Montag, 11. April 2022

Last-Minute-Ostergeschenke: Knuffige Häschen im Schokokugelbad und hübsch verpackte Süßigkeiten

Weil meine Osterbasteleien im Grunde selbsterklärend sind, verzichte ich heute auf langatmige Beschreibungen und lasse die Bilder für sich selbst sprechen.

Vielleicht fehlt dir noch eine Idee für ein kleines Osterbrunch-Mitbringsel oder du willst jemandem eine Freude machen, der Hasen mag? Dann los - du brauchst dafür nicht viel Material und auch nicht viel Zeit.

Die Häschen sind aus klassischen Wollpompons hergestellt, die wir schon aus der Grundschule kennen, Ohren, Augen, Füße und Nase sind aus Pappe, die Schwänzchen aus Watte. Die Tütchen, gefüllt mit Süßkram, sind aus Kaffeefiltern gemacht. Die Näpfchen, aus denen die Hasenpopos herauslugen, stammen vom Möbelschweden, da stecken die Kakteen drin, die uns unerklärlicherweise immer eingehen.

Ich habe alle Geschenke letztes Jahr verschenkt und sie sorgten für einige lächelnde Gesichter.

Inspiriert hat mich die unermüdlich informative Bastelquelle Pinterest.





Viel Spaß beim Nachbasteln! Und schöne Ostertage für euch.

Mittwoch, 6. April 2022

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Katharina. Rückblick, Fazit und ein großes Dankeschön.

Rund um meinen Geburtstag möchte ich zwei Dinge tun: Ich möchte feiern - mit meinem Liebsten, meiner Familie, meinen KollegInnen und KlientInnen, meinen Freunden und lieben Menschen. Und ich möchte einen kurzen Moment innehalten und einen kleinen Rückblick auf das vergangene Lebensjahr wagen. Denn es war kein einfaches Jahr. Es sind Dinge geschehen, die mich ordentlich aus meiner gewohnten Umlaufbahn katapultiert und richtig, richtig weh getan haben. Aber mir wurden auch großartige Geschenke gemacht, nicht zuletzt ein wunderbarer neuer Job, der einer Gabe des Himmels gleicht und mir bestätigt hat, dass man manchmal den Sprung ins Ungewisse wagen muss, wenn man etwas Kostbares und Wertvolles gewinnen will.

Worauf zurückblicken und wie?

Wie orientiere ich mich nun in dem Jahresrückblick, der großen Bilanz, der ultimativen Lektion? 

Notiere ich, was ich erlebt habe? Was ich erreichte oder woran ich scheiterte? Die schönen Momente und die schlimmen? Die Lernzuwächse, die diese Erfahrungen mit sich brachten? Die Güter, die ich anhäufte oder - wahlweise - aufgeben musste? Die Erkenntnisse, die sich mir einbrannten? Worauf kommt es an? Was ist wirklich wichtig?

Ganz klassisch: Meine Erfolge.

Ich habe in diesem letzten Lebensjahr sechs Bücher veröffentlicht. Ich habe meinen bezahlten Job nach bestem Wissen und Gewissen erledigt und dabei versucht, mein ganzes Können und Wissen einzubringen, neuen Ideen den Weg zu ebnen, den mich umgebenden Menschen mit Herzenswärme und Sorgfalt zu begegnen, was angesichts der Umstände nicht immer leicht umsetzbar war, sich schließlich sogar als unmöglich herausgestellt hat und mich zur Kapitulation zwang. Ich habe mein Atelier neu eingerichtet. Ich habe viele Bücher gelesen und noch mehr Podcasts gehört. Ich habe etliche Collagen und Bilder gestaltet. Ich habe Reiki kennengelernt, mich bis zum zweiten Grad hochgearbeitet und eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin absolviert. 

Ich habe Pflichten und Küren in allen Bereichen meines Lebens bewältigt und versucht, in alles, was ich tat, meine ganze Hingabe und Leidenschaft hineinzugeben. Ich habe mich fachlich und persönlich weiterentwickelt und könnte mir eigentlich voller Stolz auf die Schulter klopfen, denn das klingt alles richtig gut, oder?

Die Wahrheit: Meine Ängste, Verluste und Sackgassen.

Im Frühjahr des letzten Jahres ist mein Schwiegervater gestorben und seit diesem Tag war nichts mehr, wie wir es kannten. Eine solche Erfahrung erzwingt eine brutale, innere Einkehr und eine völlige Neuausrichtung des eigenen Denkens und Handelns. Sie lässt uns auch wissen, wie wertvoll uns Menschen, Ereignisse und Dinge sein können, denn ohne Liebe gäbe es keine Trauer. Die Trauer ist der Preis, den wir für das Glück zahlen, das wir zuvor mit dem verlorenen Menschen erlebt haben.

