Donnerstag, 10. Oktober 2019

Exklusiv! Die erste Leseprobe von "Fredi - Wundersame Zeitreisen durch die Eisenacher Geschichte"


(Dieser Beitrag enthält Buchwerbung.)

„Alles falsch gemacht!“, denkt sich Hanna, Enddreißigerin, wenn sie auf ihr bisheriges Leben zurückblickt. 

In ihrem Job als Fotografin wird sie als Aushilfe missbraucht, ihr langjähriger Freund hat sie verlassen, mit ihrer Familie liegt sie im Clinch, Freunde hat sie nicht. Viele Träume haben sich nicht erfüllt. Hanna ist kinderlos, allein, frustriert und gelangweilt. Schließlich stellen sich auch noch unangenehme Schlafstörungen ein.

Und in einer dieser quälenden Nächte taucht er auf:

Fredi, die Puppe aus Hannas Kindheit, einst in eine Kiste auf dem Dachboden gestopft und längst vergessen. Fredi fordert Hanna zu einer Mission auf: Sie soll Zeitreisen in ihre Heimatstadt Eisenach unternehmen und dabei Gegenstände sammeln, die sie braucht, um ein Rätsel zu lösen, das ihr ganzes Leben verändern wird. Zunächst ist Hanna nicht begeistert, doch nachdem sie Persönlichkeiten wie der Heiligen Elisabeth, Martin Luther, Johann Sebastian Bach, Johann Wolfgang von Goethe oder Richard Wagner begegnet, beginnt sie, Einiges über sich selbst und ihr Leben zu lernen…

Sprechende Puppen, die als freundlicher Ratgeber fungieren. Begegnungen mit berühmten historischen Persönlichkeiten. Bedeutsame Ereignissen wie der Hexenverbrennung, der Pest, dem großen Feuer und Napoleons Pulverexplosion, den Bomben im Zweiten Weltkrieg und den Schrecken der DDR-Diktatur am eigenen Leib miterleben. Gibt’s nicht, sagst du? In meiner Welt schon! Du findest sie zwischen zwei Deckeln in einem leselustvoll üppigen Buch mit schlichtem Cover und einer spannenden Story!

Begleite Hanna auf ihre atemlosen Abenteuer, die Einfluss auf ihr ganzes Dasein nehmen! Beobachte, wie sie versucht, ihre Mission zu erfüllen! Tauche in die historischen Gegebenheiten ein, als wärst du live dabei! Hand aufs Herz: Zeitreisen will doch jeder mal ausprobieren!

Ich wünsche dir viel Freude bei der Lektüre!




Mittwoch, 9. Oktober 2019

Warum das Schulfach "Glück" dringend nötig ist

Wie oft hört man von Schülern die gestöhnte Aussage: „Herrgott, wofür brauch ich das eigentlich alles später einmal?“ und ehrlich gesagt, haben sie damit gar nicht so unrecht.

Natürlich sollte ein Schulabgänger einen fehlerfreien Brief verfassen können, Prozentrechnung beherrschen und sich auf Englisch leidlich verständigen können. 
Genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger, ist jedoch die charakterliche Entwicklung: 

Wer bin ich und was sind meine Stärken? 
Wo will ich hin im Leben? 
Was sind meine Werte, Ziele, Träume? 
Wie löse ich ein Problem, wenn eines auftritt? 
Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um? 
Wie kann ich mich entspannen, wenn ich gestresst bin? 
Wie wäge ich Entscheidungen ab? 
Worauf lege ich meinen Fokus, wenn es um meine Lebensgestaltung geht? 

Am Rande dieser Fragen befinden sich weitere Aspekte von Meditation und gesunder Ernährung bis hin zu Selbst- und Zeitmanagement oder einer vernünftigen Streitkultur. 

Während wir die Integralrechnung und Goethes „Faust“ an deutschen Schulen vermitteln, bleiben Bereiche wie die genannten jedoch völlig brachliegen. Sie sind im Lehrplan nirgends verankert, weil sie keine Rolle zu spielen scheinen. Die persönliche Entwicklung der jungen Menschen bleibt auf Seiten der Familie verankert und ist für die schulische Karriere irrelevant.

Doch wo, wenn nicht in der Schule könnten Kinder Fähigkeiten wie Mitgefühl, Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit und Durchhaltevermögen lernen? Eltern können ihrem Nachwuchs häufig kein gutes Vorbild sein, weil sie diese Dinge oft selbst nicht beherrschen. Es wäre ein gangbarer Weg, deutsche Schulen umzustrukturieren, indem Unsinniges und Unbrauchbares aus den Lehrplänen gestrichen und die persönliche Entwicklung dafür aufgenommen würden. Gern mit wissenschaftlich-akademischem Unterbau und praktisch umsetzbaren Handlungsanweisungen!

Der ehemalige Schuldirektor Ernst Fritz-Schubert hat dies an seiner Schule in Heidelberg im Jahr 2007 getan. In den letzten Jahren sind ihm viele Schulen in mehreren Bundesländern gefolgt. Pädagogen schauen über ihren Tellerrand und bringen das Zwischenmenschliche und Persönliche in ihre Arbeit ein: Sie helfen Kindern und Jugendlichen, sich im Leben zu orientieren. Sie schaffen Vorbilder, zeigen Wege auf und stärken die jungen Seelen, die sich so nicht nur selbst besser kennenlernen, sondern auch die Freude an der Schule auf ihre Weise entdecken. Konflikte können entschärft und Beziehungen gestärkt werden. 

