Montag, 25. Oktober 2021

Mein kleines Schriftstellerteam: eine Vorstellung

Auch, um einmal "Danke" zu sagen, möchte ich heute mein klitzekleines Team vorstellen, das gemeinsam viel Zeit und Energie investiert, um meine Bücher auf den Markt zu bringen.

Ich bin die Autorin. Ich denke mir die Geschichten aus, bringe sie in eine Struktur und schreibe das Buch. (Wenn du wissen möchtest, wie ich dabei vorgehe, kannst du dies in meinem Artikel Wie schreibe ich ein Buch? nachlesen.)

Aber meine Bücher wären nicht veröffentlichungsreif, wenn es diese Menschen in meinem Leben nicht gäbe:

Meinen Lektor:

Mein Vater, Matthis Hoffmann, lektoriert all meine Romane - und er tut das mit sehr viel Liebe, Akribie und Sorgfalt. Er findet nicht nur Tippfehler und blöde Formulierungen, sondern fahndet auch wie ein Trüffelschweinchen nach Ungereimtheiten, schlaffen Spannungsbögen, Logikfehlern und blassen Figuren. Gemeinsam besprechen wir Änderungen und den letzten Schliff. Er ist immer ehrlich in seinem Urteil, aber niemals verletzend.

Meine Coverkünstlerin:

Mit ihrem künstlerischen Talent gestaltete meine Mutter Ramona Hoffmann, die leidenschaftlich gern stimmungsvolle Landschaftsbilder malt, schon einige meiner Cover und verlieh ihnen damit eine ganz eigene Handschrift und einen besonderen Zauber. Sie zeichnet veranwortlich für das ansprechende Äußere von "Die Apfelblütenfee""Der Tag, an dem alle Farben verblassten" und "Im Schattenreich der Llorona". Ich liebe ihre farbenfrohen Fantasieorte und hülle meine Texte nur zu gern in die herrlichen bunten Gewänder.

Meine Beta-Leserin:

Meine Autorenkollegin und Freundin Daniela Mattes, die selbst schon unglaublich viele gute Bücher der verschiedensten Genres auf den Markt gebracht hat, steht mir als kritische und beratende Betaleserin zur Seite. Ihre Erfahrung und ihr Können sind für mich sehr wertvoll und bereichernd.

DANKE.

Nun mag man einwerfen, das sind ja keine Profis, wo bleibt da wohl die Qualität? 

Aber wisst ihr was? 

Für mich SIND es wahre Profis, die nicht nur ihr Wissen und Können bereitstellen, sondern darüber hinaus auch ein Stück ihres eigenen Herzens in meine Bücher stecken. Und das macht sie für mich nochmal ein Stück kostbarer.

Meine Eltern haben mir nicht nur das Leben geschenkt, mich großgezogen und sich um mich gekümmert (das tun sie zum Glück immer noch) - sie sind auch unentbehrlich für mich, wenn es um meine Schriftstellerei geht. 

Und meine Freundin Daniela ist nicht nur ein unverzichtbarer Schatz, mit dem ich mich in Sachen Bücher (und weit darüber hinaus!) austauschen und ausprobieren kann, sondern sie hat mir auch jenen wichtigen Weg ins Selfpublishing aufgezeigt, der mir letztlich die Unabhängigkeit als Indie-Autorin geschenkt und dafür gesorgt hat, dass ich aus eigener Kraft einen meiner größten Träume verwirklichen konnte.

Es ist ein Segen, wenn Talente sich nicht nur entfalten dürfen, sondern auch in einer engen und effizienten Bindung Hand in Hand gehen und gemeinsam etwas Tolles auf den Weg bringen.

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Rezension: "Dein kreativer Avatar" von Katharina Boguslawski

Inhalt:

Wie du innovative Ideen generierst und
andere von ihnen überzeugst

Du findest in diesem Buch:

▪ Fachwissen über Kreativität verständlich erklärt
▪ nachvollziehbare Schritt-für-Schritt-Anleitungen
▪ aussagekräftige Selbsttests
▪ nützliche Checklisten
▪ unterhaltsame Quizze
▪ eine 5-Tage-Challenge
▪ Key Take-aways am Ende des Kapitels

Außerdem noch Tipps, Merksätze und inspirierende Zitate

Mein Eindruck:

Den kleinen Kreativschatz habe ich tatsächlich schneller verschlungen als einen Spagettieisbecher beim Italiener und das hat durchaus seine Gründe. Das (leider viel zu kurze ... 😊 Ich bitte herzlichst um einen zweiten Teil!) Buch ist selbst ein Paradebeispiel für gelebte und ausgelebte Kreativität, quasi ein Beispiel am lebenden Modell! Und es ließ mich nicht mehr los, nachdem ich auch nur den ersten zaghaften Blick hineingeworfen hatte.

Denn es zündet, wohldurchdacht und liebevoll gestaltet, von der ersten bis zur letzten Seite ein kleines Ideenfeuerwerk: Unzählige Ideenraketen schießen in den Himmel des Leserhirns und werden direkt nacheinander gezündet. Sie sind präzise ausgerichtet, treffend platziert und leuchtend genug, um als Lichtschein auch noch dann zu verweilen, wenn die Rakete selbst längst verglüht sind. Einiges von dem erklärten Wissen kannte und wusste ich bereits, anderes noch nicht, aber alles ist so ansprechend und in kleine Häppchen aufbereitet, dass ich mir gern auch bereits Bekanntes nochmal erklären ließ.

Katharina Boguslawksi ist ganz offensichlich eine Expertin auf ihrem Gebiet: Deutlich erkennbar verfügt sie über weit mehr Hintergrundwissen, als im Buch selbst direkt enthalten ist. Dieses gefüllte "Basislager" als Ausgangspunkt ist spürbar und lässt natürlich auf weitere Bücher hoffen! Die Autorin weiß, wovon sie spricht und hat das Thema tief durchdrungen, weshalb sie in Form eines unterhaltsamen, humorvollen Textes viel Wissen über Kreativität vermitteln kann. 

Dieses Wissen zeigt sich gleichermaßen theoretisch wie praktisch, denn das Buch wurde neben den sofort umsetzbaren, vielfältigen Ideen auch mit Listen, Checklisten, anschaulichen Beispielen und inspirierenden Zitaten ergänzt. Interaktive Möglichkeiten erweitern das Angebot zusätzlich. Alles in allem eine gewaltige Menge an unterschiedlichem Input, mit dem man sich austoben und lustvoll ausprobieren kann.

Darüber hinaus ist es ein Vergnügen für das Auge: Mit sanften Farben, passenden Grafiken und einer übersichtlichen Struktur macht "Dein kreativer Avatar" die Lektüre zu einem echten Vergnügen und das soeben Erlernte bleibt noch besser hängen.

Fazit:

Ich finde das Buch großartig, sehr inspirierend, lehrreich, praxis- und lebensnah, außerordentlich attraktiv und unterhaltsam! So, und jetzt krame ich unter meinen Notizbüchlein eins für meine künftigen spritzigen Einfälle hervor, denn auf die Art gepuhst wird mein Hirn bestimmt in Kürze noch ganz neuen spannenden Output produzieren!

Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt, wofür ich von Herzen danke. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

Quelle Cover

Montag, 18. Oktober 2021

Ein Porträt: Wie Anne Vonjahr und ihr Team von Welt von Beyond sich in mein Herz schlichen und dort eine erstaunliche Wirkung entfalteten

Dies ist Werbung, aber keine, für die ich bezahlt werde.

Nein, ich bin tatsächlich so begeistert von den Aktivitäten der Welt von Beyond, dass es mir nicht mehr genügt, sie jeden Tag Teil meines Lebens sein zu lassen. Ich möchte meine Entdeckung teilen, weil ich fühle, dass sie die Kraft hat, das Leben ganz vieler Menschen zu beeinflussen, Entwicklungen voranzutreiben und die Welt ein kleines Stückchen aus ihren gewohnten rostigen (und zum Teil ausgedienten) gedanklichen Angeln zu heben.

Wie ich auf Anne und ihre Welt von Beyond stieß:

Ich begegnete Anne zufällig auf Youtube, aber weil es ja keine Zufälle gibt, nehme ich einfach mal an, dass es sich einfach zu genau diesem Zeitpunkt genau so hatte ereignen sollen. Ich höre und schaue sehr viele Videos und Podcasts über meine Themen und wie es dann so ist, gleitet man ja von einem zum anderen und von Hölzchen zu Stöckchen... Mal ist Minderwertiges oder Nutzloses dabei, mal bleibt man ganz fasziniert hängen und manchmal hebt man einen Schatz! Und dies war so ein Schatz!

Gleich morgens um acht an meinem freien Tag kamen mir beim Bügeln, das ich mir mit dem Hören von Podcasts aufhübschen wollte, die Tränen, und ich war erstaunt und erschrocken, weil Bügeln zwar nicht die schönste Sache der Welt ist, aber doch auch in der Regel nicht zum Heulen führt. Ich dachte: "Verflixt, woher weiß sie das alles über mich? Hat sie Kameras und Wanzen in meinem Haus installiert oder vielleicht einen Zauber über mein Herz gelegt, auf dass es sich ganz und gar freiwillig über Raum und Zeit hinweg offenbart?" 

Natürlich hatte Anne das nicht, sondern sie sprach über ihre eigenen Erfahrungen, die den meinen ähnelten, eben weil es universelle Erfahrungen sind, die wir wohl alle kennen. Ihnen liegen die gleichen kosmischen Regeln und psyschischen Strukturen zugrunde - und es ist gut, dass uns jemand diese vor Augen führt, wenn sie uns gerade entfallen sind, weil sich in uns und um uns herum gerade so viel ereignet!

Durch die Art, wie Anne diese universellen (und damit auch meine) Erfahrungen thematisierte, fühlte ich mich gesehen und verstanden. Ich fühlte mich getröstet, weil das, was sich in mir tat (rein "zufällig" natürlich ein ziemlich quälender Entscheidungsprozess, der aktives Handeln erforderte, zu dem ich mich nicht imstande fühlte), auf ein Echo in der Welt stieß. Dieses laute "Hey, erinnere dich daran, wer du bist und warum du hier bist!", war kaum zu überhören. Es gelang mir durch die zauberhafte Geschichte, in meine eigene Mitte zurückzukommen und dem Leben das gewohnte Vertrauen auch ein weiteres Mal zu schenken, sodass ich bald wieder geborgen im Schoß meiner ganz persönlichen Wahrheiten zu meiner alten Kraft zurückfand.

Anne weiß nicht nur, wie Menschen sich fühlen. Sie sagt uns auch, warum wir uns so fühlen und welche Möglichkeiten es gibt, um diese Gefühle zu heilen! Und sie bringt auch Gedanken und Emotionen ans Licht, die zuvor im Unbewussten verborgen ihr Unwesen getrieben haben und meistens ziemlich froh darüber sind, wenn sie sich endlich mal zeigen dürfen.

(Es handelte sich übrigens während meiner gefühlsduseligen Bügelei um das Video Hindernisse: Soll ich weitergehen oder aufgeben?)

Eine einzigartige Mischung:

Das war der Anfang. Von jenem Tag an hörte ich die Videos und Podcasts ständig: auf dem Arbeitsweg, beim Malen und Basteln, bei der Hausarbeit und manchmal auch einfach nur so. Ich denke, es ist diese einzigartige Mischung, die mich fasziniert: 

Zum einen ist Anne mit ihrer sanften Stimme eine begnadete Erzählerin, die ihr Wissen in eine mystische, tiefgehende Welt verpackt, welche sich im eigenen Inneren spiegelt: Ehrlich gesagt, habe ich mich seit Harry Potter nicht mehr so verzaubert gefühlt, und das fängt bei den Bildern an, transportiert sich über die Musik und das Intro / Outro und endet natürlich bei den Geschichten selbst. Mystisch und psychologisch knüpft die Welt von Beyond da an, wo wir gerade stehen und holt uns ab (wie es in der Pädagogik immer so schön heißt), um uns neue Möglichkeiten zu offenbaren, die schon immer da waren, die wir aber bislang jedoch vielleicht nicht sehen konnten. 

Dieses unfassbar vielseitige, umfassende Wissen, das Anne mit der Welt teilt, ist eingebettet in Geschichten, die ein wundervolles Buch ergeben, wie jenes Märchenbuch, das mein Vater mir als Kind zum Einschlafen vorlas! Die Geschichten selbst sind - und das sage ich mit dem Blick der Autorin UND mit dem Herzen - in Inhalt, Struktur, Rhythmus und Sprache einmalige kleine Kostbarkeiten, die mit einem klugen Verstand und sehr viel Emotion gestaltet wurden.

Zum anderen tritt Anne glaubwürdig und authentisch auf. Sie teilt immer wieder ihre eigenen persönlichen Erfahrungen mit ihrer Community und dient deshalb auch ein Stück weit als Vorbild dafür, wo man innerlich hinkommen kann, wenn man den Mut hat, die Botschaften der eigenen Seele nicht nur zu entschlüsseln, sondern auch nach außen zu zeigen und umzusetzen. Sie lebt zudem in Akzeptanz und Wohlwollen die Erfahrung, dass es Rückschritte und Niederlagen auf dem eigenen Weg geben wird - und das ist nicht schlimmm, wie sie immer sagt. Gar nichts ist schlimm, wenn wir bei unserem Seelenplan und unseren wahren Wünschen treu bleiben!

Und schließlich: Erzählen kann man viel, wenn der Tag lang ist, aber die große echte Kunst ist es doch, auch Lösungsideen für Probleme an die Hand zu geben! Und Anne ist neben ihrer Zauberfrau-Ausstrahlung auch pragmatisch und bodenständig genug, um den Zuhörer nicht nach diesem reichlichen Input im Regen stehen zu lassen, sondern sie schlägt konkrete Ideen vor, die sich nutzen und umsetzen lassen. 

