Montag, 7. Februar 2022

FÜRSORGE: Ich schenke dir eine Kraftquelle aus meinem neuen Buch "Kraftquellen für den Alltag und in Krisen"!

"Ich hatte das Glück, einen wunderbaren Jungen großziehen zu dürfen und kann im Nachhinein bestätigen, dass das Gebären und Erziehen eines Kindes eine einzige permanente Abfolge von fürsorglichen Gedanken, Gefühlen und Aktivitäten ist. 

Alles dreht sich um das Kind: Man kuschelt sich abends zu ihm ins Bett, liest und singt ihm etwas vor. Man setzt ihm eine Mütze auf, wenn es draußen kalt ist. Man wickelt ihm kalte Lappen um die Waden, wenn es fiebert. Man schmiert Schulbrote, kocht Essen und geht zum Elternabend. Man fragt Vokabeln ab, putzt das Zimmer, sorgt für einen vollen Kleiderschrank. Man schubst es auf der Schaukel an, immer darauf bedacht, dass es nicht runterfällt. Man fährt mit ihm Inlineskaten, zum Picknicken und in den Zoo. Man spart sich Geschenke vom Munde ab, formuliert Bewerbungsanschreiben, bedient die Best Buddys mit Cola und Chips und checkt den Ausgehlook. Man schenkt Ohr und Herz bei Liebeskummer, Schulproblemen und tausend anderen Stolpersteinen, die das Leben mit sich bringt.

Ja, die meisten Eltern sind menschengewordene Fürsorge und es ist ganz erstaunlich und auch ein wenig schade, dass diese Art von liebevoller Aufmerksamkeit in Familien zwar ausdrücklich gewünscht, in allen anderen Bereichen des Lebens jedoch verpönt zu sein scheint und sogar ein wenig verspottet wird. In der Geschäftswelt jedenfalls und überall da, wo wir uns nicht in sehr persönlichen, intimen Kreisen bewegen, werden allzu bemühte Muttis und Vatis gern einmal belächelt und in ihrer eigentlichen Funktion nicht immer ernst genommen.

Wäre es aber doch nicht wunderbar, wenn wir eine Kultur gegenseitiger Fürsorge pflegen würden, in der man darauf achtet, wie es allen geht und sich darum kümmert, wenn jemand etwas braucht? Würden alle Menschen so handeln, wären alle versorgt! Mich erschreckt immer wieder, welch schlechten Stand Herzenswärme in der Gesellschaft hat: Klar, man kann sich nichts mit ihr kaufen, nicht mit ihr angeben und auf den Putz hauen, die eigenen Bedürfnisse nicht eigennützig und sogar auf Kosten anderer durchsetzen. Herzenswärme gilt als schwächlich, weich und (zu Unrecht!) weiblich – und das will in der Welt des Erfolges, in der Status, Einkommen und Erfolg den größten Teil der Persönlichkeit zu definieren scheinen, niemand sein!

Ein solches Umfeld ist kalt, herzlos und einsam. Ich denke und hoffe, es ist endlich an der Zeit, zu Pionieren zu werden und im Sinne einer neuen Ausgestaltung des gemeinsamen Lebens mutig voranzuschreiten! Würden wir uns umeinander kümmern, müsste niemand Hunger, Not, Elend oder Armut leiden, während andere auf Kosten der ökonomisch Schwächeren groteske Geldberge auf ihren Konten scheffeln! Würden wir aufeinander achtgeben, könnte mehr Zuneigung fließen, das Zusammenleben friedlicher gestaltet werden, Konflikte und Auseinandersetzungen sanfter gelöst werden. Es darf auch mal knallen – aber nicht unter der Gürtellinie! Ein wertschätzender, respektvoller, aufmerksamer und gütiger Umgang untereinander käme jedem von uns zugute.