Inzwischen gibt es längst Studien, die bestätigen, wie erfolgreich der Ansatz ist, die Lebenskompetenz von Schülern zu verbessern: Sie sind offener, ausgeglichener und mitfühlender. 

Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden gesellschaftlichen Verrohung in den nachfolgenden Generationen werden positive Gefühle umso wichtiger: Wer glücklich und zufrieden ist, neigt nicht zu Gewalt oder Herabsetzung Anderer. Wer seinen eigenen Weg kennt und zielstrebig verfolgt, hat keinen Grund, sich zu verweigern oder Stress zu provozieren. 

Offenheit, Verständnis, Selbstvertrauen und innere Stabilität können erlernt werden. Und zwar lange, bevor verzweifelt nach Sozialpädagogen und Therapeuten gerufen wird, weil die Schulen mit überforderten Burnout-Kindern oder sozial unverträglichen Verweigerern überflutet werden. 

Die Zahl der psychiatrischen Störungen bei Kindern hat zweifellos zugenommen. Eine durchschnittliche Klassenliste heutzutage liest sich wie der Index aus dem ICD-10 Kategorie F, es sind nahezu alle Bereiche aus den kinder- und jugendpsychiatrischen Störungen sowie den Entwicklungsstörungen abgedeckt. Eltern und Lehrer kriegen die Auswirkungen tagtäglich zu spüren, ohne dass eine Möglichkeit bestünde, diese Entwicklung einzudämmen.

Bitte sehr, liebe Entscheidungsträger: Hier ist eine Möglichkeit! Etabliert das Schulfach „Glück“ nach dem Heidelberger Vorbild in den Curricula aller Schulformen und die Lage wird sich deutlich entspannen! Orientiert euch an dem Plan, jungen Menschen den Weg ins Leben zu erleichtern, statt Rektoren, Lehrern und Schülern eure reaktionären Vorstellungen, wie eine "richtige Schule" zu sein hat, weiter (an der Realität vorbei) aufzuzwingen. Schult die Lehrer und schulischen Mitarbeiter, sodass sie dazu in die Lage versetzt werden, Glück zu lehren! Ein angenehmer Nebeneffekt ist dabei, dass auch die Lehrer dabei wie von selbst ein bisschen glücklicher werden. Denn - oh, Wunder! - auch unter den Lehrern haben die psychischen Erkrankungen zugenommen. Und wer einmal ganz genau hinschaut, was in den Schulen los ist, der versteht sehr schnell, warum!
Zumindest für eine ernsthafte Debatte zum Thema ist es höchste Eisenbahn! Die Schulen von heute steuern nicht auf einen Abgrund zu - sie stehen schon mit beiden Beinen im Loch, und zwar mindestens bis zu den Hüften!

Dienstag, 8. Oktober 2019

Was Geschichten uns schenken

Seit jeher begeistern sich die Menschen für Geschichten. Schon vor Urzeiten saßen die Familien um das Lagerfeuer herum und lauschten den Ältesten, die allerlei zauberhafte, gruselige und interessante Dinge zu erzählen hatten. In solchen Momenten traten die nicht ganz einfachen Lebensbedingungen, unter denen die Menschen zu jeder Zeit litten, ein Stück weit in den Hintergrund. Es gab nichts weiter als diese Stimme, die in magische und fremde Welten entführte. Bedeutsam war nur noch dieser Erzähler, der ein ganzes, völlig neues Universum vor den Augen seiner Zuhörer entfaltete.

Heute sitzen wir nicht mehr um Lagerfeuer herum, (es sei denn, es handelt sich um eine laue Sommernacht mit Grillzeremonie, Gitarrenliedern und dem ein oder anderen zwischenmenschlichen Drama zu fortgeschrittener Stunde). Wir sitzen in rückenschonenden Bürostühlen vor dem Computer, an einem klapprigen Kantinentisch oder zu Hause auf dem durchgerungsten Sofa. Aber wir hören immer noch gern Geschichten. Einige von uns lieben Geschichten derart, dass sie einen Großteil ihrer freien Zeit neben tausend Verpflichtungen dafür verwenden, ihre Nase in ein Buch zu stecken und sich aus der echten Welt eine Zeitlang auszuklinken. Andere lieben Geschichten noch ein bisschen mehr und schreiben selbst welche für die Menschen, die hungrig auf neue Geschichten sind.


Warum tun Menschen das? Erzählen und zuhören? Aufschreiben und lesen?
Geschichten sind nichts Reales. Es sind Hirngespinste, die man nicht anfassen kann. Sie sind kein Produkt, das man pflegen, tauschen, verschenken oder wegwerfen kann. Sie sind Gedanken in einem Kopf, die jemand teilt. Und doch schaffen sie es, aus ihrer schwammigen Existenz heraus, sich in uns festzukrallen. Sie unterhalten und bereiten Freude, sie trösten und lehren, sie schaffen ganz eigene Welten ohne Grenzen. Sie sind greifbar gewordene geistige Substanz und ein großes Abenteuer. Bestimmt ist eine der größten Errungenschaften der Menschen seine Fähigkeit, Geschichten zu erzählen. Ob an einem Lagerfeuer unter Nomaden oder auf einem plüschigen Sofa im Kreis der Familie:

Erzählt Geschichten! Lest Bücher! Lasst euch darauf ein, denn nichts ist so gewaltig und grenzenlos wie die Fantasie! Eure und die von Menschen, die sich die Zeit genommen haben, ihre Geschichten zu Papier zu bringen.

Denn manchmal gibt es nichts weiter, als diese Stimme, die in magische und fremde Welten entführt.

(Bildquelle)