Und mein eigener Seelenplan?

Natürlich sind die Themen für mich (auch nicht zufällig) gerade jene, mit denen ich am meisten in Resonanz gehe: Persönlichkeitsentwicklung, eine spirituelle Lebensausrichtig, die eigene Bestimmung, der Sinn des Lebens, Stressredukation, Archetypen und vieles, vieles mehr. In meinem Außen passiert gerade sehr viel. Einige von diesen Veränderungen flößen mir ordentlich Respekt ein, sogar Angst. Sie reaktivieren alte Wunden und verwirren mich, obwohl ich meine, die Dinge eigentlich durchschaut zu haben, was auf intellektueller Ebene sicher auch stimmt. Aber die Welt von Beyond erinnerte mich in einem Moment, in dem ich es vergessen hatte, daran, dass sich diese Prozesse immer hin zu etwas Gutem entwickeln. Ein solche innere Überzeugung schafft neues Vertrauen in die Schöpfung, um die anstehenden Baustellen mehr oder weniger gelassen anzugehen. Und sie eröffnet neue Perspektiven, was vielleicht das Beste an Unterstützung ist, was uns das Leben zuteilwerden lässt.

Die Fülle an Wissen, die Anne teilt, zu verarbeiten und auch anzuwenden ist freilich eine Herausforderung. Aber da kann man ja das eigene Tempo individuell anpassen - meine naturgegebene Neugier erzwingt stets, dass ich alles Interessante aufsauge wie ein Industriehochleistungsstaubsauger und mich immer mal wieder dazu anhalten muss, Auszeiten einzulegen und die Dinge sacken zu lassen.

Dafür höre ich manche Videos auch mehrfach und habe damit begonnen, ein Art-Journal zu gestalten, das die Archetypen und ihre Botschaften auf die mir gewohnte Weise künstlerisch präsentiert. Ich habe bereits ein solches Album für die Erzengel fabriziert (was noch zu zeigen sein wird) und erfreue mich jeden Tag daran. Neben Reiki und Yoga ist die Kunst mein persönlicher Weg, um mich mit dem Universum kurzzuschließen.

Auf welche Art die Welt von Beyond mich außerdem inspiriert, siehst du an der Collage, die unter dem Einfluss des Videos Die mystischen Kreaturen und die vier Elemente entstanden ist.

Mein Fazit:

Anne ist ein Coach und ich vermute, dass ihre Kurse das Potenzial haben, echte grundlegende Veränderungen in Menschen anzustoßen. Darüber hinaus bietet sie mit ihrem Team eine spannende, unterhaltsame und lehrreiche Welt in Form von Videos, Podcasts und Texten, die in weiten Teilen kostenlos zur Verfügung stehen. 

Ich will mich für dieses Angebot einsetzen, weil mein Herz entflammt ist! Wirklich und wahrhaftig!

Stöbere doch einmal, wenn du magst, auf dem Youtube-Kanal Anne Vonjahr oder auf der Webseite Anne Vonjahr. Es würde mich wirklich wundern, wenn das nichts in dir auslöst! Denn wenn Anne sich von dir verabschiedet mit den Worten: "Stay magic. Always", dann wette ich mit dir, fühlst du wirklich so etwas wie einen Hauch Magie, der jede Art von Leben mit etwas Zauberglanz einhüllt und dich die Schöpfung umso intensiver fühlen lässt.

Viel Spaß, Freude und Erkenntnis dabei!

Bildquellen: Webseite von Anne Vonjahr, Collage von Katharina Lindner

 

 

Montag, 11. Oktober 2021

Mein Reiki-Do: Zweiter Grad und viel Magie

Unlängst habe ich bei der wunderbaren Reiki-Meisterin und -Lehrerin Ilona Olenberg den zweiten Reiki-Grad nach Mikao Usui absolviert und möchte meine Erfahrungen und Gedanken dazu teilen, weil ich Reiki so großartig und grandios finde, dass ich zur Verbreitung dieser traditionellen japanischen Heil- und Entspannungsmethode unbedingt beitragen will.

Meine ersten Kontakte mit Reiki und meine Erlebnisse während und nach der Einweihung in den ersten Grad kannst du im Blogartikel "Reiki und ich - Wie ich die Verbindung zur Schöpfung fand" nachlesen.

Reiki und ich im Alltag:

Ein Frischling war ich ja nun nicht mehr, vielmehr nehme ich die tägliche Übungspraxis seit meiner Einweihung tatsächlich sehr ernst und beziehe Reiki auf vielerlei Arten bewusst regelmäßig in mein Leben ein. Auch das Einhalten der Reiki-Lebensregeln versuche ich immer wieder aufs Neue, so gut es mir eben gelingt, darüber kannst du im Artikel "Die Reiki-Lebensregeln im Alltag" mehr erfahren.

Durch einen solchen selbstverständlichen Umgang mit der "Gabe" wird sie zu einem fest integrierten Bestandteil des Fühlens, Denkens und Handelns: Nicht selten wanderten meine Hände in stressigen Situationen unbewusst und quasi automatisch zu entsprechenden Körperstellen, um mich selbst zu beruhigen; mir fiel es meist erst nachher auf. Neben den klassischen Ganzbehandlungen und dem Chakrenausgleich probierte ich allerhand aus, vertiefte mich in die entsprechenden Lektüren und trieb auch auf anderen Ebenen meine Entwicklung voran. Und wie oft schlug ich bestimmte Handpositionen für ganz bestimmte Beschwerden explizit nach, um sie gezielt einzusetzen? 

Natürlich teile ich meinen Zugang zur universellen Lebensenergie auch mit anderen Menschen, um gemäß meinem Seelenauftrag "Gutes zu tun", zu helfen und zu heilen (Wobei Heilung im Sinne von "Erst ist man krank und plötzlich ist man wieder gesund" damit nicht gemeint ist!), wann immer es angebracht, gewünscht und mir möglich ist.

Der zweite Grad hat die Möglichkeiten nun noch einmal umfassend erweitert, denn die Arbeit mit den Symbolen löst die Begrenzung auf Raum und Zeit auf. Für mich schon aus dem Grund nicht unerheblich, weil eine Vielzahl meiner Liebsten, Verwandte wie Freunde, leider weit weg von mir wohnen und deshalb selten in den Genuss einer Face-to-Face-Behandlung kommen können. 

Aber das "Handwerk" war es nicht nur, was mich so fesselte! Es war interessant und lehrreich, all diese neuen Dinge zu erfahren, vor allem für mich Wissensjunkie, der Informationen sammelt und sortiert wie ein Eichhörnchen seine Nüsse! Doch das eigentlich Spannende und Verblüffende war das, was Reiki mit mir machte, während ich mich erneut in die Lehre begab!