Man mag diese Sicht auf die Welt und die Menschen blauäugig nennen, lächerlich sozialromantisch, ewiggestrig, nostalgisch. Vor allem, weil wir wissen, dass es immer jene Gauner, Schurken, Egoisten und Nutznießer geben wird, die ein System gegenseitiger Hilfe und Rücksichtnahme karikierten, gar ad absurdum führen. Aber man muss auch mal bedenken, warum manche Menschen es nicht schaffen, ihre lichtvollen Seiten zu leben, sondern ständig in ihren Schatten verstrickt bleiben: Da es das ultimativ Böse in all seinen Ausprägungen nicht grundlos gibt, dürften es wohl die Wunden und Verletzungen sein, mit denen „das Böse“ sich vor „dem Bösen“ zu schützen versucht. Und diese Wunden und Verletzungen fügen wir einander zu! Wären wir also milder, nachsichtiger und liebevoller unseren Mitmenschen gegenüber, könnten alte Wunden heilen und neue vermieden werden. Ein heilender Engelskreislauf könnte in Gang gesetzt werden.

Und was wäre denn, würden wir einander die Mützen aufsetzen, wenn der Wind auffrischt? Wir hätten alle warme Ohren! Wir würden uns auf der Schaukel anschubsen und im Fluss dieser Bewegung, bei der jeder mal im Wechsel drankommt, könnten wir alle unser ganz ureigenes Potenzial entfalten!

Fürsorge selbst kann sich in vielen unterschiedlichen Handlungen zeigen, manche davon mit weniger Aufwand, manche mit mehr. Fürsorglich zu sein bedeutet, das Wohl eines Gegenübers im Blick zu haben und bei den eigenen Aktivitäten zu bedenken. Das tut uns nicht weh und es kostet uns nichts.


Mein Sohn und ich
Mein Sohn und ich vor siebzehn Jahren

Zehn Wege, um mehr Fürsorge in dein Leben zu bringen:

1. Lasse fürsorgliche Taten in deinen Alltag einfließen: Koche mal den Kaffee für das ganze Team, wenn du morgens ins Büro kommst (Falls du natürlich der Einzige bist, der das immer tut, ist eine klare Ansage fällig!). Frage deine Kollegin, ob sie ein Brötchen vom Bäcker möchte, wenn du in die Mittagspause gehst. Steck dem Bettler dein Kleingeld zu. Nimm den Müll mit, den ein Umweltferkel im Wald hinterlassen hat, wenn du bei einem Spaziergang darauf stößt. Grüße freundlich. Lächle herzlich. Kommuniziere klar und eindeutig. Halte jemandem die Tür auf, sei höflich und achtsam. Schalte das Licht aus, das ein anderer vergessen hat. Gieße die Blumen, wenn du merkst, dass die Erde ausgetrocknet ist. Frage, ob jemand Hilfe und Unterstützung braucht, wenn du siehst, dass dem so sein könnte. Stelle nötige Informationen zur Verfügung. Bleibe fair und wohlwollend. Kritisiere sachlich und leiste auf eine erwachsene Art Widerstand, wenn es angebracht ist. Du wirst, wenn du ein bisschen aufmerksam bist, sehr schnell merken, wann und wo du fürsorglich sein kannst. Und wenn du dies für dich umsetzt, wird sich auch dein Leben wandeln: Menschliche Handlungsweisen wirken im Schlechten wie im Guten ansteckend.

2. Prüfe den Grad deiner Fürsorglichkeit sehr genau, denn manchmal ist es auch zu viel des Guten. Es kann sein, dass du Menschen Verantwortungen aus den Händen nimmst, die gar nicht für dich bestimmt sind. Es kann Bequemlichkeit und Egoismus fördern. Es kann sogar nerven und als ungefragte Einmischung empfunden werden, wie gut es auch gemeint sein mag. Und es fördert Unselbstständigkeit und Abhängigkeiten, die keiner Seite guttun.

Wie bei allem im Leben ist auch hier Balance gefragt: Weder braucht deine erwachsene Tochter einen Rundum-Haushaltsservice und ständige finanzielle Zuwendungen, die nur verhindern, dass sie lernt, auf eigenen Beinen zu stehen. Noch musst du deine abendliche Verabredung absagen, weil deine Kollegin mit Jammermiene ihre ungeliebte Arbeit und damit eigene Überstunden auf dich abwälzen will. Fürsorge ist gut, Überfürsorglichkeit überspannt den Bogen. Lasse dein eigenes Pendel zwischen den Polen Eigen- und Fremdverantwortung hin und her schwingen und sich sauber in der Mitte platzieren.

