Montag, 23. März 2020

Brauchst du jemanden zum Reden? Lass uns telefonieren!


Hast du Ängste und Befürchtungen, über die du mit niemandem sprechen kannst? Fühlst du dich einsam und isoliert? Bist du entmutigt und leidest unter der Situation, wie sich sie gerade gestaltet? Fällt es dir schwer, die Sitatuation zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen? Quälen dich Schlaflosigkeit, Grübeleien und Sorgen? 

In der Woche vom 23.03.2020 - 29.03.2020 biete ich ein  

Sorgentelefon 

an und führe Gespräche mit Menschen, die ein offenes Ohr brauchen.

Die Gespräche sind vertraulich und kostenlos!

Wenn du mein Angebot in Anspruch nehmen willst, schicke mir eine E-Mail mit deiner Telefonnummer an: info@lindner-katharina.de

Ich rufe dich dann im oben genannten Zeitraum an. Bitte berücksichtige, dass es bei großem Andrang zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Ich melde mich aber auf jeden Fall bei dir.

Auf diese Weise möchte ich aktiv dazu beitragen, dass unsere Gemeinschaft neben dem gesellschaftlichen auch noch einen emotionalen Supergau verkraften muss und für diejenigen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, da sein. 

Bitte hab keine Hemmungen, dich zu melden, wenn du den Wunsch danach verspürst. Es herrscht sowieso gerade eine Ausnahmesituation. Du kannst und darfst alles tun, was sich für dich gerade passend anfühlt. Wir müssen jetzt näher zusammenrücken und füreinander da sein. 

Falls du unter einer psychischen Krankheit leidest, depressive Symptome verspürst und / oder Suizidgedanken hast, wende dich bitte an einen Arzt, Psychiater oder Therapeuten. In diesem Fall bin ich nicht der passende Ansprechpartner und darf und kann dir nicht genügend Hilfestellung geben!

Freitag, 20. März 2020

Bist du glücklich? Wie du das herausfindest.

Heute ist nicht nur Frühlingsanfang, sondern auch der Tag des Glücks. Da ich nicht nur Lehrerin für das Unterrichtsfach "Glück" bin, sondern mich auch als "Glücksbotschafterin" für alle Menschen verstehe und dies in meinen Coachings auch immer zu vermitteln versuche, war klar, dass es hierzu an diesem Tag einen Blogbeitrag geben muss.

Sollte man in Corona-Zeiten über Glück philosophieren?


Ich habe überlegt, ob es in diesen schwierigen und unsicheren Zeiten angebracht ist, über Glück, Optimismus und Lebensfreude zu schreiben, weil viele Menschen derzeit um ihre Gesundheit oder die ihrer Liebsten, ihre Arbeitsplätze oder die Zukunft fürchten. Ängste haben Hochkonjunktur und das ist auch nur allzu menschlich. Wie könnte man da das Glück unbeschwert und fröhlich in den Himmel loben?

Aber wisst ihr was? Das ist genau das Richtige! 

Wir brauchen Fröhlichkeit, Zuversicht und Kraft, um diese Zeit zu überstehen, als Individuen und als Gesellschaft! Ich möchte fast behaupten, derzeit ist nichts wichtiger, als sich mit Fragen rund um Erfüllung und ein zufriedenes Leben zu beschäftigen, damit wir seelisch gesund bleiben. Glück ist unsere Superwaffe, die wir selbst steuern. Gemeinsam mit Besonnenheit und Vernunft und mit der Unterstützung all der Menschen, die in Gesundheitssystem, Pflege und dem Handel für uns ihr Bestes geben, kann es uns gelingen, nicht nur gesund zu bleiben (oder wieder zu werden), sondern auch hoffnungsvoll und psychisch stabil. Nicht zuletzt stärkt die Konzentration auf Glück auch das Immunsystem!