Nach sechs Jahren im niedersächsischen Schuldienst brachte mich mein Job im Herbst 2021 schließlich an den Rand des emotionalen und körperlichen Zusammenbruchs. Auch hier wurde ich von einer Klippe gestoßen, deren Fundament unter meinen Füßen mir einst den Halt gegeben hatte, von dem ich glaubte, ich würde ihn zum Überleben notwendigerweise brauchen. Dass dieses Fundament eine Eisenkugel an meinem Fuß war, die mich in die Tiefe zog, merkte ich zum Glück rechtzeitig. Aber das erzwang die Notwendigkeit, zu handeln - und wem fällt eine so grundlegende Lebensänderung schon leicht?

Das Universum fragt leider nicht, ob und wann wir zu Veränderungen bereit sind - es stülpt sie uns über und kickt radikal alles aus unserem Dasein, was uns nicht guttut, egal, wie innig wir an ihm hängen. (Und leider hängt man manchmal auch an Menschen, Dingen, Orten und Umständen, die einem schaden.) Wer ins Wasser geworfen wird, muss das Schwimmen lernen. Freiwillig begibt sich wohl kaum ein Mensch in eine umfassende Transformation, dazu sind wir auch viel zu sehr mit unserem herausfordernden Alltag und seinen unzähligen Kleinigkeiten beschäftigt, die sich zu großen Herausforderungen summieren. 

Aber wenn man sich diesem Prozess hingibt, dann geschieht genau das Magische, von dem immer gemunkelt und geflüstert wird, ohne dass jemand wirklich weiß, warum und wie es zustande kommt: Türen öffnen sich, Kreativität, Energie und das Gefühl, etwas selbst entscheiden zu können, kehren zurück wie lang vermisste Geliebte - und plötzlich breitet sich eine Fülle an Ideen vor dem inneren Auge aus, wie ein Meer an Blumen, an denen man sich gar nicht sattsehen möchte. Und es auch nicht muss, denn das Leben definiert sich durch ständige Wandlung und Veränderung - sie sind die Essenz, die es ausmachen!

In meinem Fall wurde mein Mut belohnt: Ich bin nun beruflich an einem Ort, den ich sinnstiftend und angenehm erlebe, an dem ich geschätzt und gemocht werde, an dem ich mein Potenzial entfalten darf, an dem ich tollen Menschen begegne, die mir auf ihre Art viel geben. 

Neben den beiden einschneidenden Verlusterfahrungen war es vor allem die Entwicklung der Corona-Pandemie, die - wie bei den meisten - auch bei mir für Einschränkungen sorgte. Kein Urlaub dieses Jahr, wo mein Lebensgefärte und ich ansonsten doch ein recht reiselustiges Völkchen sind. Kein Theater, kein Konzert, kein Kino, kein Flohmarkt, wenige Events. Stattdessen Serien auf dem heimischen Sofa, Seminare vor dem Computerbildschirm, Ferien auf der Hollywoodschaukel im Garten. 

Das alles fand ich nicht so wild, da bin ich recht anpassungsfähig, aber die damit einhergehenden Ängste taugen durchaus dazu, einen wahnsinnig zu machen! Die Medien, die statt zu beruhigen, ständig Öl ins auflodernde Feuer der Gemeinschaft gossen. Das Umfeld Schule, in dem wir jeden Tag aufs Neue dem Höchstrisiko ausgesetzt waren. Die besorgniserregende Entwicklung in der Gesellschaft, die sich auftut wie eine Schlucht und die ich mit dem Auge der Soziologin ebenso alarmiert beobachte wie unser Gesundheitswesen. 

All dies hat dieses Jahr nicht gerade zur Entspannung beigetragen. Im Gegenteil musste man sich manchmal sogar zwingen, mal abzuschalten, im wahrsten Sinne des Wortes - und näher bei sich selbst zu bleiben. Das gilt übrigens ebenso für die zweite Katastrophe der jüngsten Zeit - den unsäglichen Ukraine-Krieg, der gerade viele von von uns sprachlos und fassungslos zurücklässt und nachts unruhig schlafen lässt.

Verluste aller Art laden uns zur Reflexion ein, die zuweilen höchst widerwillig geschieht, aber doch immer weiterführt, ein Stückchen weg von dem Weg, auf dem wir gerade noch standen. 

Und in solchen Momenten braucht es Lichter, die Orientierung bieten. 