3. Bewahre dir dein weiches, zärtliches, offenes Herz, wenn du ein solches hast. Es mag manchmal scheinen, als seien Menschen mit einem solchen Herzen nicht besonders kompetent für die Art von Leben, die zu führen wir angeblich bestimmt sind. Doch wenn wir uns eine neue, andere Art von Leben wünschen – ruhiger, weniger hektisch und weniger stressig, unter der Prämisse anderer Werte – dann kommen wir nicht umhin, selbst dafür zu sorgen, den Lebensstil und die innere Einstellung dazu zu ändern. Dann müssen wir ein Vorbild sein und beispielhaft umsetzen, was wir eigentlich viel lieber leben möchten. Sei du derjenige, der den Anfang macht und dem weiblichen Prinzip wieder zu der Anerkennung verhilft, die es verdient hat und die ihm so lange im Schatten des übertrieben propagierten männlichen Prinzips in unserer Gesellschaft verwehrt wurde!

4. Die Art und Weise, wie du Fürsorge ausdrückst, darf dir genau entsprechen! Meine Oma zum Beispiel backte und kochte riesige Mengen und stopfte alle Besucher mit ihren Leckereien voll – das war ihre Art, sich um ihre Familie zu kümmern. Mein wortkarger und brummiger Opa nahm mich mit aufs Feld und zeigte mir, wie man Gras mit einer Sense mäht, weil er es wohl für sinnvoll hielt, eine Zehnjährige dies wissen zu lassen. Wer wusste auch schon, wozu ich dies im Leben mal brauchen würde? Im Winter stopfte er Stroh in eine große Plastiktüte, auf der ich den verschneiten Berg hinunterrutschen konnte. Meine Schwägerin beschenkt all ihre Lieben mit wärmenden, handgestrickten Socken. Mein Lebensgefährte kümmert sich um kaputte Autos und IT-Probleme und hat eine unendliche Geduld, wenn es um meine Sorgen, Pläne, Wünsche, Ziele und Projekte geht. Meine Eltern und mein Bruder müssen ungefähr sieben Millionen Ohren haben, weil sie immer noch gut hören, obwohl ich ihnen in vielen Gesprächen welche abkaue. Auch sind sie immer mit praktischen Ratschlägen zur Stelle. Meine Schwiegermutter ist eine wahre Königin des Schenkens und Einpackens und mein Schwiegervater erfreute Herzen mit Musik. Mein Sohn glänzt durch uneingeschränkte Loyalität und Hilfsbereitschaft. Ich habe Verwandte, die sofort anpacken, wenn irgendwo Not am Mann ist und Freundinnen, die mich inspirieren, beflügeln und in meiner Entwicklung voranbringen.

So hat jeder seine ganz eigene, sehr persönliche Art, wie er sich am liebsten und besten um seine Mitmenschen kümmert. Finde heraus, welche das bei dir ist und dann gehe ihr nach Herzenslust nach. Vergiss nicht, dich an ihrer Wirkung zu erfreuen!

5. Wage den Blick über den Tellerrand. Vielleicht gibt es etwas, das du für Menschen tun kannst, die du nicht persönlich kennst? Das muss nicht unbedingt materieller oder faktischer Art sein: Jemandem etwa bei einer Shitstorm-Hetze in einem Netzwerk zur Seite zu springen oder auf eine andere Weise Zivilcourage zu zeigen und Stellung zu beziehen, kann auch eine Heldentat sein. An dieser Stelle möchte ich auch ausdrücklich auf die Belange benachteiligter oder unterdrückter Gruppen und Minderheiten hinweisen – und nicht zuletzt auf die Bedürfnisse unserer armen gebeutelten Mutter Natur.

6. Räume in deiner inneren Welt auf. Werde dir darüber klar, welche Werte es sind, die dich führen – und dann richte dein Leben danach aus. Wie auch beim Mitgefühl bist du nur stark und fähig, dich um andere zu sorgen, wenn du dich selbst in deiner Mitte befindest.