Glück: Ein Definitionsversuch


Natürlich stellt sich zuerst die Frage aller Fragen: Was ist Glück überhaupt? Im Sinne meiner Arbeit versteht sich darunter nicht das Zufallsglück, das uns etwa trifft, wenn wir eine große Summe im Lotto gewinnen oder im Park beim Gassigehen dem Traumpartner begegnen. Glück meint, sich heiter, erfüllt und fröhlich zu fühlen. Das Gefühl, an dem Platz in der Welt, wo man sich gerade befindet, genau richtig zu sein. Wichtig zu sein für andere Menschen, Verbindung, Gemeinsamkeit und Nähe. Die Sicherheit, auftretende Probleme lösen zu können. An Herausforderungen nicht zu verzweifeln, sondern daran zu wachsen. Sinn und Erfüllung in dem zu finden, was man jeden Tag tut. Genießen, runterschalten, mit allen Sinnen wahrnehmen. Sich mit der Natur, der Schöpfung und den Menschen verbunden zu fühlen. All das ist Glück. Es gibt ein kurzes, großes Glück, das ekstatisch und laut daherkommt. Es raubt dir die Sinne und den Atem. Aber viel bedeutender ist das unscheinbare kleine Glück, das du in unzähligen Versionen im Alltag finden kannst. Du brauchst nur ein Gespür dafür, damit es dir auch auffällt!

Leider leben viele Menschen heute in einer so stressigen und oberflächlichen Welt, dass sie wie auf Autopilot durch ihre Tage hetzen und weder sich selbst spüren, noch eine Verbindung zu irgendwas oder irgendwem. Manchmal erliegen sie einem Scheinglück, etwa dem durch Erfolg, Geld, Macht oder Konsum und bleiben dann enttäuscht zurück. Dieses "Glück" ist von kurzer Halbwertszeit und hinterlässt ein hohles Gefühl, weil es einer Illusion nachjagt. Im Moment hält unser Land den Atem an. Wir sollten die Gelegenheit nutzen, um die falschen Glücksbringer einmal getrost links liegen zu lassen und uns einmal wieder auf das wirklich Wahre, Gute und Schöne zu besinnen!

Hier sind typische Anzeichen dafür, an denen du merkst, dass du gerade glücklich bist. In solchen Augenblicken bist du genau richtig, die Welt ist genau richtig und ein kleiner Stern geht am Himmel auf. Lass ihn nicht unbemerkt wieder untergehen, sondern nimm ihn bewusst wahr! Sei dankbar dafür und zeige deine Dankbarkeit! Es ist kein großes Geheimnis: Natürlich ist Glück eng mit Dankbarkeit verbunden, die beiden bedingen und pushen sich gegenseitig. Das gilt auch und gerade für das vermeintlich klitzekleine Glück, das wir oft zu selbstverständlich nehmen.

Wenn du glücklich bist:


  • Bist du stark, innerlich gefestigt und voller Energie. Nichts und niemand kann dich aufhalten. Ängste wirken beherrschbar. Zweifel haben keine Macht über dich. Was du anpackst, gelingt dir. Du weißt, wer du bist und was du kannst. Du könntest durchstarten wie ein Superheld.
  • Bist du unbeschwert, heiter, auf eine sinnliche und ruhige Weise fröhlich. Eine Melodie klingt durch dein Inneres hindurch und lässt dich die Welt bunt und herzlich erleben.
  • Bist du geduldig, offen und mitfühlend. Du hörst deinem Gegenüber zu und bist in der Lage, wechselnde Perspektiven einzunehmen. Verzeihen wird möglich, Konflikte klären sich.
  • Bist du konzentriert, fokussiert und kreativ. Ideen tauchen auf, du kommst in den FLOW-Zustand, genau zwischen Unter- und Überforderung und machst aus dem, was du gegenwärtig  tust, ein kleines Wunder. Du schaffst Neues und bringst Hoffnung und Frieden in die Welt. Denn zum Glück ist Glück hochgradig ansteckend!
  • Bist du neugierig, wissbegierig und lernbereit. Du fürchtest dich nicht mehr vor Fehlern und Erfahrungen. Du brennst darauf, voller Lust unbekanntes Terrain zu erobern.
  • Bist du entspannt und gelassen. Nichts bringt dich aus der Ruhe oder in Hektik. Du folgst deinem eigenen Tempo und empfindest dies als genau passend. 
  • Bist du körperlich gesund und im Gleichgewicht. Symptome von Krankheiten verschwinden oder gehen auf ein erträgliches Maß zurück. Dein Körper fühlt sich vertraut und wie ein Verbündeter an. Du nimmst deine Bedürfnisse wahr und erfüllst sie, ohne an der Notwendigkeit, gut für dich sorgen zu wollen, zu zweifeln. 
  • Bist du in ganz natürlicher Symbiose mit dem Ort verschmolzen, an dem du dich gerade befindest. Ob das der Wald, dein Arbeitsplatz, dein Schreibtisch oder das heimische Sofa ist: Du fühlst dich pudelwohl und möchtest nirgendwo anders sein! 
  • Bist du in einer Herzenswärme, die dich mit der Natur, deinen Herzensmenschen und manchmal sogar Fremden verbindet wie ein unsichtbares Band. Du spürst in beide Richtungen Liebe und Wertschätzung fließen.