Meine Lichter sind Bücher und Geschichten, Farben und Pinsel, Kunst und Kreativität, Spiritualität und Musik. Doch die größten von ihnen, jene, die am hellsten strahlen, meine glimmenden, nie verlöschenden Polarlichter, das sind die Menschen, die mein Leben mit mir teilen und absichtsvoll daran teilhaben.

Das echte Fazit: DANKE.

Meine Wege gehe ich nie allein. Auch wäre ich nicht, wer ich bin, wenn ich als Einzelgänger durchs Leben schliche. Deswegen ist mein Lebensjahrrückblick letztlich ein großes Dankeschön an die Menschen in meinem Leben, die mich begleiten, mir den Rücken stärken, mich inspirieren und voranbringen.

Ihr seid meine Herzensmenschen.

Ich danke für die Gespräche mit euch, ob live oder am Telefon oder über viele, viele E-Mails. Ich danke euch für eure Zuversicht und eure klaren Meinungen. Ich danke euch für gemeinsam umgesetzte Projekte, Feedback und Ausblicke. Ich danke euch für kuschelige Momente, Herzenswärme, Berührungen und die Aufforderung, zu fliegen. Ich danke euch für eure Geschenke, so viele von ihnen selbstgemacht, die immer in Benutzung sind und mich an euch erinnern. 
Ich danke euch für das Elementare - von liebevoll gebackenen Plätzchen oder einem gekochten Essen bis hin zu Kleidung, die nun nachhaltig und hübsch meine Schränke füllt. Ich danke euch für das Fachsimpeln und den Austausch, dafür, dass ich mit euch lachen, nachdenken und weinen durfte. Ich danke euch für eure aufmunternden Blicke und eure Hände auf meinen Schultern, die sie sanft und stärkend drückten. Ich danke euch für eure Magie, euren Input, eure Energie. Ich danke euch für Überraschungen im Briefkasten, Plakate an der Tür, Liebesnotizen, kleine und große Päckchen, die mein Herz beim Auspacken erhellten. 
Ich danke euch für jede Minute, in der ich mich mit euch verbinden konnte, in Echtzeit oder im Herzen. Ich danke euch für die Verschnaufpausen, die ihr mir ermöglicht habt. Für die Unterhaltung und Ablenkung, den Trost, die Hoffnung. Ich danke euch, dass ihr auch eure dunklen Stunden mit mir teilt und mich für würdig erachtet, euch ebenfalls eine Hand reichen zu dürfen, wenn ihr eine braucht. 
Ich danke euch für euer Vertrauen und euren Beistand. Ich danke euch, dass ihr so seid, wie ihr seid. Ich danke euch sogar für eure Mängel und Macken, denn sie beweisen mir, dass auch ich Mängel und Macken haben darf - und mich trotzdem im Schoß einer Gemeinschaft geborgen fühlen kann. 
Ich danke euch, dass ihr euer Wissen mit mir teilt und mich Teil einer Gruppe sein lasst.

Und ich danke der Schöpfung, dass sie mein Leben mit euch bereichert, meinen Herzensmenschen!

Ein Geheimnis des Lebens

Wenn ich ein großes Geheimnis des Lebens enthüllt haben sollte, dann ist es vermutlich dieses: Verluste und Krisen zeigen uns nicht nur, wie stark wir selbst sind, wenn wir eins sein müssen. Sie stoßen uns auch mit der Nase darauf, dass mehrere Glieder eine stabile Kette bilden. Ich weiß, das IST kein Geheimnis: Viele kluge Menschen sind schon vorher darauf gekommen und haben es unermüdlich verkündet. Aber es ist ein Unterschied, ob man es weiß - oder ob man es wirklich fühlt.

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich wünsche dir, dass auch du friedvoll auf die letzte Zeit zurückblicken kannst, trotz der belastenden Umstände, die uns kollektiv in die Knie gehen ließen und trotz deiner individuellen Probleme, mit denen du dich möglicherweise herumschlägst. Komm zur Ruhe. Schenke dir selbst Pausen zum Durchatmen. Besinne dich auf das, was dir wirklich wichtig ist. Und verbinde dich ganz bewusst mit all den Menschen in deinem Leben, die du liebst und die dich lieben.

Wer allein geht, stolpert orientierungslos durchs Unterholz. Aber wer sich links und rechts unterhakt, der kann nicht fallen, wie steinig der Pfad auch immer wird.

Möge sich alles zu deiner Zufriedenheit fügen, mögen dich Gesundheit, Zuneigung und eine Prise verlockender Abenteuer begleiten. Mögest du Kraft finden, wenn der eisige Hauch der Veränderung dich packt - und mögest du die Chancen erkennen, die darin liegen.

Und ich danke dir! Für deine Treue und dein Interesse, für deine Zeit, deine Rückmeldungen, deine Impulse. Dieser Blog lebt nur, weil DU ihn durch deine Teilhabe mitgestaltest!