7. Selbstfürsorge darfst du auf jede Art praktizieren: Dich im Alltag bewusst ernähren, dir aber auch mal etwas gönnen. Eine Auszeit im Garten in der Sonne oder mit einem Buch auf dem Sofa. Eine Fortbildung, die du dir schon lange wünschst, die aber für deinen beruflichen Weg eigentlich nicht viel hermacht. Das Ausprobieren und Pflegen von Passionen. Heiß baden, kalt duschen, die Wohnräume gemütlich und behaglich gestalten. Einen alten Streit klären oder eine überflüssig gewordene Bindung beenden. Bewegung und Ruhe im Wechsel. Meditation oder Gebete. Zeit für dich selbst, große Träume und Wünsche, eigennützige Projekte. Nein sagen, Grenzen setzen. Ja sagen, dich bekennen. Was immer es ist, was dein Herz zum Strahlen bringt: Tue es regelmäßig!

8. Für-Sorge: In diesem Wort steckt die eigentlich eher unbeliebte „Sorge“, oder? Sie ist nicht zufällig unbeliebt: Sich sorgen ist ein absolut nutzloser Akt, der sinnlos Energie verschwendet. Meistens beschäftigt er sich mit der Vergangenheit, an der nichts mehr zu ändern ist oder der Zukunft, die noch nicht unmittelbar bevorsteht. Mach dich frei von „Sorgen“, die deinen Geist verschmutzen, ohne zu irgendeinem Ziel zu führen!

Fürsorglich sein bedeutet nicht, sich übermäßig zu sorgen, im Gegenteil: Um dich um deine Mitmenschen und dich selbst gut kümmern zu können, brauchst du dein ganzes inneres Potenzial und das ist umso stärker, je weniger geistiger und seelischer Ballast dir Hirn und Herz verstopft.

9. Wenn du in einem helfenden Beruf arbeitest oder in deinem Umfeld viele / besonders hilfsbedürftige Menschen hast, bist du vermutlich schon von Haus aus eine ziemlich fürsorgliche Seele, die schnell einmal über ihre eigenen Grenzen geht, oft unbemerkt. Bleibe in diesem Punkt achtsam und lege dir selbst regelmäßig Rechenschaft darüber ab, ob deine Bilanz noch stimmt. Du verkaufst oder verschenkst nicht nur Lebenszeit, sondern auch Energie – und du solltest dafür nicht nur Geld oder Anerkennung bekommen, sondern eben auch eine Form von Energie! Stimmt das Verhältnis nicht (mehr), wage Veränderungen. Im Zweifel hilft es immer, zunächst das Gespräch zu suchen und die eigenen Beobachtungen und Bedenken zu formulieren. Will man dann mit dir nicht nach einvernehmlichen Lösungen suchen, ist auch dies eine klare Botschaft, aus der du deine Konsequenzen ziehen kannst.

10. Würdige die Fürsorge, die dir entgegengebracht wird. Zeige, formuliere und fühle deinen Dank nicht nur gegenüber den Menschen, die sich um dich kümmern, sondern auch gegenüber der Schöpfung und dem Leben. Auch das Leben selbst mag es, wenn man seine Bemühungen anerkennt und schätzt.

(Auszug aus meinem Buch >>> "Kraftquellen für den Alltag und in Krisen".)

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Dienstag, 25. Januar 2022

Kreativ und emotional stärkend: Beleuchtete Sternbilder mit persönlichen Sinnsprüchen basteln

Hast du einen Spruch oder ein Motto, das dich durch das Leben begleitet und dir immer wieder Kraft, Mut und Hoffnung schenkt?

Falls du noch keinen hast, googel doch mal nach Zitaten und such dir Worte und Sätze aus, die dich direkt ansprechen. Falls du so etwas schon hast, umso besser.

Und dann leg los! Denn dieses eindrucksvolle Bild wird dafür sorgen, dass dein Lebensspruch immer ins rechte Licht gerückt wird und dir ständig ins Auge fällt. 

Du brauchst dazu kein Künstler zu sein, sondern du kannst einfach nur das meditative Tun genießen und dich danach an deinem ganz individuellen Ergebnis erfreuen.