Natürlich bedeutet Glück nicht, dass du herumläufst wie ein grinsender Affe auf Koks, Probleme negierst, Sorgen wegzauberst oder alles bekommst, was du willst. Es bedeutet vielmehr, dass du mit dir selbst, dem Zustand und der gegenwärtigen Situation und deinem Dasein im Ganzen im Reinen bist, ganz gleich, wie sich dieses Dasein gerade gestalten mag. Du bist dir selbst treu! Du formst dein Leben nach deinen Vorstellungen, locker und unverkrampft! Du bist authentisch und echt! Du handelst nach deinen Werten und dein Tun schenkt dir Erfüllung. Das ist Glück!

Glücklich werden


Und wie "kriegt" man es nun, das Glück? Das ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht glaubst! Das Glück kommt von selbst, wenn du dich dafür öffnest. Es existieren viele verschiedene Wege und sie sind sehr individuell, weshalb du in dich gehen und herausfinden solltest, welche Dinge DIR zu Glück verhelfen. Darüber hinaus gibt es viele Menschen, die Wege zum Glück sammeln und Schritte weitergeben, die sich bei anderen Leuten bereits bewährt haben. In Kürze stelle ich dir eine kleine Liste diesbezüglich zusammen. Ich hoffe, bis dahin weißt und spürst du genau, wie sich Glück für dich anfühlt. Sammle deine ganz persönlichen Glücksignale, damit du es bewusst wahrnehmen und genießen kannst!

Auch und gerade in Corona-Zeiten ist Glück die höchste Erfüllung, nach der du streben kannst! Glück ist ein immerwährender Prozess, kein Endergebnis. Glücklich sein zu wollen und aktiv dafür etwas zu machen, tut dir selbst gut, aber auch deiner Familie, deinem Umfeld und sogar der Gesellschaft, die sich dann vielleicht auch wieder in Gänze auf das Wesentliche besinnt. Ich wünsche dir alles Glück der Welt!

(Bildquelle)


Donnerstag, 19. März 2020

Mein Interview im Autorenhilfeforum

Ich bin die Nummer 16 des Events Twenty-Twenty auf der wunderbaren Seite Autorenhilfeforum und der entsprechenden Gruppe auf Facebook und durfte dort ein Interview geben. Es waren sehr interessante und gute Fragen, deren Beantwortung mir viel Spaß gemacht hat. Ihr erfahrt dort mehr über meine Persönlichkeit und meine Arbeit als Autorin.

 

Vielen lieben Dank für diese Möglichkeit der Vorstellung! 


Die Gruppe bei Facebook liefert übrigens für Autoren und alle, die sich für Themen rund um das Schreiben interessieren, regelmäßig wertvollen Content. Vorbeischauen lohnt sich!

Folge gern dem Link, wenn du das Interview lesen möchest: 

>>> www.autorenhilfeforum.com

Dienstag, 17. März 2020

Gesellschaftlicher Stillstand dank Corona - Wie du die Auszeit nutzen kannst

Es sind seltsame und unsichere Zeiten über uns hereingebrochen. Menschen haben Angst und wissen nicht, was auf sie zukommen wird. Bei manchen steigert sich diese Angst bis hin zur Panik und sorgt für blinden Aktionismus: Da werden Läden leergekauft oder es wird gegen behördliche Empfehlungen verstoßen - Hauptsache, man muss selbst nicht das Gefühl haben, auf etwas verzichten oder ein Opfer bringen zu müssen. Verzweifelt wird versucht, am gewohnten Alltag festzuhalten, um nur ja nicht eingestehen zu müssen, dass sich vieles von grundauf bereits geändert hat und sich in Zukunft womöglich noch mehr ändern wird. Der Egoismus mancher Menschen entlarvt sich in einer Krise leider besonders hemmungslos. Dabei sind die meisten nicht wirklich bösartig, sondern so getrieben von ihren Befürchtungen, dass ihnen der Zugang zu ihrem Verstand fehlt. Sie sind nicht mehr dazu in der Lage, besonnen und vernünftig zu handeln, oder sie wollen es nicht, weil ihr eigenes Wohl das einzige ist, was sie interessiert. Ängste umtreiben auch all jene, die tatsächliche Einbußen hinnehmen müssen, sei es nun persönlicher oder wirtschaftlicher Art. Für niemanden ist diese Zeit einfach.