Pass gut auf dich auf! Bleib tapfer, zuversichtlich und mitfühlend!

Freitag, 1. April 2022

Gelesene Bücher im März 2022

In einer kurzen und knackigen Übersicht stelle ich euch alle Bücher vor, die ich mir im letzten Monat zu Gemüte geführt habe. Ich beschreibe in ein, zwei Sätzen, worum es in dem Buch jeweils geht und erkläre und begründe, wie mir die Lektüre gefallen hat.

Meine Romane im März 2022:

 

Coco Chanel / Paul Morand:

"Die Kunst, Chanel zu sein. Coco Chanel erzählt ihr Leben"

Recht extravagante Biografie einer bemerkenswert eigensinnigen Frau und Künstlerin. Ich habe extrem viel Neues entdecken und viel lernen können, brauchte aber zeitweise ein Wörterbuch, um dem großzügigen Einsatz etlicher Fremdwörter Herrin zu werden. Über manche Passagen kann man auch lange nachdenken. Anspruchsvoll und herausfordernd.

Lori Gottlieb:

"Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden"

Eine Psychotherapeutin erzählt von ihren Fällen und ihrer eigenen Therapie. Berührend, informativ, witzig, traurig, unterhaltsam. Viel Fachwissen, das geschickt in eine tolle Geschichte verpackt wurde. Ein Goldstück!

Joy Fielding:

"Herzstoß"

Marcy glaubt, in Irland auf ihre Tochter gestoßen zu sein, die sich vor zwei Jahren das Leben genommen haben soll, deren Leiche aber nie gefunden wurde. Eine abenteuerliche Suche beginnt ...

Der Plot ist arg konstruiert, aber ein Pageturner bleibt es trotzdem, die etwas haarsträubende Story und die Logiklöcher tun dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Mit der Hauptfigur und deren Handlungen konnte ich nicht wirklich warm werden, trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten.

Liv Jansen:

"Zornröschen"

Drei obdachlose Frauen nehmen Rache an denen, die sie in diese Lage gebracht haben. Auch hier gibt es Logiklächer und nicht alle Protagonisten sind wirklich sympathisch. Trotzdem witzig und unterhaltsam. Ein bisschen - siehe Titel - märchenhaft anmutend und deshalb nicht sehr realistisch. Wer leichte Leküre und Vergeltungsgeschichten mag, ist hiermit super bedient.

Susanna Leonard:

"Madame Curie und die Kraft zu träumen"

Marie Curies Leben, erst etwas schleppend und langatmig erzählt, später wird es reichlich spannend. Sehr tief, gut und detailverliebt recherchiert. Eins dieser Bücher, die Unterhaltung und Bildung gekonnt miteinander verbinden. Mich animierte das Buch zu neuerlicher eigener Recherche, nicht nur über das Ehepaar Curie, sondern auch über die geheimnisvolle und gefährliche Strahlung, die auch derzeit wieder vielen von uns große Sorgen bereitet.

Anne Catherine Bomann:

"Agathe"

Ein kleines aber feines Büchlein über einen Therapeuten kurz vor dem Ruhestand, der unter Einsamkeit, Sinnlosigkeit und dem Alter leidet und das Leben selbst kaum besser im Griff hat als seine Patienten. Steckt voller zarter zwischenmenschlicher Momente und tiefsinniger Gedanken, über die nachzuzudenken sich lohnt.

Katherine Dion:

"Die Angehörigen"

Großartig erzählter Roman über den Tod und Verluste, das Leben und dessen Gestaltung, Ehepaare und Freundschaften, Eltern und Kinder, Träume und Realitäten. Gene, ein alter Mann, blickt nach dem Tod seiner Frau auf das gemeinsam verbrachte Leben zurück und erlebt so manch berührenden, zuweilen sogar schockierenden Moment. Er zieht damit auch hinsichtlich seiner eigenen Erfahrungswelt Bilanz. Gleichzeitig versucht er, das Leben nun allein zu bewältigen, was manchmal rührend, manchmal traurig und manchmal komisch ist - nicht selten alles zugleich. 

Ein Gefühlsgewitter in klarer Sprache und mit vielen Botschaften, das großen Lesegenuss bietet. Man kann es nicht mehr aus der Hand legen. Realistisch, emotional, kein bisschen sentimental. Großes Kino!