Anleitung für eine sternenübersäte Leinwand mit deinem Lieblingszitat:

  1. Gestalte eine Leinwand mit Acrylfarben nach deinen Vorstellungen.
  2. Schreibe dein Lieblingszitat auf das Bild. Du kannst auch selbst etwas formulieren, wenn du nichts für dich Passendes findest.  Es sollte dich wirklich im Inneren berühren und dir wichtig sein. Es sollten Worte sein, die dich bestärken und deren Anblick dich fröhlich und zuversichtlich stimmt. 
  3. Stich kleine Löcher an die Stellen, wo die Sterne auftauchen sollen. 
  4. Stecke vorsichtig die Lämpchen einer kleinen Lichterkette durch die Löcher.
  5. Hänge deine Leinwand auf und - voilà - schon hast du dein ganz eigenes Sternbild gebastelt, das dir nicht nur Freude beim Machen beschert hat, sondern auch künftig beim Betrachten.
  6. Lebe nach deinem Motto oder Zitat! Ich weiß, das klingt immer so banal und einfach - und das ist es in der Tat nicht. Aber je mehr klitzekleine alltägliche Schritte du nach deinem Leitspruch ausrichtest und je öfter du in seinem Sinne handelst, umso schneller und umso tiefer geht er dir in Fleisch und Blut über.

Viel Freude beim Basteln!

Montag, 17. Januar 2022

Bist du ein glücklicher Mensch?

Nur noch diese hundertsiebzehn Selbsthilferatgeber lesen, dann wird mein Leben zu einem Always-Happy-Event! Einfach alles richtig machen, dann werde ich mich jede Sekunde wie ein fröhlicher Aal in einem Fluss leuchtender Ekstase winden! Ein einziges Patentrezept für das ultimative Glück finden und ich kann den Rest meines Lebens mit einem atomar strahlenden Grinsen durch den Alltag schweben!

Nein? NEIN! 

Natürlich bedeutet Glücklichsein NICHT, immer positiv und happy zu sein, in Harmonie und ständigen maximal schönen Momenten zu baden oder das ganze Unangenehme einfach aus dem Dasein zu streichen! Im Leben geschehen manchmal schlimme Dinge. Wir begegnen blöden oder sogar bösartigen Menschen und müssen uns mit ihnen auseinandersetzen. Wir müssen Dinge tun, auf die wir keinen Bock haben und Erfahrungen durchleiden, die uns alles andere als glücklich machen. Wir erfahren Verluste, die richtig, richtig weh tun. Wir treten auf der Stelle, zaudern und hadern und zweifeln, bewegen uns nicht oder in die falsche Richtung und kriegen vom Leben hin und wieder einen scheinbar richtig fiesen Schlag ausgeteilt, der uns zuweilen ganz und gar ausknocken kann.

Glücklich sein heißt nicht, ohne Sorgen und Probleme zu leben oder immer gut drauf zu sein. Das wäre eine ziemlich naive Vorstellung und sie würde uns auch erheblich unter Druck setzen, denn wem gelingt es schon, einen solchen Anspruch zu erfüllen?

Ein glückliches Leben zu führen heißt vielmehr (zum Beispiel) Folgendes:

  1. Du verbringst einen Großteil deiner Zeit mit Tätigkeiten, die dich erfüllen, dir Freude bereiten und dir das Gefühl geben, etwas Sinnvolles zu tun.
  2. Du umgibst dich bewusst mit Menschen, die dir ein gutes Gefühl vermitteln und mit denen ein echter Austausch auf geistiger und seelischer Basis gelingt. 
  3. Du kümmerst dich um deine Gesundheit und dein Wohlbefinden mit moderater Bewegung, Kontakt zur Natur, hochwertiger Nahrung und gutem Schlaf.
  4. Du gestaltest deinen Alltag ausbalanciert: Phasen der Beschäftigung und Phasen der Ruhe wechseln sich ab, keine der beiden Phasen dominiert dein Erleben einseitig. 
  5. Du bist in Kontakt mit deiner Gefühlswelt und lässt auf undramatische Art auch negative Gefühle zu, ohne dich von ihnen überwältigen zu lassen. Du gestattest dir, auch mal unglücklich zu sein, ohne dabei dein Glücklichsein in Frage zu stellen.
  6. Du verfügst über ein Arsenal an Problemlösestrategien und kennst deine eigenen Fähigkeiten, vertraust dir selbst und wagst dich auch mal aus deinen gewohnten Gebieten heraus.
  7. Du fühlst dich mit dir selbst wohl, akzeptierst deine Macken und gehst fürsorglich und mitfühlend mit dir um.
  8. Du lebst nach deinem eigenen Tempo, lässt dich nicht hetzen und auch nicht ausbremsen.
  9. Du verzichtest auf Vergleiche, allzu strenge Urteile und das Hamsterrad der Bestleistung, weil dich Wettbewerb um jeden Preis nicht (mehr) reizt. 
  10. Du nimmst das Kleine und Unscheinbare wahr. 
  11. Du erlebst das Leben mit einer inneren Haltung der Dankbarkeit und Neugier und lässt dich überraschen, wenn etwas Neues kommt.
  12. Du lebst Tiefe, mit allen Konsequenzen. Wer den Schmerz kennt, erlebt auch das Wunderbare und Kostbare um sich herum inniger. Ohne haltlos in deinem Kummer zu versinken nimmst du ihn als einen Teil deines Lebens wahr, der ebenso seine Berechtigung hat wie das Erfreuliche und Schöne.
  13. Du vertraust auf wiederkehrende Zyklen: Nach Regen folgt ganz bestimmt auch wieder Sonnenschein und nichts bleibt, wie es ist. Selbst die Natur entwickelt sich nach dieser Regel und auch für dich bleibt die dunkle Zeit kein ewiger Fluch.
  14. Du vertraust darauf, dass alles seinen Sinn hat, auch, wenn er sich dir vielleicht nicht gleich oder nicht vollständig oder vielleicht auch mal gar nicht erschließt. 