Auf der anderen Seite ist eine unglaubliche Welle von Rücksichtnahme, Mitgefühl und Solidarität spürbar: Menschen bieten nachbarschaftliche oder gesamtgesellschaftliche Hilfe an. Im Internet finden Konzerte, virtuelle Museumsbesuche oder Gruppentreffen zu verschiedensten Themen statt. Viele Menschen halten sich an die Maßgabe des sozialen Rückzugs, um die Kranken, Alten und Schwachen zu schützen und nehmen die dadurch verursachten Nachteile ohne zu murren in Kauf. Informationen werden geteilt, Menschen gehen für völlig Fremde einkaufen oder mit dem Hund raus, die unermüdlich arbeitenden Kräfte im Gesundheits- und Pflegewesen werden völlig zu Recht als neue Helden gefeiert.

Keine Frage, eine Lage wie diese hat es noch nie gegeben und niemand kann uns eine Referenz für diese Situation zur Verfügung stellen. Wir lernen daraus, indem wir die Situation durchleben.

Um dir die Lage ein bisschen einfacher zu machen, folgen hier ein paar Ideen, wie du die gegenwärtige Situation nicht nur besser aushalten, sondern sie vielleicht sogar für dich nutzen kannst.

 

Nutze die Medien nur sorgfältig ausgewählt und sparsam dosiert.


Es schürt noch mehr Panik und Unsicherheit, wenn den ganzen Tag Fernseher oder Radio laufen oder sich die sozialen Netzwerke in jedem zweiten Beitrag über the big C auslassen. Wähle ein seriöses Medium, das du morgens und abends nutzt, um dich auf den neusten Informationsstand zu bringen. Dazwischen beschäftige dich mit anderen Themen. Die Welt wird auch weiterlaufen ohne dass du dich völlig verrückt machst, oder vielmehr: verrückt machen lässt.

Ziehe dich soweit es geht zu Hause zurück.


Die Vorgaben sind noch nicht verbindlich, möglicherweise kommt das noch. Aber auch wenn nicht, denk daran: Es geht darum, die Krankheitskurve nicht so explosionsartig steigen zu lassen, damit unser Gesundheitssystem handlungsfähig bleibt. Vielleicht wird ein Großteil von uns krank, aber dann lieber nacheinander - und nicht alle gleichzeitig! Auch für dich ist eine solche Entwicklung besser! Und für deine Eltern, Großeltern und alle Menschen, die du liebst. Deshalb nimm die Empfehlung ernst und verlasse dein Haus nur, wenn es unbedingt nötig ist. Konsum, Unterhaltung und Vergnügen sind verzichtbar und kommen dann wieder zum Zug, wenn die unmittelbare Gefahr vorüber ist. In meiner Familie gibt es viele Menschen, die zur Risikogruppe gehören. Ich würde und werde alles dafür tun, um sie zu schützen! Und wenn ich dafür auf den Cappucchino im Café, den Stadtbummel oder die Oper verzichten muss, dann mach ich das eben und es fällt mir auch kein bisschen schwer! Denkt bitte auch daran, dass auch Jugendliche und Kinder sich nicht treffen sollen. Je ernster wir diese Vorgaben umsetzen, umso eher besteht die Chance, dass der Spuk schnell vorbei ist.

Reflektiere und gehe in dich.