Meine Einweihung: 

Ich möchte hier nicht allzu sehr ins Detail gehen, denn es war eine sehr persönliche Erfahrung, die den Bereich des Irdischen zumindest zeitweise verlassen hat. Wichtig ist vor allem die Arbeit mit dem Inneren Kind, die einen Zugang in die tieferen Schichten der Persönlichkeit verschafft. Neben tollen Meditationen und Übungen, die auch künftig genutzt werden, gab es natürlich die Einweihungen selbst. Und die waren von einer eigentümlich feierlichen Stimmung, ganz so, als ob ich wirklich an etwas mit der Vernunft nicht Fassbares angedockt hätte.

Ich kann euch aber sagen, dass es überwältigend ist, diese Fülle von Energien direkt im Körper zu spüren! Und da ich sowieso ein sehr visueller Mensch bin, der in Bildern denkt und fühlt, war natürlich auch mein Kopf die ganze Zeit eine bunte Leinwand voller Farben und Motive. Ich sah vor dem geistigen Auge Farbtöne, die man höchstens aus der geheimnisvollen Tiefsee kennt. Ich ritt auf stürmisch galoppierenden Wildpferden. Ich flog durch harsche, zerklüftete Landschaften. Ich nahm Wesenheiten wahr und fühlte mich in der großen weiten Welt zu Hause. Ich hörte Lieder, vor allem solche, die mich an meine wilde Jugendzeit im "Partyhaus" erinnerten (Kennt das noch wer, wenn jemand aus Eisenach kommt? War das nicht absolut irre? 😁)

Ein Schriftsteller sollte so etwas nicht sagen, aber: Man kann es nicht erzählen, man muss es selbst erleben!

Mein Reiki-Weg:

Er wird auch Reiki-Do genannt und ist ein Prozess, der - wen wundert es? - lebenslang geschieht. In diesen stürze ich mich voller Neugier und Staunen! Äußerlich wie innerlich finden Transformationsprozesse statt, die gleichermaßen Gefahren wie Chancen beinhalten, aber auf jeden Fall dafür sorgen, dass sich etwas bewegt, Neues sich entfaltet, Ausgedientes sich verabschiedet. Auch hat mein kreatives Schaffen einen Boost erhalten, sowohl die Fertigkeiten und Fähigkeiten als auch die Ideen betreffend.

Für mich ist klarer denn je:

  • Ich werde Reiki praktizieren.
  • Ich möchte nach den Lebensregeln des Reiki leben.
  • Ich möchte in Gottes lichtvollem Mantel gehüllt bleiben.
  • Ich will Gutes in die Welt bringen und auf meine Art zu ihrer Veränderung beitragen.
  • Ich möchte der Mensch werden und sein, als der ich eigentlich ursprünglich einmal gedacht war.
  • Ich helfe und heile im Rahmen meines Potenzials und vielleicht eines Tages darüber hinaus, denn sind Fantasie und Herzensgüte nicht schier unbegrenzt?
  • Ich werde weiterhin Kunst machen.
  • Ich werde weitere Bücher schreiben, vermutlich auch einmal eins über Reiki.

That's all. 

Das Leben hält für uns mehr bereit als das langweilige und stressige Nine-to-five-Hamsterrad. Das ist keine große Sache, aber es zu erkennen und dann auch zu verinnerlichen und zu leben, ist durchaus eine kleine Sensation.

Kritik und Skepsis:

Ich höre sie bereits, all die Stimmen, die ein bisschen unken und spotten oder mich ganz entsetzt fragen: "Gerade du, mit deinem beißend scharfen Verstand, deiner intellektuellen Ausrichtung, deinen hochwertigen Ausbildungen, gerade du glaubst an Hände auflegen?" 

Und dann lächle ich und sage aus vollem Herzen: "Ja, ich glaube an Hände auflegen und die Kraft der universellen Energie und daran, dass etwas im Leben uns hält, schützt und führt. Und ich halte die Kombination eines klaren, fokussierten und fähigen Verstandes mit einer Verbindung mit etwas, das größer ist als wir selbst es sind, für einen Schritt, der wieder ein Stück mehr zu Ganzheit und Einheit führt." 

Dann schicke ich den Skeptikern eine ganze Wagenladung Herzenswärme, auf dass sie auch ihr ganz persönliches Geheimnis finden, welches sie in Verbindung mit der Schöpfung bringt und ihnen damit Seelenfrieden und Erfüllung schenkt.

Denn die Wahrheit ist: Wir alle sind geliebte Kinder der Schöpfung. Sie wiegt uns in ihrem Schoß und ist in irgendeiner Form an unserer Seite bei allem, was wir tun. Wenn die Berge einmal steil werden, reicht sie uns ihre Hand, damit wir auch diesen Gipfel zu erreichen vermögen, denn Ziel allen Lebens ist die Entwicklung und Entfaltung und das Folgen der eigenen Bestimmung. Es gibt nichts zu schimpfen und vorzuwerfen, nicht zu kämpfen, zu zaudern und zu zweifeln - es gilt nur, zu lernen und zu verstehen.

Die eigene Seele erinnert sich immer an ihre Verbindung zum Göttlichen und wenn wir leise genug sind, dann können wir sie wahrnehmen und ihre Wünsche berücksichtigen. Und die Schöpfung liebt alles, was fließt und sich bewegt, sie will uns dazu bringen, es ihr gleichzutun. Als Werkzeug gibt sie uns zum Beispiel so etwas wie Reiki an die Hand, einen Anschluss an eine unerschöpfliche Kraftquelle, die immer zur Verfügung steht.

Und es existiert in jedem von uns ein innerer Wesenskern, der einmalig und heilig ist. Er kann nicht zerstört werden, durch keine Gewalt und keinen Verlust der Welt! An diesen Wesenskern und seine Quelle sollten wir uns erinnern, wenn es einmal haarig zu werden scheint, und dann finden wir unsere Wege auch im Dunklen.

By the way: Wie könnte man am göttlichen Funken zweifeln, wenn man ihn doch wieder und wieder selbst erfährt? Etwa, wenn Bücher unter der eigenen Hand entstehen, nach deren Beendigung man sich selbst fasziniert fragt, woher die wohl tatsächlich gekommen sein mögen! Oder wenn man aus einem Nichts heraus etwas Kunstvolles produziert und dabei fühlt, wie eine Macht dabei "mitwirkt", die über die eigen Persönlichkeit und das individuelle Können hinausgeht?

Ich weiß nicht, wie es anderen ReikianerInnen geht (vermutlich ist das auch sehr individuell), aber in mir weckt allein das Zeichnen der Symbole und das Versenken in ihre Bedeutung ein warmes, wohliges und behagliches Gefühl, als ob das Leben eine kuschelige Decke über mir ausbreitet und flüstert: "Lehn dich einen Moment zurück, schöpfe Stärke, atme tief durch und erkenne, dass du immer und überall geborgen bist."

Das ist, was Reiki kann.

Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass ich in diesem Leben auf eine solche Möglichkeit gestoßen bin und ich kann, darf und soll es weitergeben: An jemanden zu denken, der etwa gerade eine Prüfung zu bestehen hat oder jemanden zu berühren, der Trost, Ruhe und Erdung braucht, sind an sich schon wunderbare Gesten, die wie Kleber zwischen den Herzen der Menschen fungieren. 

