte hast du vorangetrieben oder zum Abschluss gebracht? Denke daran, dass es hier nicht vorrangig um Leistung und Prestige geht, sondern um die Erfolge, die dich nach DEINER Definition erfüllt und glücklich gemacht haben!

GENOSSEN:

Welche Bücher hast du gelesen? Welche Filme oder Serien gesehen? Welche Hobbys neu entdeckt oder wiedergefunden? Welche Tätigkeiten mit Hingabe ausgeführt? Welche Rezepte ausprobiert? Hier hat alles Platz, was dir Genuss und Freude verschafft hat.

ERLEBT:

Welche außergewöhnlichen Erlebnisse gab es im vergangenen Jahr? Warst du an besonderen Orten? Hast du einen schönen Urlaub verlebt? Ein spezielles Event besucht? Etwas (für dich) Herausragendes getan?

Hol dir die Vorlage mit einem Klick: Rückblick 2019 - Vorlage (Sketchnotes)

Viel Vergnügen beim Ausfüllen!

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Rezension: "Die Eishexe" von Camilla Läckberg

Nach dem Roman "Golden Cage", der mir sehr gut gefallen hatte, griff ich recht wahllos nach einem weiteren Buch von Camilla Läckberg und erwischte einen der Falck-Hedström-Krimis. Es macht nichts, dass ich nicht von Anfang an mit der Reihe gestartet bin: Der Leser braucht keine Zusammenhänge und kein Vorwissen, er kann der Geschichte auch als Neuling folgen.

Handlung:


Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.

Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erika Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.

(Quelle Handlung und Bild: Amazon)

Mein Eindruck:


Die Story liest sich in einem Rutsch weg. Man kann einfach nicht aufhören und muss weiterlesen, selbst, wenn einem abends die Augen schon zufallen und die ganze Welt im Schlummer liegt, nur man selbst nicht.

Die Handlung ist alles andere als alltäglich. Sie glänzt durch ihre vielen, sorgsam ausgestalteten Figuren. Es finden sich humorvolle, gruselige, gefühlsintensive und sogar ziemlich an die Nieren gehende Passagen, die trotz ihrer Gegensätze ineinander greifen und zusammen passen.

Die Ermittlungsarbeit wirkt solide und realitätsnah. Um die Handlungsweisen ihrer Figuren nachvollziehbar werden zu lassen, arbeitet die Autorin mit zahlreichen psychologischen Erklärungen, sie taucht dabei recht tief ein und bettet ihre Story auf eine gute Basis. Viele gesellschaftlich relevante Themen, zum Beispiel Mobbing oder das Wesen der Freundschaft, werden einbezogen. Das Tempo ist hoch - es passiert viel und ständig etwas Neues. Perfekte Spannung erhält der Roman durch die zwischengeschobenen historischen Rückblicke, bei der am Ende die Fäden auch zusammenlaufen. Bald interessierte mich die Geschichte der "Eishexe" sogar mehr als die Entwicklung des Mordfalls, obwohl mich historische Romane nur selten reizen. 

Mein einziger Kritikpunkt: Die Auflösung ist so schlaff wie ein leerer Luftballon! Ja, das Ende eines Romans, vor allem eines mit einem Rätsel, das gelöst werden soll, ist vermutlich das Schwierigste an dem Text. Aber mit einer Lösung anzukommen, die nur ein müdes Abwinken hervorruft, ist keine gute Idee gewesen. Und man erahnt das Ende leider auch sehr zeitig.

Trotzdem lohnt es sich, das Buch zu lesen. Es ist gut geschrieben und die Figuren rund um das Ermittlerteam gleichen das schwach konstruierte Ende aus.


Dienstag, 3. Dezember 2019

Rezension: "Liebes Kind" von Romy Hausmann

Man kann an diesem Buch nicht vorbeigehen, so packend sind Cover und Titel! Es ist schneller gekauft, als man seinen Stapel ungelesener Bücher auch nur grob schätzen kann! Gerade die Schlichtheit war es, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat.