Das berufliche, soziale und gesellschaftliche Hamsterrad dreht sich gerade langsamer, zum Teil gar nicht mehr. Dies ist ein großes Geschenk und das wahre Gute in dieser schwierigen und schlimmen Situation! Vielleicht brauchtest du sowieso eine Auszeit, um dich mal auszuschlafen, um zu regenerieren, um aus dem Fenster zu sehen und die Vögel zu beobachten, um dir klar zu werden, wo in deinem Leben du gerade stehst und was du eigentlich wirklich willst. Schnapp dir ein Notizbuch und überlege dir: Was läuft noch nicht rund in deinem Leben, wie es sich bisher gestaltete? Was möchtest du ändern? Erarbeite konkrete, leicht umsetzbare und kleine Schritte. Hast du Ziele, Träume, Wünsche? Jetzt ist es an der Zeit, dich mit ihnen zu beschäftigen. Du siehst, wie fragil und unsicher das Leben tatsächlich sein kann. Lebe auf DEINE Art, wenn dein Leben am Ende einen Sinn gehabt haben soll! Was sind deine Talente und Fähigkeiten? Welche Tätigkeiten erfüllen und beglücken dich? In welchem Umfeld und mit welchen Menschen fühlst du dich wohl? Suche den Platz, der zu dir passt und begib dich Schritt für Schritt dorthin. Wenn du weißt, wo du wichtig und richtig bist, wird das sehr viel Klarheit und Energie in dir freisetzen, die du nutzen kannst, um an den für dich bestimmten Platz zu gelangen.

Ausmisten, sortieren, neu ordnen.


Dieser Punkt betrifft sowohl dein Umfeld als auch dein Leben: Gestalte daheim einen umfassenden Frühjahrsputz, bei dem du Altes, Kaputtes und Ungenutztes ebenso entsorgst wie hemmende Glaubenssätze, alte Ängste und unbrauchbare Gedanken. Mach deine Wohnung oder dein Haus hübsch, bring deinen Garten oder Balkon auf Vordermann, damit du im Frühling Freude an ihm hast. Schau deinen Besitz durch und entrümple gründlich. Putze und wische, wienere und ordne! Vergiss auch Papiere, Ablage und den Schreibtisch nicht. Wenn dein äußeres Umfeld wohlsortiert ist, geht es mit dir selbst weiter: Welche Aspekte, Menschen oder Situationen deines Lebens sind obsolet, belastend, ziellos oder sogar krankheitsfördernd? Kläre Konflikte, bezahle offene Rechungen - wörtlich und im übertragenen Sinn. Setze Prioritäten, suche Wege und Möglichkeiten, deinem wahren Ich und deinen echten Wünschen etwas näherzukommen. Setze diese Möglichkeiten um. Das Leben ist kurz! Dir bleibt nur diese eine Chance. Jetzt hast du die Gelegenheit, dir zu überlegen, wie du aus dieser einen Chance das für dich Beste herausholen kannst.

Jetzt ist Me-Time.


Nutze die Zeit, die nun plötzlich freigesetzt wird und gefüllt werden will, für dich selbst! Es gibt unzählige Dinge, die man auch allein daheim tun kann.
Hier ein paar Vorschläge:
  1. Ein gutes Buch lesen (Hast du nicht auch einen großen Stapel ungelesener Bücher? Die rufen schon nach dir! Mach es dir gemütlich und schalte einen Gang runter!)
  2. Filme und Serien gucken (Gern alte Klassiker, für die nie Zeit ist. Oder etwas Neues, was dich schon lange reizt?)
  3. Kochen oder backen (Probiere doch mal ein neues Rezept aus. Hochwertige Nahrung stärkt auch dein Immunsystem und jetzt kannst du tun, wofür im hektischen Alltag oft keine Gelegenheit bleibt.)
  4. Hobbys (Wann hast du das letzte Mal deine alte Gitarre rausgekramt? Das Strickzeug? Das Puzzle? Die Seifensiederei-Ausstattung? Die Modelleisenbahn? Immer ist alles andere wichtiger gewesen! Jetzt ist nicht mehr wirklich viel wichtig! Es herrscht ein Ausnahmezustand - warum nicht etwas tun, was dich glücklich macht?)
  5. Kontakte (Hol dir deine Lieben per Videotelefonie ins Haus! Vielleicht gibt es etwas zu klären oder zu besprechen? Oder ihr wollt euch einfach mal ausführlich austauschen? Dank der digitalen Vernetzung sind wir einander nah wie nie.)
  6. Weiterbildung (Nutze einen Online-Kurs zu einem Thema deiner Wahl. Nein, nicht, weil es deine Karriere vorantreibt. Sondern weil du so richtig, richtig Bock darauf hast!)
  7. Spiel mit deinen Kindern. (Kramt die Legobox raus oder Mensch-ärgere-dich-nicht. Verbringt die Zeit miteinander, die euch der eng getaktete Alltag oft nicht lässt.)
  8. Wellness (Geht immer wieder: Das Verwöhnprogramm im heimischen Badezimmer. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.) 
  9. Nichts. (Ja, genau. Sitz herum und lausche dem Ticktack der Uhr, die dich heute nicht mehr antreibt. Genieße die ersten Vorfrühlingssonnenstrahlen im Garten, auf dem Balkon oder am Fenster. Schließ die Augen. Träume und spinne, lass deine Gedanken wandern, fühle, wie frei und wahrhaftig du in Wirklichkeit sein kannst, wenn du es nur zulässt. Sei ganz da im Hier und Jetzt. Auch, wenn der Moment nicht perfekt ist, hat er doch immer etwas Schönes an sich.
  10. Gestalte Kunst! (Selbst in den dunkelsten Stunden bringen uns Pinsel, Buntstift oder jedes andere Medium ein bisschen Trost und Licht in die Welt. Zum Glück braucht es auch nur wenig, um deine Werke mit der Welt zu teilen! Das Internet macht es möglich! Ich finde, die Welt braucht die Kunst aller (!) gerade in Zeiten, wenn Galerien und Museen nicht mehr zugänglich sind. Lasst uns eine bunte Welt schaffen, in der Optimismus und Freude uns den Weg weisen! Mein jüngst entstandenes Bild soll dir eine Anregung sein.)