Meine Sach- und Fachbücher im März 2022:

Marie Kondo:

"Magic Cleaning"

Dieses Buch habe ich schon etliche Male gelesen und diesmal erbte ich zufällig wieder ein Exemplar und dachte, ich frische die Lektüre nochmal auf, weil ich mich seit geraumer Zeit auch ausführlich mit dem Thema Minimalismus beschäftige. Ausmisten, aufräumen und das richtige Verstauen sind hier die Inhalte und obwohl ich Frau Kondo durchaus gern via Ferndiagnose eine kleine Neurose attestieren würde, liest sich das Buch so weg und es sind einige gute Tipps drin, vor allem für Menschen, für die solche Themen Neuland sind, weil sie bei Null anfangen. Alle anderen wissen ja: Behalten darfst du nur, was dir Freude macht! 😀

Michael Petersen:

"Perspektiven bei Autismus. Ursachen und Lösungsansätze bei Autismus-Spektrum-Störungen"

Obwohl der Autor eine ganze Menge Informationen zu unterschiedlichen Themen auffährt, scheint mir das Thema verfehlt, denn der Schwerpunkt dieses schmalen Bändchens liegt eindeutig bei ganzheitlicher Naturheilkunde mit ihren verschiedenen Ausprägungen, nicht aber bei Autismus. Nicht nützlich für die Praxis.

Ellen Notbohm / Veronica Zysk:

"1001 Ideen für den Alltag mit autistischen Kindern und Jugendlichen"

Supertolles, hilfreiches, vielseitiges Buch, das ganz viele Themengebiete umfasst. Es geht sowohl in die Breite, weil es übersichtlich eine Vielzahl an Aspekten zum Thema beleuchtet, als auch in die Tiefe, weil es Hintergründe ausführlich erklärt. Zudem gibt es jede Menge praktisch umsetzbarer Übungen und Tipps, die sofort nutzbar sind, zumeist mit wenig Aufwand. Der Blickwinkel eines autistischen Menschen schaut bei der Lektüre immer mit über die Schulter, was für den Umgang sensiblisiert. Für meine Arbeit eine unschätzbare Hilfe!

Das war meine Lektüre im März 2022. Ich hoffe, ihr findet einige Anregungen für euch und wenn das der Fall ist, dann lasst es mich gern wissen. Umgekehrt freue ich mich auch über Buchempfehlungen, vor allem bei solchen Werken, die euch so richtig umgehauen, fasziniert und gefesselt haben! Wie ein Trüffelschweinchen bin ich immer auf der Suche nach literischen Leckerbissen, die mich quasi an das Sofa fesseln und jegliche sonstige Bedürfnisse gleich welcher Art völlig ausschalten!

Bildquelle: Pixabay


Samstag, 19. März 2022

Wie sähe es auf einem Planeten in einer fernen Galaxis aus, auf dem sich Leben entwickeln könnte? Acrylbild just for fun!

Ich höre häufig Hörspiele, Hörbücher und Podcasts. In einer dieser Dokumentationen ging es letztens (mal wieder) um die Frage, ob wir wohl allein im Universum sind oder nicht - und wie unwahrscheinlich es im Grunde ist, dass auf unserem Planeten einst Leben entstehen konnte. Eine Vielzahl von Bedingungen musste stimmen, bevor überhaupt auch nur der erste Einzeller auftauchen und unsere Entwicklung in Gang setzen konnte. Dass diese Voraussetzungen von der Schöpfung - oder wem auch immer - zur Verfügung gestellt wurden und die ganze Sache mit der Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt ihren abenteuerlichen Lauf nahm, ist so unwahrscheinlich, dass man es wohl ein Wunder nennen darf, dass wir überhaupt heute hier sind!

Im Alltag macht man sich das selten bewusst, aber das Leben als solches ist ein großes Geschenk, das sich unsagbaren Widrigkeiten zum Trotz entwickelt hat. Eine winzige Abweichung der Bedingungen - eine kleinere oder größere Entfernung zur Sonne, eine andere Achsenneigung, ein diverser zeitlicher Ablauf und unzählige andere Möglichkeiten der Variation - hätten genügt und unsere Mutter Erde hätte niemals Leben hervorgebracht.

In dem Bericht wurden Untersuchungsmethoden erläutert und einige denkbare Planetenkandidaten vorgestellt, auf denen sich rein hypothetisch ebenfalls Leben würde ansiedeln können, vielleicht in einer anderen, fernen Galaxis: Eine Sonne als Wärme- und Lichtquelle bräuchte dieser Planet und weil es etliche rote Zwerge gibt, nahm man an, würde diese wohl rot leuchten. Demnach gäbe es sehr dunkle, fast schwarze Pflanzen, die das wenige Licht besser aufnehmen könnten. Als Vorbild für eine tierische Besiedelung diente unsere Tiefsee mit all ihren bisher kaum erforschten Geschöpfen.