Aber dies zu tun und währenddessen auch noch eine sprudelnde Quelle an Energien zu schicken - das ist wirklich unbeschreiblich!

Kennst du das auch? Erzähle mir davon!

Bildquelle: Pixabay

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Rezension: "Das Haus am Deich - Fremde Ufer" von Regine Kölpin

Inhalt:

In ihrem Roman „Das Haus am Deich – Fremde Ufer“ erzählt SPIEGEL-Bestsellerautorin Regine Kölpin die Geschichte zweier ungleicher Freundinnen. Inspiriert von der Geschichte ihrer eigenen Familien geht es in diesem 1. Band der dreiteiligen Saga um die Jahre 1947 – 1950, um Flucht, Neuanfang und Suche nach Heimat.  
1947: Nach einer dramatischen Flucht aus Stettin findet die junge Frida mit ihren Eltern in der Wesermarsch Zuflucht – Heimat ist es nicht. Um zu überleben, muss die Familie auf einem Bauernhof hart arbeiten; Fridas Traum, Pianistin zu werden, rückt in weite Ferne. Auch ihre Kindheitsfreundin, die Anwaltstochter Erna, kann ihr nicht helfen. Denn auch sie tut sich schwer, in Norddeutschland anzukommen, und findet zudem bei ihren Eltern keinen Halt, als sie unehelich schwanger wird. Erst ein kleines Haus direkt am Deich bringt Hoffnung – auf Wärme, Zugehörigkeit, ja sogar eine neue Heimat!  
Vor der atmosphärischen Kulisse Norddeutschlands entfaltet sich in „Das Haus am Deich“ das Schicksal zweier Frauen und ihrer Familien: wahrhaftig, atmosphärisch und bewegend! 

Band 1: Das Haus am Deich – Fremde Ufer
Band 2: Das Haus am Deich – Unruhige Wasser
Band 3: Das Haus am Deich – Sicherer Hafen

Mein Eindruck:

Regine Kölpins Romane sind wahre Pageturner! Auch dieser Auftakt einer dreiteiligen Saga eignete sich wieder ausgezeichnet zum Wegsuchten am Stück. Das Buch ist vom Plot her ähnlich aufgebaut wie die Nordseehof-Saga, das Setting ist vergleichbar, sogar die Figuren ähneln sich zuweilen ein bisschen: Es scheint, als sei der bekannte Erfolgsmix ein weiteres Mal geschüttelt und in ein Glas gegossen worden, um erstklassig schmackhaft serviert zu werden, denn beim Lesen stellte sich tatsächlich so etwas wie ein vertrautes Gefühl ein, obschon die Geschichten natürlich individuell sind.

Auch hier erzählt sich die Story wieder durch die Augen verschiedener personaler ErzählerInnen, die ihre Sicht auf die Dinge mit dem Leser teilen und dadurch Spannung hineintragen. Dieser Rundum-Blick wird durch eine lebensnahe, glaubwürdige und detailreich geschilderte Darstellung des bäuerlichen Alltags ergänzt und erhält durch die Bezüge zu den Grauen des Krieges eine besondere historische Würzung. Wie nicht anders von Regine Kölpin gewohnt basiert ihre herzberührende Story auf intensiven und vielfältigen Recherchen über Kriegserfahrungen und deren Folgen, das Leben zu jener Zeit in Norddeutschland, die Erfahrungen als Flüchtling und eine gewisse Menschen- und Charakterkunde, die Nähe zu den Figuren ermöglicht.

Der Kontrast zwischen dem bäuerlichen Flüchtlingsleben, das Stück für Stück mehr zu einem selbstbestimmten Leben aufgebaut wird und den Traumata der Flucht und des Krieges, die in Rückblenden eingestreut werden, bildet einen soliden Unterbau, aber was wirklich das Herz erwärmt, sind die Träume und Hoffnungen der beiden starken Frauen, die sich entscheiden, nach jedem Schlag ins Genick wieder aufzustehen und es nochmal zu versuchen! Regine Kölpin legt uns nahe: Oft laufen die Dinge nicht immer so, wie wir sie uns wünschen. Aber das Besinnen auf unsere Stärken, mutiges Voranschreiten und vor allem zwischenmenschliche Bindungen geben uns genug Auftrieb, um unsere Träume nicht aus den Augen zu verlieren.

Die beiden Hauptfiguren, Frida und Erna, sind liebenswert und sehr menschlich gezeichnet. Sie haben ihre Träume, die sie über einen widerspenstigen Alltag hinweg zu retten versuchen, was manchmal nur schwer oder zweitweise der Umstände wegen einfach auch gar nicht gelingt. Sie haben ihre Verluste und leidvollen Momente und sprühen doch insgeheim vor Lebensfreude, Hoffnung und Gefühl, sogar angesichts traumatischer Erfahrungen! Sie gestalten ihr Leben so gut sie es vermögen und scheitern doch immer wieder an den Ereignissen im Außen, das sich ihnen zuweilen wie ein Knüppel zwischen die Beine wirft. Und sie haben einander, als Freundinnen und Begleiterinnen durch die Wirren des Daseins! Diese Verbindung und was es bedeutet, aber auch kostet, steht im Grunde im Zentrum: Der Roman ist ein kleines Hohelied auf die Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher Frauen, die einander Kraft und Halt geben.

Regine Kölpin nutzt harmonisch-stimmige Bilder, die den Erzählfluss wirklich zu einem Fluss werden lassen, zu etwas Lebendigem, Greifbaren, mit dem man sich so lange immer wieder treffen will und von dem man nicht lassen kann, bis man auch die letzte Seite kennt. Und wie schön, dass diese letzte Seite sogleich den Auftakt zum nächsten Roman darstellt, denn es wird ja ein nächster Teil folgen!

Fazit:

Wer Familiengeschichten und menschliche Schicksale liebt, etwas historisches Interesse mitbringt und gern in die Tiefe geht, ist mit diesem Buch wunderbar bedient! Mir hat es viel Freude bereitet und meinen Blick auf die Welt wieder einmal ein Stück weit ergänzt und erweitert, weil ich Kraft aus solcherart Literatur und der Schicksalsbewältigung beeindruckender Figuren schöpfe und etwas für das eigene Leben daraus mitnehme. 

Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt, wofür ich von Herzen danke. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

Quelle: Cover und Handlung

Montag, 4. Oktober 2021

Die Reiki-Lebensregeln im Alltag

Wir können unser Fühlen und Denken und auch unser Leben nicht von grundauf verändern, indem wir nur mal "die Hände auflegen" und ein bisschen "universelle Lebensernergie fließen lassen". 

Freilich hat diese wunderbare Reiki-Praxis (über die ich unlängst in meinem Artikel "Reiki und ich" ausführlich berichtete), ganz besondere Effekte, aber sie sind nur ein Teil eines Ganzen, das noch viel mehr Aspekte umfasst.