Handlung:


Dieser Thriller beginnt, wo andere enden 

Eine fensterlose Hütte im Wald. Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder folgt strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten werden minutiös eingehalten. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie mit Lebensmitteln, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt da draußen, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los. Denn vieles deutet darauf hin, dass der Entführer sich zurückholen will, was ihm gehört.
In ihrem emotional schockierenden und zugleich tief berührenden Thriller entrollt Romy Hausmann Stück für Stück das Panorama eines Grauens, das jegliche menschliche Vorstellungskraft übersteigt.

(Quelle Bild und Handlungsinformationen: Amazon)

Mein Eindruck:


Nach den ersten Kapiteln dachte ich enttäuscht: "Was soll denn da noch kommen? Die Autorin hat ja schon auf den ersten Seiten alles verraten und ihr ganzes Pulver verschossen!" Natürlich las ich aber weiter, denn der Schreibstil ist so flüssig und die Figuren sind so lebensnah und glaubwürdig, dass sich allein dafür die Geschichte schon lohnte.

Zum Glück! Denn ich hatte gewaltig falsch gedacht! Die Geschichte war mitnichten auserzählt - sie fuhr in atemberaubendem Tempo zur Hochform auf und dieses Tempo wurde auch bis zum Ende durchgehalten! Natürlich erahnt ein erfahrener Leser irgendwann ein solches oder ähnliches Finale, wie es schließlich präsentiert wird.
Trotzdem blieb die Story spannend: Inhaltlich hervorragend durchkomponiert und sprachlich geschliffen lässt die Handlung niemanden kalt. Die Gefühle der Figuren - vor allem die Trauer des Vaters - sind sehr gut nachvollziehbar geschrieben. An manchen Stellen hat das Buch fast etwas Poetisches, was sich vor allem durch den Aufbau und die Wortwahl ergibt. Thrillerelemente wechseln sich mit großen Emotionen ab und sogar eine kleine Lehre kann der Leser daraus ziehen.

Dieses Buch hat mir ein großes Lesevergnügen bereitet. Die Autorin versteht das Plotten und beherrscht die Sprache. Ihr Sujet ist clever gewählt und mit viel Fingerspitzengefühl verarbeitet.

Ich mochte es außerordentlich und würde ungeprüft ein weiteres Buch der Autorin kaufen.

Sonntag, 1. Dezember 2019

Mit Freebie für dich: Geschenkeliste für deine Liebsten

Weihnachten ist ja nicht nur - im besten Fall - eine Zeit der Besinnlichkeit, der Familie und der Feierlichkeit, sondern auch eine wunderbare Gelegenheit, um Verwandte und Freunde mit Geschenken zu erfreuen. Manch einer von uns hat einige Menschen, die er mit einer Gabe überraschen möchte und so gilt es in der Vorweihnachtszeit einen kühlen Kopf zu bewahren: Ideen sind gefragt, Geschenke sind auszuwählen und zu bestellen oder im Laden zu kaufen, einzupacken und zu verzieren, gelegentlich zu verschicken, wenn der Beschenkte weiter weg wohnt.

Verlierst du auch den Überblick, wem du was zu Weihnachten schenken wirst, wenn du es dir nicht notierst? Welche der Besorgungen du schon erledigt und welche du noch vor dir hast?

Mit dieser Liste wird dir das nicht mehr passieren! Du hast die Möglichkeit, all deine Lieben und ihre Geschenkewünsche oder geplanten Geschenke einzutragen und kleine oder größere Listen zu erstellen. Für die ultimativen Geschenkesammlungen ist ebenso Platz wie für kleine Aufmerksamkeiten. Wenn du die Geschenke besorgt / verpackt / verschickt hast, dann kannst du das entsprechende Kästchen abhaken.

Natürlich geht das auch mit einer schnöden Kugelschreiberliste auf einem Notizzettel. Aber diese hübsche Liste macht viel mehr Freude!

Hol sie dir mit einem Klick: Geschenkeliste (Sketchnotes)

Es gibt keinerlei Verpflichtungen für dich im Gegenzug, auch nicht das Eintragen in einen Newsletter oder Ähnliches.

Viel Spaß und Erfolg mit der Liste!