Ich lauschte dieser Doku voller Spannung und Faszination. Und weil mich der Gedanke über das Bewusstsein, wie viel Glück ich hatte, überhaupt hier zu sein, nicht mehr losließ, malte ich dazu ein Bild von der Welt, wie ich sie mir in einem fernen Sonnensystem vorstelle. Wie meistens nutzte ich Acryl und arbeitete ohne jeden künstlerischen Anspruch. Es ging mir darum, das Bild in meinem Kopf auszudrücken und greifbar zu machen, auch als stetige Mahnung an das Geschenk das Lebens, das uns vom Schicksal gemacht wird.

Bei allem Schlimmen und Grausamen, was in der Welt und uns persönlich widerfährt, ist die Gabe des Lebens dennoch eine außerordentlich kostbare.



Hat dich auch schon mal ein Thema so gefesselt, dass eine kreative oder künstlerische Interpretation aus dir herausdrängte? Nicht, um ein hübsches Stillleben zu schaffen, das die Wand eines Hauses oder einer Galerie verzieren soll, sondern einfach nur, um einen Moment lang diese unfassbare Energie einzufangen, die unserem Leben seinen Antrieb verleiht? Es ist ein magischer Prozess, oder?

Freitag, 11. März 2022

Rezension des Buchs "Chakren öffnen, aktivieren und stärken" von Lena Becker

Inhalt:

Die faszinierende Welt der Chakren. Komm mit auf eine Reise zu der Entdeckung deiner Chakren. Dieses Chakra Buch erklärt dir die vielfältigen Aufgaben der Chakren und wie du Sie für deine physische und psychische Gesundheit öffnen und aktivieren kannst.
  • Fühlst du dich manchmal so, als ob etwas in deinem Körper und deiner Seele nicht richtig im Einklang ist ?
  • Hast du körperliche oder psychische Beschwerden, die du dir bisher nicht so recht erklären kannst ?
  • Fühlst du dich blockiert oder fehlt dir die Energie, um dein Leben nach deinen Wünschen zu gestalten ?

Die Lösung deines Problems/ deiner Probleme liegt sehr wahrscheinlich in den Chakren verborgen. Es gibt noch viele andere körperliche und psychische Symptome, die sich mit den Chakren in Verbindung bringen lassen. Die Lösung deiner Probleme liegt sehr wahrscheinlich in den Chakren verborgen. Mit Hilfe dieses Buches kannst du herausfinden, wo genau deine Probleme liegen und wie du sie ganz einfach selber lösen kannst.

Chakren können nicht korrekt geöffnet bzw. blockiert sein. Doch was genau verbirgt sich hinter dem geheimnisvollen Begriff „Chakren“ eigentlich ? Die Chakren sind unsere Energiezentren und leiten unsere Lebensenergie in die richtigen Bahnen. Das interessante daran ist, wie wir selber unsere Chakren zum besseren beeinflussen können.

Du hast es selbst in der Hand – und kannst auf deine Chakren ganz einfach selber Einfluss nehmen. Die Methoden zur Energiearbeit mit deinen Chakren sind z.B.:

  • Chakra Meditation
  • Kundalini Yoga
  • Die Chakren Reinigung
  • Das Öffnen der Chakren

Alle diese Methoden werden ausführlich erklärt und sind somit ganz einfach auch für Anfänger verständlich dargestellt.

In diesem Chakra Buch wird auch ein besonderer Fokus auf die Ernährung für die einzelnen Chakren gelegt. Diese spielt für dein Wohlbefinden und deine optimale Energie nämlich ebenfalls eine wichtige Rolle.

Wusstest du schon, dass auch die Lotusblume in Zusammenhang mit deinen Chakren eine Bedeutung hat ? Ebenso kannst du mit Hilfe von bestimmten Edelsteinen sowie Aromaölen deine Chakren positiv beeinflussen. In der faszinierenden Welt der Chakren gibt es mit diesem Buch viel Interessantes zu entdecken.

Schritt für Schritt kannst du mit Hilfe von diesem Buch in alle Bereiche im Zusammenhang mit den Chakren eintauchen und erlagst somit ein tiefes Verständnis für dich und die Bedürfnisse deiner Seele.

Dieses Buch ist nicht nur zum Lesen! Wie das gemeint ist ? Du findest in diesem Ratgeber nicht nur tolle und informative Texte zum Thema „Chakren“, sondern auch weiterführende Links, die du mit Hilfe vom scannen von QR Codes aufrufen kannst.. Dort findest du z.B. ein Video zur Chakra Meditation oder auch einen Chakren Test bei dem du mit Hilfe von Beantwortung von ein paar Fragen, ganz einfach und schnell herausfinden kannst, welches Chakra dir Probleme verursacht.