Um das Ganze wahrnehmen und genießen zu können, ist es notwendig, täglich wieder und wieder nach den von Mikao Usui aufgestellten Regeln unseren Alltag zu gestalten. Sie sollten uns im besten Fall in Fleisch und Blut übergehen und wie ein Automatismus in relevanten Situationen aufploppen. 

In der Praxis gelingt das natürlich nicht immer, wir sind ja menschliche Wesen mit Mängeln, Macken, Fehlern und Eigenheiten. Aber das ernsthafte Streben danach bewirkt schon eine ganze Menge, um uns selbst besser und schneller ins Gleichgewicht zu bringen. Und wenn wir selbst im Gleichgewicht sind, dann wird auch die Welt um uns herum dadurch berührt und erhält eine Chance, die Dinge besser auszubalancieren, wovon wiederum auch wir wieder profitieren.

Die Lebensregeln des Reiki klingen einfach, aber bei näherer Betrachtung haben sie es in sich: 

Sie sind weit komplexer als auf den ersten Blick gedacht, wie es ja oft bei philosophischen Gedanken der Fall ist. Und sie klingen wunderbar einleuchtend, sind aber in der Realität nur schwer umzusetzen. 

Vielleicht gelingt dir dies anfangs nur unter Mühen. Vielleicht gelingt es nur manchmal. Vielleicht gelingt es irgendwann häufiger und dann bekommst du den Eindruck, nun sei der Knoten geplatzt - und dann fällst du doch wieder in alte Handlungs- und Denkmuster zurück. 

Aber weißt du was? Das ist nicht nur normal, sondern sogar auch notwendig, denn Entwicklung ist ein Prozess, der Fort- und Rückschritte gleichermaßen beinhaltet. Und je mehr du die Gedanken verinnerlichst und immer wieder aufrufst, umso tiefer brennen sie sich in deine Hirnstrukturen und deine Seele ein. Du wandelst dich, Stück für Stück. Manchmal in winzigen Schritten, manchmal in Meilensteinen.

"Meine" Reiki-Lebensregeln:

Heute möchte ich dir die Lebensregeln des Reiki vorstellen und dir zeigen, wie ich sie verstehe und anwende. Vielleicht gibt dir dies einen Impuls, dich auch einmal näher mit ihnen zu beschäftigen oder sie versuchsweise in dein Handeln einzubeziehen.

Es gibt sie übrigens in den verschiedensten Versionen und Auslegungen, im Kern zielen sie aber jeweils in dieselbe Richtung. Du kannst sie auch gern selbst einmal googeln und dir eine Formulierung aussuchen, die dir am besten gefällt. Oder du formulierst eine ganz eigene?

1. Gerade heute ärgere dich nicht.

Zunächst gilt für jede Lebensregel der Grundsatz: Lebe achtsam und im Augenblick. Schaue also nicht auf das Gestern, das vergangen ist, oder das Morgen, das dich noch nicht erreicht hat. Konzentriere dich und deine Bemühungen auf den einzigen Moment, der dir zur Verfügung steht: Jetzt. Das ist nicht nur ausgesprochen effektiv, zielführend und sinnvoll, sondern nimmt dir auch eine Menge Druck von den Schultern, weil die "Last" überschaubar wird. Was vorbei ist, muss nicht bejammert werden. Was noch nicht da ist, verdient keine Aufmerksamkeit. 

Bleib im Hier und Heute.

Ja, aber was heißt das nun, sich nicht ärgern? Wir ärgern uns - Hand aufs Herz - doch ständig über irgendwas, oder nicht? Im Kleinen wie im Großen ereignen sich in so einem Menschenleben am laufenden Band Dinge, die Unbehagen, Groll, Wut oder andere negative Gefühle ins uns auslösen. Menschen verhalten sich nicht so, wie wir es uns wünschen, zuweilen verletzten, kränken, verraten und täuschen sie uns, unabsichtlich oder auch bewusst. Ereignisse lassen auf sich warten oder präsentieren sich anders als gedacht. Etwas "läuft" oder "funktioniert" nicht, wir erreichen ein Ziel nicht, wir scheitern, stolpern, fallen. 

Soll man diese negativen Gefühle nun einfach wegschieben? Ignorieren, totschweigen, verdrängen? Oder abschalten wie einen Backofen, nachdem die Brötchen knusprig sind? 

Ich plaudere kein großes Geheimnis aus, wenn ich dir erzähle, dass das nicht klappt! Zwar verfügen wir über allerlei ausgeklügelte Strategien, um unsere negativen Gefühle nicht unmittelbar wahrnehmen und durchleben zu müssen, aber das bedeutet nicht, dass sie verschwinden. Im Gegenteil, sie bleiben in uns stecken und manifestieren sich, wenn sie nicht "erlöst" werden, in allerlei psychischen oder sogar körperlichen Störungen. Oder ist dir noch nie ein Gespräch auf den Magen geschlagen? Hat dir schonmal eine Erfahrung Kopfzerbrechen oder gar Kopfschmerzen bereitet? Kennst du den Zustand, wo du den Eindruck hast, dass du gar nichts mehr fühlst oder das "Falsche"?

Gegen Ärger und seine Kumpels, die unangenehmen Emotionen, zu kämpfen, macht keinen Sinn, denn wir können nicht gewinnen. Unsere Gefühle lassen sich nicht ausmerzen und behalten immer die Hand am längeren Hebel, so gern wir auch die vollkommene Kontrolle darüber hätten.

"Sich nicht ärgern", wie die Regel es rät, ist also schlicht nicht machbar. Utopisch, lächerlich, zum Scheitern verurteilt. "Sich nicht von seinem Ärger dominieren und vereinnahmen zu lassen" aber schon! Und an diesem Punkt setze ich an, wenn mich "etwas" oder "jemand" ärgert, was im Grunde eine völlig sinnlose und unnötige Verschwendung von Aufmerksamkeit und Energien ist.

Ich trete einen Schritt beiseite und nehme wahr, was mich gerade ärgert und warum. Überprüfe, welche Sehnsüchte oder Ängste hinter meinem Groll stecken, welcher wunde Punkt damit berührt oder welcher meiner Werte verletzt wurde. Ich betrachte meinen Ärger wie ein Objekt unter dem Mikroskop und nutze seine wertvollen Botschaften. Denn die hat er immer im Gepäck! Irgendwann stoße ich auf den Aspekt, der mir erklärt, warum ich auf eine Person oder ein Geschehen so heftig reagiere.

Und noch mehr: Wenn mein Ärger als Wegweiser und Botschafter seine Aufgabe erfüllt hat, dann stellt er mir noch eben jene Kraft zur Verfügung, die ich brauche, um damit umzugehen! Anstatt mich in meinem Groll zu verlieren, kann ich besser Wege und Lösungen suchen, um das, was mir sauer aufstößt, zu verändern (oder meine Einstellung dazu anzupassen, sollte mein Einfluss zu gering sein).