Sei nett, hilfsbereit und solidarisch.


Du bist fair und unterstützend für alle tätig, wenn du einfach nur daheim bleibst und dich um dich selbst und / oder deine Familie kümmerst. Aber vielleicht möchtest du auch aktiv deinen Mitmenschen helfen? Du findest über die sozialen Netzwerke dazu allerlei Gelegenheit.

Gelassen und cool bleiben.


Du darfst dir Sorgen um dich und deine Lieben machen, das ist nur allzu menschlich. Lass aber nicht zu, dass deine Gedanken dich in den Wahnsinn treiben! Besonnenheit und Vernunft werden dir und uns allen am besten dabei helfen, diese Zeit zu überstehen und gestärkt aus ihr hervorzugehen.

 

Liebe Leserin, lieber Leser, ich wünsche dir von Herzen das Allerbeste! Bleib gesund und sonnig im Herzen!


 




Freitag, 21. Februar 2020

Rezension: "Ich bleibe bei mir" von Anais C. Miller

Handlung:

 
Er spielt - sie liebt
Er lügt - sie glaubt
Er lacht - sie weint
Er flirtet - sie hofft
Er verletzt - sie verzeiht

Alkohol
Narzissmus
Depressionen
Drogen

Unzählige Arten der Abhängigkeit und Suchterkrankungen pflastern den Lebensweg unserer Mitmenschen. Oh weh, wenn wir uns in einen von ihnen verlieben. Bei Rebecca war es die Co-Abhängigkeit zu einem Mann, der bereits in jungen Jahren unter schweren Depressionen sowie einer unheilbaren Alkohol- und Drogensucht litt.
Wie alle Betroffenen glaubte auch sie daran, mit ihrer Liebe ihren geliebten Freund von seinen inneren Dämonen befreien zu können. Ihre Geschichte geht hin bis zur Selbstaufgabe. Rebecca verlor all ihr Geld, ihren Glauben und schlussendlich den Menschen, den sie über alles liebte.
Die junge Frau schildert rückblickend sehr offen und ehrlich den Leidensweg ihrer verlorenen Liebe.
Eine erschütternde, aufrüttelnde und tragische Geschichte zugleich. Erzählend vom Trugschluss, Liebe könne eine verlorene Seele aus ihrer Isolation befreien/retten, wenn wir uns nur stark genug für den Menschen einsetzen, den wir lieben.

Dieser Roman wurde nach einer wahren Begebenheit erzählt.

Das Buch ist für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.

Es beinhaltet explizite Szenen sexueller Handlungen, emotionalen und körperlichen Missbrauchs.
Für zartbesaitete Leser NICHT geeignet!

Teil 1 von 2 !!

 

Mein Eindruck:


Rebeccas Lebensgeschichte ist harter Tobak. Die junge Frau hat ihr Leben lang Missbrauch und Gewalt erlebt und ist psychisch massiv beeinträchtigt. Durch eine eindringliche Ich-Erzählerin wird uns Rebeccas Schicksal schonungslos und direkt nahegebracht: Die Vergewaltigungen durch den Vater, das Wegsehen der Mutter, die Quälereien und schließlich der Mordversuch durch ihren Partner Achim sowie ihr erfolgloser Selbstmordversuch lassen Rebeccas Leben zu einer einzigen Odyssee durch Misshandlung, Unterdrückung und Selbsthass werden.
Die Fakten sind krass und nichts für sensible Gemüter. 