Mein Eindruck: 

Das Büchlein besticht sogleich durch seine stringente Struktur und bietet einen Einblick über etliche Themen rund um jene geheimnisvollen Energiezentren im Körper, die wir aus den jahrtausendalten fernöstlichen Pholosophie- und Heilmethoden als "Chakren" kennen. 

Neben einem Exkurs über das Energiesystems und die Art und Weise des Energieaustauschs, aber auch die Lebensenergie selbst ("Prana") und dem Ursprung dieser Lehren werden uns klare Definitionen geliefert und Zusammenhänge rund um die Chakren aufgezeigt. Hernach folgt eine ausführliche Erklärung der einzelnen Hauptchakren, ihre Themen und "Zuständigkeiten", die mit ihnen verbundenen Organe, spezifische Probleme, die sich ergeben können, Hintergründe und Beschwerden, aber auch Möglichkeiten, um die einzelnen Chakren jeweils zu aktivieren und zu stärken. Dabei verweist die Autorin immer wieder auf die Eigenverantwortung, die uns selbst die Pflicht auferlegt UND das Recht schenkt, gut für unsere psychische und physische Gesundheit zu sorgen.

Nach einer Betrachtung über die Lotusblume werden (die klassischen) Methoden zum Chakrenausgleich und zur Chakrenreinigung beschrieben, auch hier wieder mit dem Verweis auf die Wichtigkeit der Arbeit am eigenen Bewusstsein. Das Buch zu lesen genügt also nicht, um davon wirklich zu profitieren: Es ist im Grunde eine nicht ganz simple, aber vielversprechende Einladung zu einer Anpassung des eigenen Lebensstils und der eigenen Denkweise, um wirklich spürbare Resultate zu erzielen. Weitere interessante Betrachtungen erfolgen zu den Themen Kundalini, Yoga und Karma. Das Buch schließt mit einer recht ausführlichen Betrachtung der Edelsteine und Atomaöle ab, sodass sich eine Art Übersicht ergibt, welcher Stein und welches Öl jeweils für jedes Chakra sinnvoll eingesetzt werden können. Die Öffnung des "Dritten Auges" schließlich bietet als Bonus nochmal einen ganz besonderen Einblick.

Die Betrachtung im Buch ist ganzheitlich, vielseitig und gut verständlich. Sprache, Stil und Ausdruck hätten ganz gut einen letzten Schliff vertragen, was aber dem wertvollen Inhalt und dessen Verständnis keinen Abbruch tut. Es ist erstaunlich, wie viel an Informationen dieses doch eher schmale, schnell zu lesende Bändchen bietet. Ich werde es auf jeden Fall zum Nachschlagen nutzen, denn es bringt die Dinge super auf den Punkt und versammelt viele Informationen in verdichteter Weise.

Fazit: 

Als Reikianerin (= Reiki-Praktizierende) und Yogini (Yoga-Praktizierende) hat mir dieses Buch viel bereits bekanntes Wissen in Erinnerung rufen, aber auch ein paar neue Impulse geben können. Für Menschen mit Vorwissen ist es eine schöne Zusammenfassung, für jene, die völlig neu in dem Thema sind, ein guter Einstieg und Überblick. Ich empfehle es gern und werde es auch künftig immer mal wieder zur Hand nehmen.

Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt, wofür ich herzlich danke. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

Quelle: Cover und Inhalt

Freitag, 4. März 2022

Rezension: "Das Haus am Deich - Sicherer Hafen" von Regine Kölpin

Inhalt:

In „Das Haus am Deich – Sicherer Hafen“ führt SPIEGEL-Bestsellerautorin Regine Kölpin die Schicksale ihrer Protagonistinnen Frida und Erna in den 1960er und 1970er Jahren zu einem großartigen Höhepunkt. Denn der 3. Band ihrer Familiensaga führt nach Berlin in Zeiten des Mauerbaus und an die Nordseeküste zur Zeit der dramatischen Sturmflut von 1962.

1961: Der Mauerbau droht die langjährigen Freundinnen Frida und Erna zu trennen. Denn Erna lebt jetzt in Berlin, wo sie eigentlich neue Freiheit zu finden hoffte. Als ihr und ihrer Familie die Flucht in den Westen gelingt, erweist sich Frida als starke Stütze. Dabei ist auch deren Leben voller Schicksalsschläge: Als ein Jahr später eine schwere Sturmflut die Nordseeküste trifft, wachsen in ihr Zweifel, ob sie an diesem Ort, geprägt von Wind und Meer, alt werden will. Doch in den Stürmen des Lebens geben ihr letztlich nur zwei Dinge Halt: ihre Freundschaft zu Erna und das Haus am Deich, ihr sicherer Hafen. 