Insofern darf ich mich durchaus ärgern, aber mit Bedacht und Bewusstheit - und dann sollte ich aus dem passiven oder gar destruktiven Ärger schnell in konstruktive, zielführende Aktivitäten kommen. Ärger darf und soll gesehen werden, aber er darf nicht dominieren und verschlingen. Wem es gelingt, die wilden Auswüchse des Geistes zu zähmen, der kann sie mit den besten Absichten für sich nutzen.

2. Gerade heute sorge dich nicht.

Sich sorgen bedeutet, sich gedanklich auf eine oft wenig zielfrühende und belastende Weise mit einer Realität zu beschäftigen, die so noch gar nicht eingetroffen ist und vielleicht auch niemals so kommt, wie man es befürchtet. Das ist sinnlos, nervenaufreibend und aus energetischer Sicht eine vollkommene Verschwendung von Energien und Ressourcen. Und wir sorgen uns viel und ständig, oder? Um uns selbst und unsere Zukunft, unsere Lieben, Familie und Freunde, unseren materiellen Besitz - um alles, was uns wertvoll und wichtig ist und das wir nicht verlieren müssen.

Aber diese Sorgen bewirken nichts im Positiven, denn weder verhindern sie Verluste, noch stellen sie Strategien und Lösungsideen vor, wenn eine unserer Sorgen sich als Fakt bewahrheitet.

Für das Sorgen gilt also das Nämliche wie für das Ärgern: Ich nehme meine Sorgen, die letztlich ja nichts sind als (berechtigte oder irrationale) Ängste, wahr und trete respektvoll einen Schritt beiseite, um sie mir von einer höheren Warte aus anzusehen. Was haben meine Sorgen mir über meine Werte und das, was mir im Leben etwas bedeutet, zu sagen? Gibt es für mich aktiv etwas zu tun? Sind Kreativität und Tatkraft gefragt? Habe ich eine Lektion zu begreifen? Oder obliegen mir die Dinge überhaupt nicht, sodass ich mich von dem Gedanken, Einfluss auf eine bestimmte Sache nehmen zu können, getrost verabschieden kann und keine Kraft mehr hineinstecken muss?

Dieses Wissen kann ich nutzen. Wenn es an der richtigen Zeit ist und mir die Möglichkeiten gegeben sind, um das mir Kostbare zu schützen, dann verwende ich alle meine Kraft darauf. Wenn beides fehlt, lasse ich die Sorgen schlicht das sein, was sie sind: Ein paar Gedanken unter vielen. Nicht weniger und nicht mehr.

3. Gerade heute sei dankbar.

Die Dankbarkeit spielt in nahezu allen psychotherapeutischen und Coaching-Methoden eine wichtige Rolle, denn sie legt - nicht nur in Zeiten des Mangels und der Not den Fokus auf das, was wertvoll, schön und gut ist, bringt uns damit in unsere Kraft und stellt ein Gegengewicht zu Belastungen, Stress und Druck dar, auch zu allem Negativen, das uns widerfährt. Und so etwas gibt es immer und im jeden Leben, egal, wie heftig die Stürme sind, die uns manchmal ganz schön die Mützen von den Köpfen fegen! Nur manchmal fehlt uns der Blick dafür, wir nehmen die Dinge als selbstverständlich oder erkennen sie gleich gar nicht! Wie oft sagt man sich, wenn man etwas oder jemanden verloren hat, im Nachhinein: "Ich wünschte, mir wäre bewusst gewesen, was für ein Glückspilz ich war, als ich es / sie / ihn noch in meinem Leben hatte!" Eine Reue dieser Art ist vermeidbar, wenn man gelebte Dankbarkeit auch im Kleinen und immer wieder praktiziert. 

Da ich diese kleine, aber sehr wirksame Übung der täglichen Dankesliste schon lange kenne und verinnerlicht habe, war dies kein neuer Gedanke für mich. Aber mein "Fehler" lag auf einer anderen Ebene: Ich notierte brav immer wieder alles, wofür ich dankbar war, und zwar mit meinem intellektuell denkenden, kognitiven Gehirn. Aber ich fühlte es nicht! Ich fühlte die Dankbarkeit nicht - und dann wusste ich zwar in einer sehr kopflastigen Weise, dass ich dankbar war, konnte aber aus der Emotion selbst keinen Gewinn ziehen!

Wenn man einen solchen "Fauxpas" erkennt, ist das schon der wichtigste Schritt, um anders damit umgehen zu können. Ich notiere nun also nicht nur all das Kleine und Große in meinem Leben, wofür ich dankbar bin (Und da kommt eine erstaunliche Menge zusammen!), sondern ich nehme mir Zeit für diese Liste und spüre dem Gefühl wirklich nach. Verbinde mich mit den wichtigen Menschen in meinem Leben, die mich lieben, die ich liebe, die mein Leben bereichern, mit meinen Tätigkeiten, Fähigkeiten, Erlebnissen, Dingen - mit allem, was mein Herz erwärmt und mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. In diesen Momenten fühle ich die Energien wie einen stetigen Kraftstrom durch mein Inneres fließen und bin besser gewappnet gegen all das, was mich bekümmert, ängstigt, ärgert oder stresst.

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist die Urteilsfreiheit: Usui meint nicht, dass man nur dankbar sein soll für das, was einem guttut, das wäre ja ziemlich einfach! Es macht auch Sinn, immer mal wieder einen positiven Impuls gegenüber den Menschen und Erfahrungen zu empfinden, die vielleicht nicht so angenehm sind, von denen man aber etwas lernen kann. Oder für jene, die anderen Menschen oder der ganzen Welt nützen. Oder einfach nur ganz allgemein dafür, dass die Welt als solche existiert und wir mit ihr!

Und vergessen werden darf vor allem nicht, dass alles zwei Seiten hat. Nichts ist nur positiv oder negativ und wer sich darauf verlässt, der irrt! Die Parole lautet also: Finde in einem negativen Aspekt etwas Positives - und über dieses Positive empfinde Dankbarkeit. Wenigstens ein bisschen!

Es ist nicht selbstverständlich, dass wir dieses Leben auf dieser Erde leben dürfen! Es ist ein Geschenk - und für Geschenke sollte man sich bedanken, auch dann, wenn sie den Geschmack nicht hundertprozentig treffen. Es könnte sonst sehr schnell passieren, dass man keine mehr bekommt!

4. Gerade heute arbeite hart.

In mancher Literatur heißt dieser Passus: "Verdiene dein Brot ehrlich". In dieser Formulierung ist die Regel (für mich) leichter umsetzbar, denn sie bedeutet, nur mit jenen Tätigkeiten Geld zu verdienen, die anderen Lebewesen und der Welt nicht zu Schaden gereichen. Also, Drogendealer und Menschenhändler wären dann als Jobziel schonmal raus, wie lukrativ das vielleicht auch sein mag!

Wenn du ein moralisch integrer Mensch bist (blöde Beschreibung, aber mir fällt keine passendere ein), dann wirst du dich mit dieser Regel nicht schwer tun: Übe einfach eine Arbeit aus, die menschliche grundlegende Werte respektiert und im besten Fall allen nutzt. (Dann ist der Börsenmakler und Großunternehmer auch raus, oder? Nein, Scherz.)