Bist du nach dieser Definition ein glücklicher Mensch? 

Was könntest du ändern, um ein bisschen glücklicher zu werden? Womit könntest du sofort loslegen?

Bildquelle: pixabay

Dienstag, 11. Januar 2022

Neuveröffentlichung: "Kraftquellen für den Alltag und in Krisen" von Katharina Lindner (mit 40 Karten zum Downloaden)

Inhalt:

Das Leben kann manchmal eine Herausforderung sein! Umso hilfreicher, wenn sich uns Leuchtsterne zur Orientierung bieten, die uns im Alltag und in Krisenmomenten den Weg erhellen.

Katharina Lindner hat 36 dieser Kraftquellen zusammengetragen und sie nicht nur ausführlich erklärt, sondern sie schlägt auch jeweils zehn Ideen vor, um die Kraftquellen, die jeder von uns in Form seiner Werte in sich trägt, zu aktivieren und zu nutzen.

Ergänzend zum Buch verschenkt die Autorin einen Link (im Buch zu finden), um die Kraftkarten kostenlos herunterzuladen. Die Vorlagen für die Karten wurden sorgfältig und aufwändig von Hand hergestellt.

In liebevoll zusammengestellten Übungen kannst du erfahren, auf welche Art die Karten anzuwenden sind und welche Bereicherung sie auch für dich in schwierigen Zeiten sein können.

Was sind die Kraftquellen, die dich durchs Leben tragen?

Und welche möchtest du neu entdecken?

Welche Kraftquellen werden im Buch näher betrachtet?

Liebe - Verbundenheit - Mitgefühl - Fürsorge

Akzeptanz - Achtsamkeit - Dankbarkeit - Stille

Weisheit - Intuition - Verstand - Neugier

Energie - Mut - Selbstvertrauen - Gelassenheit

Freiheit - Abenteuerlust - Wahrheit - Hingabe

Kreativität - Inspiration - Kindlichkeit - Spiritualität

Hoffnung - Emotionen - Vertrauen - Veränderung

Natur - Erinnerungen - Wissensdrang - Begeisterung

Verantwortung - Werte - Sprache / Literatur - Authentizität

PLUS: 4 Bonuskarten zum Selbstgestalten

Leseprobe:

>>> Textprobe lesen

Wo kriege ich das Buch?

Das Buch wird in den nächsten Tagen in allen Shops gelistet. Du kannst es überall im Handel oder im Internet bestellen.

Zum Beispiel hier:  

>>> Buch bestellen

Wo kriege ich das Kartenset?

Im Buch findest du einen Link zum Herunterladen der liebevoll von Hand gestalteten Kartenvorlagen.

Was kostet es?

Das Buch kostet 17,99 Euro (E-Book: 8,99 Euro) und erfreut dich dafür mit 540 spannenden Seiten.

Ich wünsche dir viel Spaß und freudvolle Erkenntnis bei der Lektüre und beim Umetzen der vielfältigen Übungsideen!