Die Erzählerin bedient sich einer derben Sprache, die teils in die Fäkalsprache abgleitet, um die Heftigkeit der Gefühle besonders zu betonen. Und es sind viele Gefühle: Einerseits sprechen aus Rebecca Hass und Wut, sogar gegen völlig fremde Menschen, andererseits finden sich Schuld, Scham, die Sehnsucht nach Liebe und Mitgefühl mit anderen, die ebenfalls Schlimmes erleben. Sie ist hin und hergerissen zwischen ihrem Wunsch nach Liebe und Berührung und ihrer Angst vor Nähe, die sich auch in Flashbacks widerspiegelt. Sie beweist Zivilcourage, gibt sich dann aber wieder in Situationen selbst völlig auf, die man als gesunder Mensch nur schwer nachvollziehen will. Man möchte meinen, dass sich durch die jung erblühte Liebe zu dem Junkie „Sonne“ nun endlich alles zum Guten für die Mittzwanzigerin wendet, doch auch die schönen Momente voller Geborgenheit, Zuneigung und erfüllendem Sex sind von der Ahnung überschattet, dass auch dieser Mensch – ihre letzte Zuflucht – sie mit sich in den Abgrund reißen wird. 

Anais C. Miller verleiht ihrer Protagonistin eine Stimme, die direkt aus der Blase ihrer dunklen Gedanken erzählt, in der sie sich permanent befindet. Es gibt keine Farben in ihrer Welt, nicht einmal Schwarz und Weiß oder grau abgestufte Zwischentöne, sondern nur die Finsternis. Über dem Glück des Augenblicks droht eine neue Hölle, die uns sicherlich im zweiten angekündigten Teil präsentiert werden wird. Sonne agiert genau so, wie ein Junkie es tun würde und hat für Rebecca nicht nur Küsse und Kuscheln im Gepäck, sondern auch harte Drogen, Prostitution, den sozialen und finanziellen Absturz und einen erneuen psychischen Zusammenbruch. All das wird bereits im ersten Teil angedeutet. 

Die Mechanismen und Hintergründe, warum und wie jemand in eine psychische Abhängigkeit rutscht, sind nachvollziehbar beschrieben. Auch die Milieubeschreibungen gefallen mir. Die Protagonisten sind stereotyp: Die Geprügelte, der Junkie, der Schläger, die Verrückte, der unfähige (sogar missbräuchliche) Therapeut, usw., aber das passt gut, weil man sich so auf die Handlung konzentriert.

Die Erzählersicht bleibt bis zum Schluss eine konsequent einseitige – wir erfahren die Begebenheiten ausschließlich aus der Sicht des Opfers und das ist vermutlich auch die Intention der Autorin: Der echten Rebecca eine Stimme zu geben, die sie bislang im Leben niemals hatte.  Dadurch, dass der Erzähler direkt aus dem Kopf von Rebecca zu erzählen scheint, steht auch der Leser ganz nah am Geschehen und empfindet wohl mehr als einmal ein Schaudern, das über den Rücken läuft.

Die Plotstruktur ist etwas chaotisch. Es wirkt tatsächlich so, als ob ein Mensch direkt erzählt, ohne sich um die erzählerische Gestaltung zu kümmern. Stilistisch ist das Buch überbordend gestaltet: Der Text fließt geradezu über von Metaphern, Bildern, unzähligen Adjektiven. Wie alles ist natürlich der Stil auch immer Geschmackssache: Er passt gut zur extrem subjektiven Erzählperspektive. 

Fazit:


Anais C. Miller will aufrütteln und mit Tabus brechen. Durch ihre Geschichte und ihre Art zu schreiben gelingt ihr das, denn die Aufmerksamkeit des Lesers für Rebeccas Martyrium ist ihr sicher. Das Buch schenkt ein außergewöhnliches Leseerlebnis für Menschen, die sich gern mit extrem harten Schicksalen beschäftigen. 


Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt. Dafür danke ich herzlich. Meine Meinung hat dies nicht beeinflusst.