Ich denke, die Regel umfasst noch einiges mehr. 

Für mich persönlich bedeutet sie, meine Arbeit mit Hingabe, Leidenschaft und Herzblut auszüben. Ob ich ein Buch schreibe oder einem Kind etwas in der Schule beibringe - ich werde einen außerordentlich guten Output all meiner Leistungen erwirtschaften, wenn ich sie mit Leib und Seele umsetze! 

Und diese Regel umfasst für mich auch nicht nur die bezahlte Arbeit, weil Arbeit sich für mich nicht durch ihren monetären Ertrag definiert. Wenn ich etwas schaffe und etwas Neues in die Welt bringe, dann arbeite ich auch! Meine Freude am Tun leuchtet durch die Tätigkeit hindurch und aus ihr heraus: Das ist der Grund, warum Kinder lernen, wenn die Lehrerin sie motiviert. Das ist der Grund, warum Menschen sich von Büchern so innig berühren lassen. Das ist der Grund, warum ein liebevoll gepflegter Garten üppig wächst und gedeiht, warum ein mit zärtlicher und geduldiger Hand gekochtes Essen schmeckt, warum selbstgestrickte Socken nicht nur die Füße, sondern auch die Seele wärmen und warum in der Schöpfung immer wieder Neues entdeckt und erschaffen wird.

Die Umsetzung dieser vierten Regel macht mir am meisten Spaß! Allerdings - und das gebe ich als ernste Mahnung mit, denn ich erlebte es selbst eine lange, sehr quälende Zeit anders - muss auch das Umfeld stimmen, in dem man sein Potenzial und seine Fähigkeiten entfalten und zu voller Blüte bringen kann. Stimmen diese Rahmenbedingungen nicht, musst du sie ändern, wie unbequem und lästig das auch sein mag. In beruflicher, aber auch privater Hinsicht ist man erst dann in der Lage, diese Regel konsequent umzusetzen, wenn man sich in einem Leben einrichtet, das sich stimmig und passend anfühlt und das einem den eigenen, ganz persönlichen Platz zugesteht. 

Und auch das ist Arbeit, harte Arbeit: Erkennen, dass etwas falsch läuft, reflektieren, was es ist, die Folgen akzeptieren, Stück für Stück Veränderungen durchziehen. Das ist nicht leicht und schon gar nicht über Nacht machbar.

Aber auch der winzigste Schritt in die richtige Richtung ist ein Fortschritt.

5. Gerade heute sei nett zu deinen Mitmenschen.

Alle Religionen predigen es im Kern und auch die Philosophien bauen darauf auf: Behandle deine Mitmenschen so, wie du selbst gern von ihnen behandelt werden möchtest. Kommuniziere klar und verständlich. Agiere fair, wohlwollend und gerecht. Übe Kritik sachlich und respektvoll. Azeptiere Grenzen. Verzichte auf Beleidigungen, Demütigungen, Erpressungen, Kränkungen, Verletzungen und all das andere schlimme Gedöns, das Leute manchmal nutzen, um ihre egoistischen Ziele, welcherart auch immer, zu erreichen. 

So weit, so klar. Kennen wir, probieren wir, setzen wir weitgehend um! Du bestimmt auch! Wir sind ja soziale Wesen und fühlen uns nur in der Gemeinschaft wohl und gut aufgehoben, wenn wir darin unseren Platz haben und in Verbindung zu anderen menschlichen Wesen stehen. Liebe, Zuneigung, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft sind der Kitt, der unsere Gesellschaften zusammenhält - und dazu kann jeder von uns ein Stück weit beitragen. Unser innerer Kompass, der all unsere verinnerlichten Werte enthält, dient uns da als guter Wegweiser, an dem wir uns orientieren können. Und selbst, wenn wir mal über die Stränge schlagen, gibt es fast immer noch Möglichkeiten, dies wieder auszubügeln, indem wir die Dinge wieder in Ordnung bringen und um Verzeihung bitten.

Das alles ist ehrenwert und richtig und auch, wenn es uns nicht immer gelingt, ist das Streben danach die Hauptsache, auf die es ankommt. Aber vergiss nicht, dass auch DU ein Mensch bist, der auf dieser Erde wandelt! DICH schließt die fünfte Regel auch mit ein!

Bist du dir selbst gegenüber auch so freundlich, nachsichtig, mitfühlend und zärtlich wie zu deinen Mitmenschen? Setzt du Grenzen? Kommunizierst du klar, wenn es um deine Bedürfnisse und Rechte geht? Stehst du für dich ein? Behandelst du dich wohlwollend und wertschätzend? Bist du NETT zu dir selbst?

Wie alles im Leben ist auch das Wanken zwischen den Interessen anderer und unserer eigenen immer eine Gratwanderung. Wichtig ist, dass du dir dessen bewusst bist und deine Entscheidungen klug triffst, indem du immer alle Seiten einbeziehst.

Die letzte Regel fällt mir persönlich oft schwer. Ich kenne all die wunderbaren Theorien, wie Gesellschaften gut funktionieren und was sie (zer)stört - ich bin ja immerhin Soziologin, also eine Fachfrau für das zwischenmenschliche Zusammenleben - aber Theorie und Praxis klaffen wie so oft häufig weit auseinander.

Eine gute Portion Vertrauen ins Leben selbst und ein rational-kühler Blick helfen da oft schneller weiter als alle Dogmen, die sowieso unerfüllbar sind. 

Ich bin von Menschen umgeben. Manchmal sind Menschen nett zu mir und manchmal sind sie das nicht. Ich bin ein Mensch. Manchmal bin ich nett, manchmal bin ich es nicht. Aber ich bemühe mich, das Gleichgewicht in allen Bereichen zu bewahren - und ich stehe dabei aufrecht, immer bereit, mir selbst im Spiegel in die Augen zu schauen. 

Ich nehme an, das ist schon eine ganze Menge.

Das ist alles!

Dies sind meine Wege, um den Lebensregeln des Reiki gerecht zu werden und ihnen einen festen Platz in meinem Leben einzuräumen. 

Gelingt mir das immer? Nein, natürlich nicht! Aber dieser Anspruch wäre auch lebensfremd und unrealistisch. Mir genügt der ernsthaft umgesetzte Versuch, in jeder Situation meines Alltags mit Leib und Seele und aus vollem Herzen eine überzeugte Reikianerin zu sein, die ihr in dem Moment Bestmögliches gibt.

Nur fünf Regeln?

Ja, es sind nur fünf Regeln. Erfrischend, oder? Fünf kleine Sätze, in denen ein ganzes Universum steckt. Fünf Sätze, die das Leben tatsächlich verändern können, wenn sie wieder und wieder in Erinnerung gerufen und faktisch umgesetzt werden! Am einfachsten ist das, wenn es ohne Zwang und Druck, sondern vielmehr spielerisch und voller Neugier geschieht.

Ich wünsche dir viel Spaß, Freude, Frieden, Erfüllung und wertvolle Erkenntnisse dabei!

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