Mittwoch, 5. Januar 2022

Kauffrau, Germanistin, Soziologin, Lehrerin, Autorin: Multitalent sucht neue berufliche Herausforderung

Jene Chefin, deren Wahlkreisbüro ich fünf Jahre lang leitete, stellte mich überall als ihre "Multifunktionsmitarbeiterin" vor, ein anderer Vorgesetzter, der sowohl meine kreativen Ideen als auch meinen fokussierten Verstand schätzte, nannte mich sein "Brain". Ich selbst verstehe mich als eine Vielbegabte mit unterschiedlichen Interessensgebieten, die gern tief in die Themen einsteigt und dem eigenen Tun alles an Wissen, Können und Leidenschaft zur Verfügung stellt, was sich in ihr finden lässt.

Und nun bin ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Tätigkeit!

Ich arbeitete seit sechs Jahren als Lehrerin (Deutsch, Deutsch als Fremdsprache, Politik, Werte und Normen, Kunst, Theater, Glück, u.a.) für das Land Niedersachsen, zunächst an einer Oberschule, zuletzt an einer Grundschule. Die Jugendlichen und Kinder, mit denen ich arbeiten durfte, schätzten an mir nicht nur meine motivierende Art, Wissen zu vermitteln, sondern vor allem mein einfühlsam offenes Ohr und die Sicherheit, mit der sie bei mir immer wissen, woran sie sind. 

Mein Lebenslauf ist ebenso bunt, wie ich selbst es bin, doch gibt es einen roten Faden: Bei mir dreht und drehte sich schon immer alles um Texte und Menschen, am liebsten in Kombination! 

Ich war schon in Büros tätig, in der Politik und im Marketing. Ich bin eine Autorin, die Romane, Thriller und Ratgeber ohne den Rückhalt eines Verlags allein auf den Markt bringt. Ich habe bereits als Verlagsautorin, Journalistin, Beraterin und natürlich Lehrerin gearbeitet - wobei das Lehrerdasein heutzutage die Sozialarbeit einschließt und teilweise sogar therapeutische Fähigkeiten verlangt.

Was ich anfasse, das bringe ich zuende - im besten Fall mit einem hervorragenden Ergebnis!

Suchen Sie möglicherweise genau so jemanden für Ihre Firma oder Ihre Institution? Dann würde ich mich freuen, wenn Sie sich bei mir melden!

Telefon: 0441 / 18001573 

E-Mail: info@lindner-katharina.de

Die Bereiche, für die ich mich interessiere, sind:

  • Büroassistenz

  • Marketing und Werbung

  • die Arbeit an und mit Texten aller Art (Erstellung, Lektorat)

  • Soziale Arbeit

  • Beratung

  • Bildung (alle Altersklassen, auch gern MigrantInnen)

Mögliche Einsatzgebiete sind Oldenburg, Rastede, Bad Zwischenahn, Westerstede, Brake, Elsfleth - und im Home-Office gern bundesweit.

Lernen Sie mich im Video besser kennen!

 

Mein Portfolio-Video lässt sich am besten im Großformat anschauen: Portfolio Katharina Lindner

Montag, 27. Dezember 2021

Rezension: "Das Haus am Deich - Unruhige Wasser" von Regine Kölpin

Inhalt:

In ihrem Roman „Das Haus am Deich – Unruhige Wasser“ setzt SPIEGEL-Bestsellerautorin Regine Kölpin die dramatische Geschichte der Freundinnen Frida und Erna fort. Deren Träume von einer neuen Heimat, Liebe und einem erfüllten Leben machen diesen zweiten Band der dreiteiligen in Norddeutschland angesiedelten Saga zu einer fesselnden und atmosphärischen Lektüre.

1951: Das Wirtschaftswunder bringt für Frida, die mittlerweile mit einem Unternehmer verheiratet ist, zwar Wohlstand – doch Glück sieht anders aus. Nicht nur kriselt es in ihrer Ehe von Anfang an, sie ist auch ein goldener Käfig für Frida, die sich nach Unabhängigkeit sehnt. Ihre Freundin Erna muss ebenfalls schmerzhaft erfahren, dass die Zeit Frauen kaum Freiheiten erlaubt. Glück erleben die Freundinnen nur mit ihren Kindern, vor allem den Töchtern Meike und Sanne, und im Haus am Deich mit seinem üppigen Garten, ihrem selbst geschaffenen kleinen Paradies, in dem Wunder möglich scheinen.  