Vor der atmosphärischen Kulisse Norddeutschlands entfaltet sich in „Das Haus am Deich“ das Schicksal zweier Frauen und ihrer Familien: wahrhaftig, atmosphärisch und bewegend!

Band 1: Das Haus am Deich – Fremde Ufer
Band 2: Das Haus am Deich – Unruhige Wasser
Band 3: Das Haus am Deich – Sicherer Hafen

Mein Eindruck: 

Mit großer Vorfreude doch nicht ohne Wehmut nahm ich nun den dritten und finalen Teil der "Haus am Deich" - Saga zur Hand, um ein letztes Mal ein Stück des Weges gemeinsam mit den beiden Frauenfiguren Frida und Erna zu gehen, die in Ostfriesland (und anderswo) ihr persönliches Lebensglück suchen und dabei von allerhand historischen Ereignissen beeinflusst werden.

Diesmal spielt die Geschichte sich in den Jahren der großen Sturmflut und des Mauerbaus in Berlin ab. Wie gewohnt startet Regine Kölpin ihre Geschichte mit einem kleinen Rückblick auf die vergangenen Teile, den sie geschickt in ein aktuell stattfindendes Ereignis einflicht, in diesem Fall Fridas Hochzeit mit ihrem zweiten Mann, von der sie sich Stabilität und ein friedliches, erfülltes Leben erhofft. Freilich ist es kein Versehen, dass dieses prophezeite und ersehnte Glück eher einem Scheinglück entspricht, erkennbar an missklingenden Untertönen zwischen den Zeilen und einer gewissen Symbolik, in der mehr steckt als es auf den ersten Blick scheint. Der Autorin gelingt es erneut, die Gedanken und Gefühle ihrer Figuren auf eine Art zu transportieren, die alles Wichtige enthält, ohne dabei allzu direkt oder gar plump aufzutrumpfen. 

Das Schicksal schreitet voran: Viele bereits bekannte Figuren spielen erneut eine Rolle, andere werden (zu meinem Bedauern) nur am Rand erwähnt, aber natürlich muss alles mal ein Ende haben, auch eine Familiengeschichte - und die Storylines können nicht uferlos in alle Richtungen ausgebaut werden. Mir ist klar, dass das schon aus erzählerischer und praktischer Sicht nicht möglich ist. Aber wünschen würde ich es mir! Denn was Regine Kölpin meisterhaft kann: Sie erreicht, dass man ihre Bücher immer weiter und weiter lesen könnte, wenn das ginge! Zum Glück für uns LeserInnen ist sie außerordentlich produktiv und fleißig und ich gehöre - das kann ich mit Fug und Recht behaupten - inzwischen zur Fanfraktion, als eine Stammleserin, die blind jedes Buch greifen und mitnehmen würde, auf dem "Regine Kölpin" als Autorin steht. 

Auch in diesem letzten Teil spielen neben den gesellschaftlichen sehr bewegenden Ereignissen wieder feministische Themen eine Rolle, wenn auch mehr im Hintergrund, aber doch genügend, um es zu erwähnen. Die Naturschilderungen sind eindringlich und bildhaft, der Plot entwickelt sich dynamisch - die ganze Story ist im Grunde ein glaubwürdiges Schicksal, das sich tatsächlich so ereignet haben könnte, denn so spielt eben das Leben, wir wissen es alle aus eigenen Erfahrungen und / oder Schilderungen unser Verwandten und Vorfahren! Diese "Echtheit" sorgt für Nähe - man kann gar nicht anders, als mitzufühlen.

Mit viel Gefühl habe ich das Buch am Ende auch geschlossen, denn daraus ergab sich ein Abschied, der ein bisschen im Herzen schmerzte. Ich hätte überhaupt nichts gegen einen kleinen Ableger: vielleicht eine Trilogie, die die Erfahrungen der beiden Töchter in der Folgezeit beschreibt?  

Fazit: 

Letztlich sind es die großen Themen, die uns berühren und fesseln: Liebe, Familie, Freundschaft, die Verwirklichung eigener Träume und die Gestaltung des eigenen Lebens. Sie bieten viel Gelegenheit zur literarischen Betrachtung und Regine Kölpin hat diese Betrachtung zu einer Art kleiner Meisterschaft erhoben, auf ihre ganz eigene Weise. Ich bin glücklich darüber, dass ich ein Teil davon sein durfte und habe ihre Frauenschicksal-Bücher selbst schon in mehrfacher Ausführung verschenkt. Und ich verschenke nur, was mich wirklich emotional packt.

Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt, wofür ich herzlich danke. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

Quelle: Cover und Handlung