Quelle Handlung und Cover: Amazon

Dienstag, 4. Februar 2020

Rezension: "Be mine, Valentine" von Sandra Cugier

Handlung und Cover:


Morten Detlefsen ist einer der begehrtesten Junggesellen im dänischen Aalborg. Als er eines Abends kurz vor Ladenschluss noch schnell Blumen für seine Mutter besorgt, begegnet er der Floristin Valentine. Völlig fasziniert von ihr und ihren weiblichen Kurven lädt er sie zu einem Cappuccino ein. Nach einem gemeinsamen heißen Wochenende sieht sie ihn mit einer Blondine, Typ Topmodel, Arm in Arm an ihrem Laden vorbeibummeln und lässt ihn daraufhin ein um das andere Mal abblitzen. Doch typisch Mann, hat er keine Ahnung warum! Wer ist die schöne Blondine und wird Morten es schaffen, Valentine zurückzuerobern?

Eine heitere Romanze mit den typischen Selbstzweifeln einer Frau, die sich nicht schlank und schön genug für einen heißen Kerl wie Morten fühlt.


Mein Eindruck:


Es macht großes Vergnügen, diese locker-leichte Liebesgeschichte zu lesen!
Eine unkomplizierte, einfache Handlung, ein watteweiches Setting, viel Gefühl und prickelnde Erotik! Freilich sind die Figuren Stereotype: Der attraktive, starke Mann mit den vollendeten Manieren und wunderbar ehrlichen Absichten! Die hübsche Frau mit Kleinmädchencharme, die nicht ahnt, wie zauberhaft ihre Ausstrahlung für alle Menschen um sie herum ist und die völlig zu Unrecht an sich selbst zweifelt. Eine plötzlich entflammte Liebe, die durch rasendes Begehren gekrönt und zur Perfektion getrieben wird! Die schönen Dinge sind "himmlisch", die schlimmen Erfahrungen "grausam" - dazwischen gibt es keine Zwischentöne. Doch die will man vielleicht auch gar nicht haben, denn in unserer Gesellschaft, in der immer nur Leistung, Prestige und Fassade zählen und Gefühle ein fast schon verbotenes Dasein im Schatten fristen, braucht es solche Bücher, um ein sanftes Gegengewicht aus Humor und Zuneigung zu schaffen.

Vieles im Buch ist nicht neu, aber die Lektüre kommt so zuckersüß daher, als wäre sie eine Bootsfahrt durch ein klebriges Bonbonschlaraffenland. Sie berührt selbst Pragmatiker und Realisten im Herzen, die vielleicht nicht zugeben, dass sie solche Geschichten mögen, sie aber doch heimlich unter der Bettdecke lesen. Denn tief im Herzen wünscht sie sich jeder einmal, diese heftige, unverblümte, wunderbare Liebe, gern sogar für den Rest des Lebens!
Somit dient "Be mine, Valentine" auf eine sehr unterhaltsame Art auch als Werkzeug, mit eigenen Sehnsüchten und Wünschen umzugehen. Glaubwürdig wird der Roman trotz seiner Gefühlsspitzen, weil der Zustand des heftigen Verliebtseins ja tatsächlich so daherkommt: abgehoben und überschäumend, sodass Beobachter von außen gern mal mit einem milden Lächeln den Kopf schütteln angesichts der tanzenden Hormone - bis sie selbst in einen solchen Sog geraten.

Sandra Cugier bedient sich einer klaren, unverschnörkelten Sprache und vor allem ihre erotischen Szenen sind mit Leidenschaft und Fingerspitzengefühl formuliert. Die Szenen sind im Wechsel aus der Sicht beider Hauptfiguren geschrieben, was dazu führt, dass nicht nur die Handlung konsequent vorangetrieben wird, sondern dass man sich auch gut in beide Personen hineinversetzen kann.
Ich mochte die Figuren und die Umgebung, die Grundidee, den Twist, der zum Höhepunkt hinführt und das Ende. Ein wirklich romantischer Lesegenuss!

Fazit:


Wer in einer geschmack- und gefühlvollen Lovestory schwelgen will, ist mit diesem Buch sehr gut beraten! Eine mächtige Portion Liebe wird mit der Lektüre frei Haus geliefert, die gut unterhält und angenehm behagliche Stunden bereitet.

Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt. Dafür danke ich an dieser Stelle noch einmal herzlich. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Quelle Handlung und Bild: Amazon