Vor der atmosphärischen Kulisse Norddeutschlands entfaltet sich in „Das Haus am Deich“ das Schicksal zweier Frauen und ihrer Familien: wahrhaftig, atmosphärisch und bewegend!

Band 1: Das Haus am Deich – Fremde Ufer
Band 2: Das Haus am Deich – Unruhige Wasser
Band 3: Das Haus am Deich – Sicherer Hafen

Mein Eindruck:

Regine Kölpin legt mit ihren Trilogien wirklich ein beneidenswertes Tempo vor - kaum ist der erste Band der Deichhaus-Saga gelesen, trudelt auch schon der zweite ein! Dieses Mal begleiten wir die Freundinnen Frida und Erna und ihre Familien durch die Nachkriegszeit von 1951 bis 1957. Prägende Jahre für die beiden jungen Frauen, die es im Leben nicht immer ganz leicht haben.

Liebe ist wieder der Aufhänger und das Zentrum, um das alles kreist, doch zur Freude der vielseitig interessierten Leser kommen auch andere Themen zum Tragen, die mich wirklich packen konnten: Politische und gesellschaftliche Fragen spielen eine Rolle, gerade vor dem Hintergrund des vergangenen Kriegs und unter dem Blickwinkel der Rechte von Frauen. Feministische Anklänge, Fragen zur Gleichberechtigung, die damalige Lage in Kinderheimen sowie die psychischen Nachwirkungen der Kriegs- und Gefangenen-Erfahrung von Soldaten werden in die Geschichte einbezogen, sodass man sich vom Fühlen, Denken und Handeln aller Beteiligten ein genaues Bild machen kann. "Nur Liebe" am idyllischen Wattenmeer wäre mir beispielsweise zu wenig, aber aufgeladen mit den historischen, bis ins Detail sorgfältig recherchierten Fakten wird das Buch vielseitig, spannend und unterhaltsam. Das gilt aus meiner Sicht ganz besonders für die Figuren der Erna mit ihrem grausamen Vater, der Mutter Stine, die Täterin und Opfer zugleich ist und des Herolds, der ganz viel Emotion transportiert und dabei die Gräuel des Krieges und der Zeit danach ins Bewusstsein zwingt. 

Auch eine gewisse Dramatik bleibt der Geschichte zueigen, weil immer wieder menschengemachte oder vom Schicksal entschiedene Ereignisse die Figuren aus ihren gewohnten oder erhofften Lebensbahnen kicken. Letztlich sind es die typischen Themen, die Menschen immer wieder Generation um Generation beschäftigen: Liebe, Freundschaft, Tod und Verlust, die eigenen Lebensträume und deren Verwirklichung, die Hindernisse, sie sich uns dabei in den Weg stellen. Regine Kölpin nimmt sie für ihre Frauenfiguren in den Fokus und lässt uns auf einfühlsame Art daran teilhaben.

Frida und Erna können als Identifikationsfiguren dienen, weil sie starke und loyale Charaktere sind, die ihr Leben nach bestimmten Werten ausrichten, und trotzdem Fehler begehen. Gleichzeitig zeigen sie auch deutlich auf, was sich inzwischen zum Glück alles geändert hat und welche Probleme wir Frauen von heute nicht mehr zu lösen haben. (Dafür haben wir andere Probleme, die damals keine Rolle gespielt haben dürften, aber das ist eine soziologische Diskussion, keine literarische.) Nichtsdestoweniger fand ich die Geschichte auch unter DIESEN Aspekten aufschlussreich, vielleicht war das für mich sogar der größte Reiz dabei!

Fazit:

Das Buch liest sich in einem Rutsch weg! Es ist unterhaltsam und informativ, eine Freude für den Norddeutschen, der etliche Schauplätze kennt, aber auch für jeden anderen, der die raue Nordsee ins Herz geschlossen hat oder für sich entdecken möchte. Eine (indirekte) gesellschaftliche und politische Diskussion über Fragen zu Feminismus, Vertreibungs- und Kriegstraumata sowie Schuld und Verantwortung vor dem Hintergrund der Lebens- und Familiengeschichten erweitert die Lektüre um zusätzliche Schwerpunkte.

Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt, wofür ich herzlich danke. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

Quelle: Cover und Handlung